Zu wenig Einsatzzeit für DFB-Duo?

„Mané als Top-Transfer am Anfang gesetzt!“ - Brisanter Bierhoff-Rat an Gnabry und Sané 

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Oliver Bierhoff macht mit einer Vorhersage bezüglich der Bayern-Startformation auf sich aufmerksam, die auch für zwei deutsche Nationalspieler Folgen haben wird.

München - Oliver Bierhoff bewertet nach dem abgeschlossenen Mané-Transfer die Kader-Situation beim FC Bayern und blickt dabei vor allem auf Serge Gnabry und Leroy Sané. Die beiden DFB-Spieler werden nach Meinung des Geschäftsführers der Nationalmannschaften durch die Verpflichtung von Sadio Mané zu weniger Einsatzzeiten kommen, was vor allem in Hinblick auf die WM 2022 in Katar für Kopfzerbrechen bei Bierhoff sorgt.

FC Bayern München: Luft für DFB-Spieler wird dünner

In der SportBild ordnet Bierhoff den Wechsel von Mané nach München als klaren Königstransfer ein und bescheinigt den Senegalesen in Folge dessen auch einen Stammplatz: „Man muss davon ausgehen, dass Sadio Mané als Top-Transfer am Anfang gesetzt ist.“ Auch die ehemaligen DFB- und Bayern-Spieler Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm gratulieren dem FCB zum Transfer-Coup. Schweinsteiger spricht auf Twitter von einer „Verstärkung für das System von Julian Nagelsmann.“

Leroy Sané (l.) und Serge Gnabry (r.) können in der nächsten Saison wohl einen größeren Konkurrenzkampf erwarten.

Dieser Verstärkung kann Bierhoff jedoch nicht nur Positives abgewinnen. Das liegt vor allem daran, dass er in seiner Funktion als Geschäftsführer der deutschen Nationalmannschaft naturgemäß darauf bedacht ist, dass die DFB-Kicker möglichst viel Spielzeit in ihren Vereinen erhalten. Genau dies wird für die beiden Flügelflitzer Gnabry und Sané nun aufgrund der hochkarätigen Konkurrenz deutlich schwieriger.

Bierhoff lässt Wunsch nach Wechseln durchscheinen

Das dürfte Bierhoff so gar nicht passen, der jedem Nationalspieler rät, bis zur Weltmeisterschaft in Katar so viel Einsatzzeit wie möglich zu sammeln. Bezogen auf die Situation beim FC Bayern und den von ihm erwarteten Stammplatz von Sadio Mané äußert sich Bierhoff weiter: „Dieser Situation muss sich jeder Spieler bewusst sein und für sich entscheiden, was für seine eigene Situation und Entwicklung am besten ist.“ So klingt keine Aufforderung an Serge Gnabry und Leroy Sané, um jeden Preis den Konkurrenzkampf an der Säbener Straße anzunehmen.

Und zumindest bei Gnabry gibt es schon einige Spekulationen, was dessen nahe Zukunft anbelangt, inklusive Wechselgerücht zu Manchester United. Dafür müssten allerdings auch die Verantwortlichen der Bayern mitspielen, denn getreu dem Vereinsmotto mia san mia ist sich der FC Bayern am Ende des Tages doch selbst der Nächste und so gibt es auch bereits Gerüchte um eine Verbannung von Gnabry auf die Tribüne. Da dürfte Bierhoff wohl doch eher die Annahme des Konkurrenzkampfes befürworten. (sch)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/imago-images

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