Entscheidung fix

Marco Rose bei RB Leipzig vorgestellt – einstiger Bayern-Profi wird Co-Trainer

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RB Leipzig trennt sich von Trainer Domenico Tedesco. Sein Nachfolger steht nun fest: Marco Rose übernimmt. Er bringt seinen bewährten Assistenten mit.

Update vom 8. September, 09.09 Uhr: Alles klar bei RB Leipzig! Marco Rose wird neuer Cheftrainer, er erhält einen Zweijahresvertrag. Das gaben die Bullen am Donnerstagvormittag bekannt.

Rose wird am Donnerstag um 10 vor die Presse treten, der 45-Jährige beantwortet dann bei einer Medienrunde die ersten Fragen. Am Nachmittag leitet er dann schon die erste Einheit. Pikant: Die ersten beiden Rose-Gegner in der Bundesliga sind Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach - seine beiden Ex-Klubs.

RB Leipzig verkündete außerdem: „Die Co-Trainer-Positionen werden die ehemaligen Profi-Fußballer Alexander Zickler, Frank Geideck und Marco Kurth übernehmen und damit das Trainerteam um Torwart-Trainer Frederik Gößling und die Athletiktrainer Ruwen Faller, Kai Kraft und Daniel Behlau komplettieren.“

Update vom 8. September, 07.37 Uhr: Der designierte Tedesco-Nachfolger Marco Rose soll bereits heute seine Mission bei RB Leipzig starten. Laut Bild sollen jetzt auch letzte Vertragsdetails geklärt sein.

Marco Rose unmittelbar vor Start bei RB Leipzig: Ex-Bayern-Profi Zickler soll Co-Trainer werden

Demnach soll der Ex-Trainer des BVB einen Vertrag bis 2025 erhalten. Ebenso soll klar sein, wen Rose als Assistent in seine Geburtsstadt mitbringt: Alexander Zickler, mit dem er bereits bei seinen Stationen in Liefering, Salzburg, Mönchengladbach und Dortmund zusammengearbeitet hatte.

Der 48-Jährige ist ein Urgestein des FC Bayern. Er lief mehr als 300 Mal für den Rekordmeister auf, holte einmal die Champions League und gewann sieben Meisterschaften.

RB Leipzig lässt Trainer-Favorit Rose einfliegen: Mündliche Einigung mit möglichem Tedesco-Nachfolger erzielt

Update vom 7. September, 14.02 Uhr: Marco Rose könnte offenbar schon sehr bald als neuer Leipzig-Trainer vorgestellt werden! Mehreren Medienberichten zufolge soll der ehemalige BVB-Coach das Ruder in Sachsen übernehmen - und das schnellstmöglich. Nach Informationen von Sport1 wurde bereits eine mündliche Einigung erzielt, die Leipziger Volkszeitung berichtet unterdessen, dass man Rose extra per Privatjet aus Salzburg einfliegen ließ. Dort hatte er am Dienstagabend noch das Champions-League-Spiel von Red Bull gegen den AC Mailand verfolgt.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, ehe die Leipziger ihren neuen Trainer präsentieren. Als man die Tedesco-Trennung kommuniziert hatte, deutete man bereits an, „zeitnah“ einen Nachfolger vorstellen zu wollen.

RB Leipzig trennt sich von Trainer Domenico Tedesco

Erstmeldung vom 7. September, 10.19 Uhr: Leipzig - Aus, Schluss, das war‘s! RB Leipzig zieht die Reißleine und trennt sich von Trainer Domenico Tedesco. Nach dem misslungenen Bundesliga-Saisonstart (fünf Punkte aus fünf Spielen) setzte es zum Champions-League-Auftakt gegen Underdog Schachtjor Donezk eine blamable 1:4-Pleite.

Zu viel für die RB-Bosse - am Tag danach muss Tedesco, der mit Leipzig noch vor wenigen Monaten den DFB-Pokal geholt hatte, gehen.

Marco Rose als Tedesco-Nachfolger: Alle Zeichen deuten auf den gebürtigen Leipziger als neuen Coach hin

Ein Nachfolger steht noch nicht fest, als Favorit gilt aber ein alter Bekannter aus der Bundesliga: Marco Rose. Der 45-Jährige ist derzeit vertragslos, trainierte bereits Salzburg und ist mit dem RB-Kosmos bestens vertraut. Zuletzt war er in Dortmund krachend gescheitert, nachdem er zuvor bei Borussia Mönchengladbach am Ruder war.

Rose ist gebürtiger Leipziger, lebt in einem Vorort - gut möglich, dass die Tedesco-Nachfolge also sehr schnell geregelt ist. Dazu passen auch die Gerüchte rund um Max Eberl, der Rose einst nach Gladbach geholt hatte. Eberl ist bei den Bullen als Sportdirektor im Gespräch. Eine Debatte, die jüngst viele Fußballfans erzürnt hatte. Schließlich hatte sich ein erschöpfter Eberl erst zu Jahresbeginn aus dem Fußballgeschäft zurückgezogen, kehrte einem großen Traditionsverein den Rücken - um jetzt, keine zwölf Monate später, ausgerechnet bei RB Leipzig wieder einzusteigen?

Wer neuer RB-Trainer wird, dürfte sicher auch mit dem künftigen Sportchef besprochen werden. Eberl nimmt also schon vor dem möglichen Amtsantritt eine Hauptrolle ein.

Der Kader von RB Leipzig in der Saison 2022

Peter Gulacsi (32). Der Kapitän hütet seit 2015 das Tor in Leipzig und spielte vorher für Salzburg.
Peter Gulacsi (32): Der Kapitän hütet seit 2015 das Tor in Leipzig und spielte vorher für Salzburg. © IMAGO
Janis Blaswich (31). Der Torhüter wechselte 2018 von Heracles Almelo zu RB Leipzig.
Janis Blaswich (31): Der Torhüter wechselte 2018 von Heracles Almelo zu RB Leipzig. © IMAGO
Jonas Nickisch (18). Der Torwart aus der eigenen Jugend ist ganz frisch im Profikader.
Jonas Nickisch (18): Der Torwart aus der eigenen Jugend ist ganz frisch im Profikader des RB Leipzig. © IMAGO
Timo Schlieck (16). Kam im letzten Jahr aus Dortmund ins Tor der RB Jugend. Seit diesem Jahr Profi.
Timo Schlieck (16) kam im letzten Jahr aus Dortmund ins Tor der RB Jugend. Seit diesem Jahr Profi. © IMAGO
Mohamed Simakan (22). Der französische Abwehrspieler lief bis 2021 für Racing Straßburg auf.
Mohamed Simakan (22): Der französische Abwehrspieler lief bis 2021 für Racing Straßburg auf. © IMAGO
Willi Orban (29). Der Verteidiger spielt bereits seit 2015 für Leipzig und kam aus Kaiserslautern.
Willi Orban (29): Der Verteidiger spielt bereits seit 2015 für RB Leipzig und kam aus Kaiserslautern. © IMAGO
Lukas Klostermann (26). Steht bei RB Leipzig seit 2014 in der Abwehr und kam vom VfL Bochum.
Lukas Klostermann (26) steht bei RB Leipzig seit 2014 in der Abwehr und kam vom VfL Bochum. © IMAGO
David Raum (24) wechselte 2022 von TSG Hoffenheim ins Mittelfeld des RB Leipzig.
David Raum (24) wechselte 2022 von TSG Hoffenheim ins Mittelfeld des RB Leipzig. © IMAGO/Roger Petzsche
Marcel Halstenberg (30). Verteidigt seit 2015 bei RB Leipzig. Vorher beim FC. St. Pauli.
Marcel Halstenberg (30) verteidigt seit 2015 bei RB Leipzig. Vorher beim FC. St. Pauli. © IMAGO
Sanoussy Ba (18) stieß von der U19 zu den Profis des RB Leipzig.
Sanoussy Ba (18) stieß von der U19 zu den Profis des RB Leipzig. © IMAGO
Josko Gvardiol (20). Der kroatische Verteidiger wechselte 2021 von Dinamo Zagreb nach Leipzig.
Josko Gvardiol (20): Der kroatische Verteidiger wechselte 2021 von Dinamo Zagreb nach Leipzig. © IMAGO
Xaver Schlager (links) und Abdou Diallo (rechts): Der 26-jährige Diallo ist für die Saison 22/23 von Paris SG an RB Leipzig ausgeliehen.
Xaver Schlager (links) und Abdou Diallo (rechts): Der 26-jährige Diallo ist für die Saison 22/23 von Paris SG an RB Leipzig ausgeliehen. © IMAGO
Benjamin Henrichs (25). War bis 2020 beim AS Monaco unter Vertrag. Nun in der Abwehr in Leipzig.
Benjamin Henrichs (25) war bis 2020 beim AS Monaco unter Vertrag. Nun in der Abwehr in Leipzig. © IMAGO
Dani Olmo (24). Der Spanier verstärkt seit 2020 RB Leipzig im Mittelfeld. Kam von Dinamo Zagreb.
Dani Olmo (24): Der Spanier verstärkt seit 2020 RB Leipzig im Mittelfeld. Kam von Dinamo Zagreb. © IMAGO
Amadou Haidara (24). Der Mittelfeldspieler aus Mali wechselte 2019 von Salzburg nach Leipzig.
Amadou Haidara (24): Der Mittelfeldspieler aus Mali wechselte 2019 von Salzburg nach Leipzig. © IMAGO
Emil Forsberg (30). Der schwedische Nationalspieler kam 2015 aus Malmö ins Leipziger Mittelfeld.
Emil Forsberg (30): Der schwedische Nationalspieler kam 2015 aus Malmö ins Leipziger Mittelfeld. © IMAGO
Dominik Szoboszlai (21) kam 2021 von Salzburg ins Mittelfeld des RB Leipzig
Dominik Szoboszlai (21) kam 2021 von Salzburg ins Mittelfeld des RB Leipzig. © IMAGO
Xaver Schlager (24). war bis Mitte 2022 im Mittelfeld des VfL Wolfsburg unterwegs, bevor er zu RB Leipzig wechselte.
Xaver Schlager (24). war bis Mitte 2022 im Mittelfeld des VfL Wolfsburg unterwegs, bevor er zu RB Leipzig wechselte. © IMAGO
Konrad Laimer (25). Wirkt seit 2017 im Leipziger Mittelfeld und kam von Red Bull Salzburg.
Konrad Laimer (25) wirkt seit 2017 im Leipziger Mittelfeld und kam von Red Bull Salzburg. © IMAGO
Kevin Kampl (31). Wechselte schon 2017 von Bayer 04 Leverkusen ins Mittelfeld von RB Leipzig.
Kevin Kampl (31) wechselte schon 2017 von Bayer 04 Leverkusen ins Mittelfeld von RB Leipzig.  © IMAGO
Yussuf Poulsen (28). Stürmt bereits für RB Leipzig seit er 2013 von Lyngby BK nach Deutschland kam.
Yussuf Poulsen (28) stürmt bereits für RB Leipzig seit er 2013 von Lyngby BK nach Deutschland kam. © IMAGO
Timo Werner (26) wechselte 2022 vom FC Chelsea zu RB Leipzig.
Timo Werner (26) wechselte 2022 vom FC Chelsea zu RB Leipzig. © IMAGO
Christopher Nkunku (24). Der französische Offensivspieler lief bis 2019 für Paris Saint-Germain auf.
Christopher Nkunku (24): Der französische Offensivspieler lief bis 2019 für Paris Saint-Germain auf. © IMAGO
André Silva (26). Der portugiesische Nationalspieler stürmt seit 2021 in Leipzig. Kam aus Frankfurt.
André Silva (26): Der portugiesische Nationalspieler stürmt seit 2021 in Leipzig. Kam aus Frankfurt. © IMAGO
Hugo Novoa (19). Der junge spanische Stürmer kommt aus der eigenen Jugend und ist seit 2020 Profi.
Hugo Novoa (19): Der junge spanische Stürmer kommt aus der eigenen Jugend und ist seit 2020 Profi. © IMAGO

