19 neue persönliche Bestzeiten – aber nur sieben Podestplätze

+
Schwimmen, SV Gmünd, Von links: Marie Fuchs, Marit Boomers, Ida Schneider, Kathrin Stotz, Flora Talgner, Heike Stotz, Paula Fuchs.

Athletinnen und Athleten des Gmünder Schwimmvereins 21 Mal im Wasser. 

Stuttgart.

Gmünder Schwimmerinnen und Schwimmer brauchen über die „langen Kanten“ noch intensiveres Ausdauertraining

 Bei den offenen baden-württembergischen Meisterschaften über die „langen Strecken“ auf der 50-Meter- Bahn des Stuttgarter Inselbades erzielten die sieben Mädels und drei Jungs des Schwimmvereins Gmünd bei 21 Starts zwar 19 persönliche Bestzeiten, aber in der offenen Wertung reichte es nur für Marie Fuchs über 400 Meter Lagen als Dritte zu einem Podestplatz. In den Jahrgangswertungen gab es für die Gmünder Schwimmerinnen je drei Silber- und Bronzemedaillen.

Für Björn Koch kommt die im Vergleich zur üppigen Edelmetallflut bei den Titelkämpfen über die Kurz- und Sprintstrecken relativ magere Ausbeute bei den Langstreckenmeisterschaften (400 Meter Lagen, 800 und 1500 Meter Freistil) nicht unerwartet: „Bereits zu Beginn meiner Tätigkeit beim SVG war offensichtlich, dass das notwendige Grundlagentraining in allen Leistungsgruppen nicht genügend ausgeprägt war“. Das habe sich seit dem 15. August 2021 geändert, sagt der neue hauptamtliche Trainer des Schwimmvereins Gmünd. Kochs Credo: „Schwimmen ist eine Ausdauersportart!“. Deshalb hat Koch die Umfänge und die Intensität des Trainings erhöht, nicht nur in der reinen Wasserarbeit, sondern auch im Kraftraum und bei Gymnastikübungen. In den 19 neuen persönlichen Bestleistungen über die nicht so beliebten „langen Kanten“ sieht Björn Koch „die verdiente Belohnung für das intensive Training“. Die Aktiven hätten begriffen, „warum und weshalb wir so hart trainieren - und sie haben mir bestätigt, dass sie von der Notwenigkeit der Ausdauerdisziplinen überzeugt sind, so dass auch der Langstreckenwettkampf Spaß gemacht hat“, freute er sich. Einige SVG-Schwimmerinnen werden deshalb auch in zwei Wochen an den Süddeutschen Meisterschaften über die langen Strecken in Würzburg (26./27.02.) teilnehmen. Für alle gelte fortan die ganze Konzentration auf das Erreichen der Qualifikationsnormen für die Anfang Mai stattfindenden süddeutschen und deutsche Jahrgangsmeisterschaften.

In der Traglufthalle des Inselbades in Untertürkheim war Marie Fuchs (Jahrgang 2005) die einzige Gmünderin, die in der offenen Wertung aller Jugend- und Juniorenjahrgänge sich unter den besten drei platzieren konnte – sie holte mit 5.12,99 Minuten über 400 Meter Lagen die Bronzemedaille; in der Jahrgangswertung bedeutete dies Platz 2 vor ihrer Zwillingsschwester Paula Fuchs, die sich in 5.15.52 Minuten die Bronzemedaille sicherte und über die 800 Meter Freistil in 9.46,97 Minuten Vierte und über 1500 Meter Freistil in 18.40,97 Minuten Fünfte wurde. Überragende Schwimmerin in dieser Altersklasse war Isabel Blasius aus Neustadt, die neben den 400 Meter Lagen auch die 800 Meter und 1500 Meter Freistil für sich entschied. Ida Schneider überzeugte beim Jahrgang 2005 mit einem zweiten Rang über 800 Meter Freistil in 9.30,93 Minuten und Platz 3 über 1500 Meter Freistil in 18.34,38 Minuten sowie Platz 4 über 400 Meter Lagen (5.17,12 Minuten). Über 800 Meter Freistil schlug hinter ihr Kathrin Stotz in 9.30,34 Minuten als Dritte an; diese wurde über 1500 Meter Freistil in 18.39,26 Minuten Vierte und über 400 Meter Lagen in 5.17,34 Minuten Fünfte. Silber sicherte sich bei den Juniorinnen Flora Talgner (Jahrgang 2003) über 800 Meter Freistil in 9.42,86 Minuten.

Keine Medaille, dafür aber einen neuen Vereinsaltersklassenrekord als Fünfte stelle Marit Boomers (Jahrgang 2008) über 800 Meter Freistil in 10,04,72 Minuten auf. Über 400 Meter Lagen schlug sie in 5.36,99 Minuten als Sechste an. Heike Stotz (2007) verfehlte das Podest knapp – als Vierte über 400 Meter Lagen in 5.25,39 Minuten und Fünfte über 800 Meter Freistil in 9.54,81 Minuten.

Die drei Gmünder Jungs verbesserten bei allen Starts ihre Hausrekorde, zu einem Platz auf dem Treppchen fehlten aber noch einige Sekunden – und viel hartes Training. Jan Klein (2005) wurde über 800 Meter Freistil (9.03,12) und 400 Meter Lagen (5.00,81) jeweils Sechster, Lenny Kientz (2007) beendete die 400 Meter Lagen in 5.20,79 als Siebter und die 800 Meter Freistil in 9.35,63 Minuten als Neunter. Johannes Beyer erreichte über 800 Meter Freistil in 9.42,79 Minuten als Neunter das Ziel.

Schwimmen, Baden-Württembergische Meisterschaften, SV Gmünd. Von links: Jan Klein, Lenny Kientz, Johannes Beyer.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

Kommentare