Welcher Trainer passt zum VfR Aalen?

  • Weitere
    schließen
+
Sandro Stuppia: Der 33-Jährige trainiert die U17-Junioren von Eintracht Frankfurt.
  • schließen

Nach der Trennung von Roland Seitz soll zeitnah der Nachfolger präsentiert werden. Knapp 60 Bewerbungen liegen vor. Weißkopf: "Es ist noch keine Entscheidung gefallen."

Bock auf die Aufgabe soll er haben. Das ist Michael Weißkopf wichtig, wenn es um den Nachfolger des gerade entlassenen Trainers Roland Seitz geht. Und er soll in der Lage sein, "gierige Spieler zu entwickeln, die in ihrer Karriere noch nicht nachgewiesen haben, dass sie gestandene Drittliga- oder Regionalligaspieler sind", so das Präsidiumsmitglied des VfR Aalen. Kandidaten gibt's massig, "wir haben 50, 60 Bewerbungen erhalten". Es gelte nun, diese Bewerber zu sondieren und mit den eigenen Wunschtrainern zu sprechen. Weißkopf will eine zeitnahe Entscheidung. Und einiges deutet darauf hin, dass der Neue bereits in den kommenden Tagen vorgestellt wird. Eine Kandidatenauswahl:

Rainer Scharinger: Wenn der VfR Aalen auf Trainersuche geht, fällt stets der Name des 54-Jährigen. Der Fußballlehrer ist hauptamtlich beim Badischen Fußballverband angestellt. Scharinger kennt den VfR Aalen, war dort von Sommer 2009 bis Dezember 2010 Trainer und hat die Ostälbler souverän in die 3. Liga geführt. Und: Er hat damals mit jungen, hungrigen Spielern ein Spitzenteam geformt. Ist allerdings seit 2013 ohne Verein.

Oliver Barth: Der gebürtige Stuttgarter wartet auf seinen ersten Job als Cheftrainer. Aktuell ist der 41-Jährige Co-Trainer bei Admira Wacker. Auch davor arbeitete er als Assistent beim VfL Bochum, Greuther Fürth und dem VfB Stuttgart II. Barth kam 2012 nach dem Zweitligaaufstieg zum VfR Aalen und spielte dort vier Jahre lang. Chris Gmünder: Der 41-jährige A-Lizenz-Inhaber war zwischen 2013 und 2016 Co-Trainer beim VfR Aalen und Leiter der Nachwuchsabteilung. Über den 1. FC Heidenheim ist er zum SSV Ulm 1846 gekommen, wo er aktuell Trainer der U19-Junioren in der Bundesliga ist. Sandro Stuppia: Vier Jahr lang war der 33-Jährige Jugendtrainer beim VfR Aalen, ehe er 2018 zum Co-Trainer der Profis befördert wurde. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga 2019 wechselte er zu Eintracht Frankfurt. Dort ist Stuppia als Trainer für die U17-Junioren verantwortlich.

Uwe Wolf: Der 53-Jährige trainiert aktuell den SV Mehring, der Vertrag läuft eigentlich bis Sommer. Zuvor coachte der Fußballlehrer Wacker Burghausen, Hessen Kassel, FC Ingolstadt und 1860 München. In Kassel arbeitete er gemeinsam mit dem heutigen VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore zusammen. Außerdem coachte er die U19-Junioren der TSG Hoffenheim II.

Hans-Jürgen Boysen: Der 63-Jährige ist ein erfahrener Trainer, der bis Ende Februar beim Ligakonkurrenten SG Sonnenhof Großaspach tätig war. Seit der Trennung ist er vereinslos. Boysen kennt die Regionalliga, auch bei Kickers Offenbach stand er schon in der Verantwortung.

Ramon Gehrmann: Schon im Sommer 2019, als sich der VfR Aalen für Roland Seitz entschied, zählte der 46-Jährige zu den Kandidaten. Der Fußballlehrer ist aktuell bei den Stuttgarter Kickers unter Vertrag, wobei niemand weiß, wann es in der Oberliga weitergeht. Robert Lechleiter: Der einstige Publikumsliebling des VfR Aalen wird in Fankreisen favorisiert. Der 40-Jährige stürmte zwischen 2009 und 2015 für die Ostälbler. Danach begann er seine Trainerlaufbahn beim TSV Aßling, ehe er 2018 zur SpVgg Unterhaching wechselte. Dort ist er seit dieser Saison Co-Trainer. Allerdings droht dem Club der Abstieg aus der 3. Liga.

Der neue Trainer muss Bock haben.

Michael Weißkopf Präsidiumsmitglied VfR Aalen

Die Spekulationen um den Seitz-Nachfolger gehen natürlich noch weiter. Immer wieder fällt auch der Name Michael Schiele. Der 43-Jährige trug zwischen 2003 und 2011 das Trikot des VfR Aalen und war anschließend bis 2015 Co-Trainer bei den Ostälblern. Im vergangenen Sommer führte er die Würzburger Kickers als Cheftrainer in die 2. Bundesliga. Nach der frühen Trennung Ende September ging er zum Ligakonkurrenten SV Sandhausen, wo er allerdings nach 14 Partien auch wieder gehen musste. Das Problem: Schiele wird kaum für die Regionalliga zu haben sein, ganz nebenbei dürfte auch die finanzielle Hürde viel zu hoch sein.

Genannt wird auch Ralf Kettemann, der 2009 zum VfR Aalen kam und mit diesem in die 3. Liga aufstieg. Der 34-Jährige war bis 2019 Trainer des Oberligisten TSV Ilshofen. In der Saison 2019/2020 war er als Co-Trainer der TSG Hoffenheim II tätig. Ab Sommer soll Kettemann die U19 des Karlsruher SC übernehmen – wobei VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore aus dem KSC-Stall stammt und dort als ehemaliges Verwaltungsratsmitglied ebenso beste Kontakte hat.

Warum nicht Demirtas?

Bleibt die Frage, was mit Christian Demirtas ist? Der aktuelle Co-Trainer des VfR Aalen ist im Besitz der A-Lizenz, er hatte sich vergangenes Jahr für den Fußballlehrer-Lehrgang beworben. Der 36-Jährige hätte nach der Trennung von Seitz nachrücken können. Ganz nebenbei steht Demirtas ohnehin auf der Gehaltsliste, es wäre also eine kostengünstige Lösung. Der VfR Aalen aber hat Petar Kosturkov aus der U19 interimsweise hochgezogen. Letzterer ist definitiv keine Dauerlösung. Das bestätigt Michael Weißkopf.

Rainer Scharinger: Der 54-Jährige hat den VfR Aalen 2010 in die 3. Liga geführt.
Oliver Barth: Der 41-Jährige ist derzeit als Co-Trainer bei Admira Wacker unter Vertrag.
Robert Lechleiter: Der 40-Jährige arbeitet als Co-Trainer der SpVgg Unterhaching.
Uwe Wolf: Der 53-Jährige ist bis Sommer beim SV Mehring unter Vertrag.
Ramon Gehrmann: Der 46-Jährige coacht aktuell die Stuttgarter Kickers.
Hans-Jürgen Boysen: Der 63-Jährige war zuletzt bei der SG Sonnenhof-Großaspach.

Zurück zur Übersicht: Fußball

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL