Warum die TSG ihren Aufstiegstrainer entlassen hat

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Gut ein Jahr ist's her: Vorsitzender Achim Pfeifer (links) und Benjamin Bilger feiern den Aufstieg in die Verbandsliga. Jetzt hat sich die TSG Hofherrnweiler von ihrem Aufstiegstrainer getrennt.
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TSG: Nach der Trainerentlassung spricht Achim Pfeifer über die Gründe. Co-Trainer Patrick Faber übernimmt und spielt nicht mehr.

Achim Pfeifer ist der Schritt schwer gefallen. Sehr schwer. Bereits nach dem sechsten Spieltag hat die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach Trainer Benjamin Bilger entlassen. "Nach so einer Entscheidung geht es einem immer schlecht", sagt der Vorsitzende.

Was er aber auch klipp und klar sagt: Der Schritt sei nötig gewesen. Auch zu diesem frühen Zeitpunkt. Denn: "Wir haben nicht mehr dran geglaubt, dass Benni das Ruder noch rumreißen kann." Pfeifer sagt, dass "die Mannschaft die Köpfe nicht mehr frei hatte. Wir brauchten deshalb schnell eine Veränderung im Team, damit wir jetzt die dringend nötigen Punkte einfahren können."

Bereits nach der 0:4-Klatsche am vergangenen Wochenende in Neckarrems habe sich der Verein "in einer schwierigen Situation" befunden. Heißt: Bilger war spätestens dann nicht mehr unumstritten. Es gab hinterher Gespräche. Mit dem Trainer. Mit der Mannschaft. Was folgte, war ein Schicksalsspiel für den Trainer am Mittwochabend gegen den Aufstiegsaspiranten FSV Hollenbach, das wieder 0:4 verloren ging. Direkt danach war Schluss für den Mann, der die TSG vor einem Jahr in die Verbandsliga geführt hat und in dieser Saison "den nächsten Schritt" (Bilger) gehen wollte. Stattdessen ziert die TSG aktuell mit einem Punkt und 1:19 Toren aus sechs Spielen das Tabellenende der Verbandsliga. "Das ist nicht unser Anspruch", sagt Pfeifer. Stellt sich die Frage, ob im Sommer bei der Kaderplanung Fehler gemacht wurden. "Da kann man imm er unterschiedlicher Meinung sein", sagt der Vorsitzende und fügt hinzu, dass "aktuell keine weiteren Neuverpflichtungen geplant sind". Was folgt, ist ein aber: "... aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann sich schon noch was tun ..."

Patrick Faber kein Spieler mehr

Die Mannschaft muss zur Ruhe kommen.

Achim Pfeifer Vorsitzender TSG Hofherrnweiler

Und wie geht es bei der Trainerposition nun weiter? "Bis auf weiteres wird unser Co-Trainer Patrick Faber das Amt übernehmen", sagt Pfeifer. In dieser Zeit wird Faber auch nicht als Spieler auflaufen, sondern sich ausschließlich auf seinen Trainerjob konzentrieren. Ob das eine Dauerlösung werden kann, will der Vorsitzende nicht beantworten. Tatsache sei, dass "wir noch mit keinem anderen Trainer gesprochen haben". Denn: "Wir müssen uns jetzt ausschließlich darauf konzentrieren, dass die Mannschaft zur Ruhe kommt und wir schnell punkten." Auch vom Ziel "gesichertes Mittelfeld" rückt der Verein vorerst ab. "In unserer Situation sind wir gut beraten, wenn wir die Zielsetzung nicht mehr offensiv angehen."

Eines ist Achim Pfeifer wichtig; zu betonen, dass ihm die Trennung schwer gefallen ist. "Wir haben Benni sehr viel zu verdanken. Er hat uns sportlich auf ein höheres Niveau gehoben. Er hat nie lamentiert, sondern sich immer für die Belange des Gesamtvereins eingesetzt und immer selbst angepackt." Und: "Jeder im Verein konnte Benni leiden. Er war überaus beliebt."

Doch das alles bringe nichts, wenn die sportliche Ausbeute so ernüchternd ist.

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