Aalen ist raus

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Kein Durchkommen für den VfR Aalen: Sascha Korb (in rot) im Zweikampf mit Pierre Williams (FSV 08 Bissingen).
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VfR Aalen Der Regionalligist verliert beim FSV Bietigheim-Bissingen mit 0:1 und scheidet damit im Achtelfinale aus dem WFV-Pokal.

Bietigheim-Bissingen

So ganz will es in der ersten Halbzeit mit dem Führungstreffer für den VfR Aalen. Zum Achtelfinale ist der Regionalligist von der Ostalb zu Gast beim FSV Bietigheim-Bissingen. Und kommt in der ersten Halbzeit nicht so zum Zug, wie erhofft. Dass es gegen den Oberligisten nicht einfach wird, war der Mannschaft von Cheftrainer Uwe Wolf klar. Denn der FSV ist bissig, spielt aggressiv nach vorne und versucht laufstark den Gast unter Kontrolle zu kriegen. Damit haben die Hausherren schon den Aalener Regionalliga-Konkurrenten der SG Sonnenhof Großaspach aus dem WFV-Pokal gekickt.

Uwe Wolf hatte sich dieses Spiel aufmerksam angeschaut und daraus mit seinem Trainerteam einen Matchplan entwickelt.

Immer wieder versuchen die Aalener, sich nach vorne durchzuspielen, doch die Bietigheimer stören früh, stören den Spielaufbau der Gäste. Die Aalener Offensive kommt dementsprechend schlecht zum Zug. Nach nur 22. Minuten muss Wolf zum ersten Mal wechseln. Nachdem FSV-Schlussmann Moritz Haile gegen Arh Cesen kräftig in die Eisen steigt, versucht es der Aalener zuerst noch mit Zähne zusammenbeißen, aber bald muss er den Platz freimachen für Eduard Heckmann.

Der VfR Aalen spielt erneut keine gute erste Halbzeit im Pokal und hat angesichts von drei, vier guten Chancen der Bissinger eher Glück, hier noch nicht in Rückstand geraten zu sein. Die Gastgeber spielen gut mit und stehen defensiv bis dato ebenfalls sicher, sodass ihr Torwart Henning Bortel bis auf einen Schuss aus spitzem Winkel in der zweiten Minute eigentlich nicht geprüft wurde.

Mit einem 0:0 gehen die Teams in die Kabinen. Kurz nach dem Wiederanpfiff ist nur wenig Unterschied zur ersten Hälfte zu erkennen. Aber der VfR Aalen kommt zu einer großen Torchance: In der 50. Minute fliegt Steffen Kienle ein und setzt zum Kopfball an, aber zu Mark Müllers Flanke fehlt ihm eine Stirnbreite. Das wäre die Großchance auf das 1:0 gewesen.

Die Gastgeber lassen sich davon nicht einschüchtern und bleiben vorne dran, setzen den Favoriten unter Druck. Und das macht sich in der 64. Minute nahezu bezahlt. Doch die Hausherren vergeben ihre Großchance zur Führung: Yannick Toth wird per Lupfer perfekt eingesetzt, überlupft dann seinerseits Layer und Konstantinos Markopoulos köpft nicht ins leere Tor, sondern nur an die Latte. Dann kommt sogar noch Pero Mamic zum Abschluss, aber auch sein Schuss verfehlt das Tor.

In der 67. Minute ist es dann soweit, es folgt das 1:0, das sich schon so lange angekündigt hatte. Stanese rettet nach einem schnellen Angriff zur Ecke. Und dann ist es Mamic, der sich den Ball selbst vorlegt, die Aalener Abwehr schaut tatenlos zu. Mamic verwandelt zur Führung ins lange Eck, Layer ist hier chancenlos.

Dieses Tor sorgt für einen Wendepunkt in der Partie: Bei den Bietigheimern sorgt es für Aufwind, für Selbstbewusstsein und weitere Torchancen. Für Aalen sorgt der Treffer für Probleme, für fehlende Absprachen in der Abwehr.

In der 83. Minute zieht Kindsvater ab, aber sein Schuss geht am rechten Pfosten vorbei. Den Aalenern fehlen die Ideen, die Umsetzungen und muss am Ende, nach 95. gespielten Minuten, nicht nur eine Niederlage, sondern auch das Ausscheiden aus dem WFV-Pokal.

FSV - VfR (0:0) 1:0

VfR: Layer - Stanese, Windmüller, Odabas - Knipfer, Arh Cesen (22. Heckmann), Abruscia, Korb - Herrmann (74. Kindsvater), Müller (63. Volz), Gucciardo (46. Kienle). FSV: Bortel - Haile (62. Bulic), Sarak, Toth, Markopoulos (87. Kasiar), Mamic,Williams, Kunde, Mahler, Gerezgiher (89. Reich), Hemmerich (57. Hoffmann. Tor: 1:0 (68.) Mamic

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