Leipzig wirft Domenico Tedesco raus: „Zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls benötigen“

Zurück zu Tedesco. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sagte am Mittwochvormittag in einer Vereinsmitteilung: „Wir haben eine Gesamtverantwortung für RB Leipzig und wollen unsere Ziele erreichen. Daher sind wir in der Gesamtabwägung zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls benötigen.“ Die Entscheidung sei ihm sehr schwer gefallen.

Tedesco muss nur 109 Tage nach dem Sieg im DFB-Pokal seine Koffer packen. Für den 36-Jährigen wiederholen sich praktisch die Ereignisse. Schon bei Schalke 04 - seinem vor Leipzig letzten Engagement in Deutschland - war er im März 2018 nach einer Niederlage in der Königsklasse freigestellt worden.

Domenico Tedesco ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig.

Tedesco-Bonus verpufft: Leipzig wirft Trainer raus, Marco Rose Kandidat für die Nachfolge

Selbstredend hatte sich Tedesco durch den Titelgewinn sowie die herausragende Rückrunde einen Bonus erarbeitet. Doch der hielt in der schnelllebigen Fußball-Welt offensichtlich nicht allzu lang an. Schon als Leipzig nach zwei Spielen nur zwei Unentschieden auf dem Konto hatte, sprach Klubboss Mintzlaff von einem „beschissenen Start“ und stieß die Diskussion um Tedesco so erst an.

Tedesco war erst im Dezember als Nachfolger von Jesse Marsch verpflichtet worden. Eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2023 laufenden Vertrages hatte er im Sommer noch abgelehnt.

Brisant: Die Entlassung von Domenico Tedesco war nicht die einzige Knaller-Nachricht am Mittwochvormittag. Auch in London gab es einen Rauswurf - Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer des Chelsea. (akl/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON / Fotomontage

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