TSB Gmünd verlängert mit allen drei Trainern

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Dragos Oprea, Primoz Prost und Andreas Rascher bleiben. Wird die Saison annulliert?

Frohe Kunde überbrachte der Sportliche Leiter Jürgen Rilli kurz vor dem Weihnachtsfest: Der Handball-Oberligist TSB Gmünd hat frühzeitig die personellen Weichen gestellt. Sowohl Cheftrainer Dragos Oprea als auch Torwarttrainer Primoz Prost und Andreas "Rudi" Rascher, Coach der Zweiten Mannschaft, haben für die kommende Saison 2021/22 fest zugesagt.

Die Zusagen gelten unabhängig davon, ob und in welcher Form die laufende Runde zu Ende gebracht werden kann. "In der jetzigen Phase ist es enorm wichtig, ein positives Zeichen zu setzen", sagt Rilli. Alle drei Trainer hätten nach gemeinsamen Gesprächen schnell ihre Zusage gegeben, um den im Sommer eingeschlagenen Weg beim TSB fortzusetzen. "Dodo Oprea hat sich in Gmünd hervorragend eingelebt, wir verfolgen zusammen ehrgeizige Pläne und befinden uns mit seinen Vorstellungen absolut im Einklang", erklärt der Sportliche Leiter. "Deshalb ist die vorzeitige Verlängerung unserer Zusammenarbeit für mich nur der logische Schritt." Auch wenn unter der Regie des früheren Nationalspielers gerade erst vier Pflichtspiele absolviert wurden, sei die Aufbruchstimmung unverkennbar.

Auch Oprea selbst, der im Sommer seine erste Station als Aktiventrainer antrat, hat in Gmünd noch viel vor. "Mich freut es selbstverständlich extrem, dass ich in Gmünd weitermachen darf", sagt der 38-Jährige. Ihm zur Seite stehen weiterhin Torwarttrainer Primoz Prost und "1b"-Coach Andreas "Rudi" Rascher. "Als Trainertrio vereint uns insbesondere das Ziel, die eigenen A-Jugendlichen weiter zu integrieren und ihnen frühzeitig Spielerfahrung im Aktivenbereich zu verschaffen", blickt Oprea voraus.

Der frühere slowenische Nationalkeeper Primoz Prost, aktuell in Diensten des Bundesligisten TVB 1898 Stuttgart, wird auch weiterhin seine Erfahrungen im Training beim TSB weitergeben. "Er fühlt sich ebenfalls sehr wohl in Gmünd, unsere drei Torhüter haben dank ihm bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht", berichtet Rilli.

Zugleich soll Andreas Rascher in der Bezirksklassen-Mannschaft das "Projekt Zukunft" weiterhin vorantreiben. "Wir sind als Abteilungsleitung vollständig überzeugt, dass er an dieser ganz wichtigen Schnittstelle zwischen Jugend und Aktiven der richtige Mann ist", betont Rilli.

Wohl kein Re-Start im Januar

Ein starkes Zeichen sind die Personalentscheidungen beim TSB aktuell umso mehr, da die drei Landesverbände und der Vorstand von Handball Baden-Württemberg e.V. nun erstmals eine komplette Annullierung der Handballsaison ins Spiel gebracht haben. Haupt-Zielsetzungen bleiben zwar eine sportliche Wertung der Saison bei den Erwachsenen sowie eine ordentliche und komplett neue Junioren-Qualifikations-Runde für die Saison 2021/2022, wie es in einem gemeinsamen Schreiben an die Vereine heißt. Der für den 6./7. Februar geplante Re-Start in der Oberliga wird nach den jüngsten Verschärfungen immer unwahrscheinlicher.

Auf "unter 50 Prozent" beziffert Jürgen Rilli die Chance auf eine ordnungsgemäße Durchführung der seit Ende Oktober unterbrochenen Spielzeit: "Angesichts der anhaltend hohen Fallzahlen müssen wir abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Im Januar werden wir mit Sicherheit nicht trainieren können."

Sobald die Behörden wieder Mannschaftstraining in der Halle zulassen, soll drei Wochen danach der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, heißt es in der Meldung der Verbände. Dazu wird es aber möglicherweise überhaupt nicht mehr kommen. Sollte bis Mitte März kein Re-Start möglich sein, soll die Saison 2020/21 komplett abgebrochen und alle bisherigen Ergebnisse annulliert werden.

Doch selbst wenn dieses Szenario eintreten sollte, macht sich der Sportliche Leiter des TSB Gmünd keine Sorgen. "Wir sind optimal aufgestellt", ist Rilli überzeugt.

Nico Schoch

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