50.000 Euro für den Gmünder Sport

+
Sportler helfen Sportler
  • schließen

Die Aktion „Sportler helfen Sportler“ um Profifußballtrainer Alexander Zorniger stellt auch im nächsten Jahr wieder 10000 Euro zur Verfügung und gibt ihre Förderzusage für weitere fünf Jahre.

Schwäbisch Gmünd

Etwas von dem zurückgeben, „was wir selbst in unserer Kindheit und Jugend erhalten haben.“ Das war die Intention von Gmünds Profifußballtrainer Alexander Zorniger, als er vor fünf Jahren zusammen mit weiteren Gmünder Spitzensportlern die Initiative „Sportler helfen Sportler“ ins Leben rief. 50000 Euro haben Gmünds Sport-Aushängeschilder in den vergangenen vier Jahren an Gmünder Nachwuchsathleten und Vereine ausgeschüttet. „Das ist eine großartige Sache. Dafür möchte ich mich auch im Namen des Gmünder Gemeinderates herzlich bedanken“, betonte Oberbürgermeister Richard Arnold in gemütlicher Runde im schmucken Barockzimmer des Gmünder Rathauses. Das vorweihnachtliche Treffen ist innerhalb weniger Jahre bereits Tradition geworden.

Alexander Zorniger - zuletzt zypriotischer Meistertrainer von Apollon Limassol und heute Chefcoach beim Zweitligisten Greuther Fürth - ließ es sich nicht nehmen, seinen Heimaturlaub dafür zu unterbrechen. Der Einladung von OB Arnold und Sportbürgermeister Christian Baron waren auch Dominik Kaiser, der als Kapitän einst RB Leipzig in die Bundesliga geführt hat und jetzt nach seinem Karriereende in Hannover wahrscheinlich schon bald wieder in Diensten der Leipziger sein wird.

Beniamino Molinari - Co-Trainer von Zorniger in Limassol und zuletzt Co-Trainer beim Bundesligisten Schalke 04 - saß ebenso am Tisch wie Ex-Fußballprofi Andreas Hofmann. Entschuldigen ließen sich der verhinderte Volleyball-Rekordnationalspieler Simon Tischer ebenso wie Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt.

Die Freude angesichts solch hochkarätiger international agierender Sportprominenz war dem Gmünder OB sichtlich ins Gesicht geschrieben. „Ein solche Aktion in einer Stadt ist einmalig“, betonte er und bedankte sich für das Engagement der Protagonisten dieser Initiative. Über 30 Projekte - dazu zählen Einzelsportlerinnen und -sportler ebenso wie von Gruppen und Sportvereine - haben in den vergangenen vier Jahren von der Aktion „Sportler helfen Sportler“ profitiert. Und auch wenn der Fußball am Tisch das dominierende Element war, war es Alexander Zorniger wichtig, zu betonten, dass die Unterstützung gerade solchen Sportarten zugute kommen soll, deren Verbände ihre Sportler nicht in dem Maße finanziell fördern können. Zorniger: „Wenn wir zum Beispiel über die Bezahlung einer Jahres-Bahnfahrkarte nach Stuttgart reden, reden wir über eine Summe, dafür würde sich ein Profikicker nicht die Schuhe binden.“

Antrag einreichen ans Amt für Bildung Sport

10000 Euro werden es auch 2023 sein, die die Gruppe erneut zur Verfügung stellen wird. Wer - egal ob Einzelsportler oder Verein - davon profitieren möchte, sollte zeitnah über das Gmünder Amt für Bildung und Sport einen formlosen Antrag einreichen.

Noch eine frohe Botschaft gab es zu verkünden: Die Aktion, die zunächst auf fünf Jahre befristet worden war und daher 2023 ausgelaufen wäre, wird um weitere fünf Jahre verlängert. Dies gab Dominik Kaiser bekannt. „Das ist grandios, dass ihr weitermacht“, freute sich nicht nur der Vorsitzende des Gmünder Stadtverbandes Sport, Ralf Wiedemann.

Mitglieder der Initiative sind: Die Profifußballtrainer Alexander Zorniger und Beniamino Molinari, die Ex-Fußballprofis Dominik Kaiser und Andreas Hofmann, Ex-Volleyball-Nationalspieler Simon Tischer, Handball-Nationalspieler Kai Häfner. Für Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt ist Weltcup-Springerin Anna Rupprecht neu dabei.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare