Auch Frauen im Einsatz

„Neun Minuten Nachspielzeit“ – Collina über die Pläne für die WM-Schiedsrichter

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Auch die besten Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen der Welt stehen im Fokus, wenn in Katar die WM beginnt. Pierlugui Collina verrät, dass er mit langer Nachspielzeit rechnet.

München – Sehen wir bei der WM 2022 überlange Spiele? Pierluigi Collina kündigte an, dass die Referees bei der Endrunde angehalten seien, großzügige Nachspielzeiten zu gewähren. So sagte der Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission, dass beim Torjubel, Auswechslungen, Verletzungen oder Platzverweisen viel Zeit verstreiche. „Sieben, acht, neun Minuten Nachspielzeit“ seien bei einem normalen Spiel mit einigen Toren durchaus zu erwarten. Außerdem rühmte der Italiener die erstmals zum Einsatz kommende halbautomatische Abseitserkennung, weil sie den Job der Referees leichter mache.

Pogba, Werner, Wijnaldum: Diese Stars verpassen die WM 2022 verletzt

Sadio Mane im Trikot der senegalesischen Nationalmannschaft
Es ist eine wahre Hiobsbotschaft für den Senegal: Sadio Mané hat sich beim FC Bayern im November verletzt. Ob er die WM spielen kann? Der Senegal hat ihn zumindest nominiert, ein Einsatz ist dennoch fraglich. © IMAGO / Sebastian Frej
Timo Werner im Deutschland-Trikot
Wegen eines Syndesmosebandrisses verpasst Timo Werner die WM in Katar. Für den Leipziger wäre es das vierte Turnier im DFB-Trikot gewesen - nach dem Confed Cup 2017, der WM 2018 und der EM im vergangenen Jahr. © IMAGO / Sportfoto Rudel
Lukas Nmecha im DFB-Trikot
Lukas Nmecha macht ein Patellasehnenanriss einen Strich durch die Rechnung. Der Wolfsburger schoss den DFB im vergangenen Jahr zum U21-EM-Titel und lief bislang siebenmal für das A-Team auf. © IMAGO / Uwe Kraft
Marco Reus im DFB-Anzug
Das Verletzungspech bleibt Marco Reus treu. Der Dortmunder plagt sich mit einem Außenbandanriss im Sprunggelenk herum, dessen Folgeerscheinungen einen WM-Start unmöglich machen. Zuletzt lief Reus im November 2021 für das DFB-Team auf, absolvierte binnen drei Jahren lediglich vier Partien für die Auswahl. © IMAGO / Sportfoto Rudel
Reece James im England-Trikot
Weil er sich im Oktober am Knie verletzt hat, muss Reece James bei der WM zuschauen. Der Abwehrspieler des FC Chelsea war im englischen Nationalteam zuletzt gesetzt - dank seiner offensiven Qualitäten. © IMAGO / PA Images
Ben Chilwell im England-Trikot
Mit Ben Chilwell fehlt England ein weiterer Profi vom FC Chelsea. Der Linksverteidiger laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Erst im Frühjahr hatte ihn ein Kreuzbandanriss zurückgeworfen. © IMAGO / NurPhoto
Paul Pogba in einem Trainingsshirt der französischen Nationalmannschaft
Paul Pogba kam eine Knie-OP in die Quere, die ihn seit Monaten außer Gefecht setzt. Seit seiner Rückkehr von Manchester United zu Juventus Turin laborierte der Mittelfeldstar und Weltmeister an einer Meniskusverletzung, die einen Eingriff nötig machte. Für die „Equipe Tricolore“ stand er zuletzt im März auf dem Rasen. © IMAGO/Joe GiddensIMAGO / PA Images
N‘Golo Kante im Frankreich-Trikot
Mit N‘Golo Kante bricht den Franzosen auch die andere Hälfte der wichtigen Mittelfeldachse weg. Der Profi vom FC Chelsea ist auf dem Rasen so unauffällig wie wirkungsvoll, wegen einer Oberschenkelverletzung pausiert er seit Mitte August und wird bei „Les Bleus“ schmerzlich vermisst werden. © IMAGO / ZUMA Wire
Frankreich muss auch auf Weltfußballer Karim Benzema verzichten. Einen Tag vor dem Eröffnungsspiel in Katar verletzte sich der Stürmer im Training am Oberschenkel.
Frankreich muss auch auf Weltfußballer Karim Benzema verzichten. Einen Tag vor dem Eröffnungsspiel in Katar verletzte sich der Stürmer im Training am Oberschenkel und fällt mindestens drei Wochen aus. Seine Abschlussstärke dürfte den Franzosen bitter abgehen.  © IMAGO/JB Autissier
Diogo Jota im Trikot von Portugal
Wegen einer Wadenverletzung ist Diogo Jota vom FC Liverpool in Katar nur Zuschauer. Damit fehlt den Portugiesen eine wichtige Option im Angriff an der Seite von Cristiano Ronaldo. © IMAGO / Sports Press Photo
Pedro Neto im Trikot der portugiesischen Nationalmannschaft
Mit Pedro Neto fehlt Portugal zudem ein großes Talent für die Offensive. Der Flügelstürmer der Wolverhampton Wanderers laboriert an einer Knöchelverletzung. Zuletzt stand er im März 2021 für die Südeuropäer auf dem Platz, ehe ihn eine langwierige Knieverletzung zurückwarf. © IMAGO / Marco Canoniero
Giovani Lo Celso im Argentinien-Trikot
Ein Muskelbündelriss setzt Giovani Lo Celso außer Gefecht. Der Offensivspieler vom FC Villarreal ist eigentlich eine feste Größe in der Offensive der Argentinier. © IMAGO / Icon Sportswire
Philippe Coutinho im Dress von Brasilien
Philippe Coutinho ist in Katar ebenfalls nicht dabei. Beim für Aston Villa spielenden Brasilianer streikt der Oberschenkel. In der Selecao war der einstige Bayern-, Barca- und Liverpool-Profi ohnehin ein Wackelkandidat. Seit der wegen eines Außenmeniskuseinrisses verpassten Copa America 2021 kam er nur in fünf von 15 Spielen zum Einsatz. © IMAGO / Photosport
Georginio Wijnaldum im Trikot der Niederlande
Keine Reise nach Katar heißt es auch für Georginio Wijnaldum. Der Niederländer zog sich gleich in seinem ersten Pflichtspiel für die AS Rom einen Scheinbeinbruch zu und kann erst 2023 wieder gegen den Ball treten. © IMAGO / ANP

Collina: Schiedsrichterinnen können ohne Vorbehalte bei allen Spielen eingesetzt werden

Auch Frauen sind bei der WM an der Pfeife. Laut Collina können die nominierten Schiedsrichterinnen bei der WM in Katar ohne Vorbehalte bei allen Spielen eingesetzt werden – unabhängig vom Frauenbild in den jeweiligen Ländern. „Wir sehen die sechs nominierten Frauen als FIFA-Offizielle“, sagte der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des Weltverbands FIFA am Freitag in Doha. (Spielplan der WM 2022 in Katar)

Pierluigi Collina gilt als einer der besten Schiedsrichter aller Zeiten.

Er sehe die Frauen als Profis, entsprechend könnten sie alle Spiele unabhängig und objektiv leiten, betonte Collina auf eine Rückfrage, ob Schiedsrichterinnen auch Spiele der Mannschaften aus Katar, Iran oder Saudi-Arabien pfeifen könnten.

„Dass Frauen dabei sind, ist neu, und alles Neue sorgt für Interesse“, sagte Collina: „Aber für uns sind sie Schiedsrichterinnen. Ich habe ihnen mit auf den Weg gegeben, dass sie nicht hier sind, weil sie Frauen sind, sondern wegen ihrer Leistungen als Offizielle.“

Welcher Schiedsrichter leitet WM-Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador?

Entsprechend können sich Stephanie Frappart aus Frankreich, Salima Mukansanga (Ruanda) und Yoshimi Yamashita (Japan) durchaus Chancen ausrechnen. Neben diesem Trio hat die FIFA die drei Assistentinnen Neuza Back (Brasilien), Karen Diaz Medina (Mexiko) und Kathryn Nesbitt (USA) nominiert.

Seit Freitagabend steht fest, wer das Eröffnungsspiel am Sonntag (19.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) zwischen Gastgeber Katar und Ecuador leiten wird: Italiener Daniele Orsato. Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) absolviert bei dieser Endrunde seine WM-Premiere. Der 38-Jährige hatte bei der EM im vergangenen Jahr drei Spiele geleitet. (cg mit dpa)

Bei der WM 2022 in Katar werden 32 Mannschaften um den Titel kämpfen. Alle Teilnehmer stehen fest – der Überblick.

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