Abenteuer Berglauf-Weltmeisterschaft

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Essinger Läufer, die sich zur Berglauf WM nach Telfes (Österreich) aufgemacht haben und mit einem guten Mittelfeldplatz heimgekehrt sind mit neuen Erfahrungen und Eindrücken. Von links: Stefan Donn, Steffen Böhm, Reiner Lutz und Ralf Damrat.

Essinger Quartett bei der WM in Telfes am Start.

Telfes. Besondere Herausforderungen sind für die Athleten des LAC Essingens seit jeher besonders reizvoll. Und als Corona-bedingt die – von Essingen recht gut erreichbare – Weltmeisterschaft im Berglauf nach Telfes im Stubaital (Österreich) verlegt wurde, konnten vier Athleten dieser Herausforderung nicht widerstehen: Reiner Lutz, Ralf Damrat, Stefan Donn und Steffen Böhm. Rainer und Ralf nutzen diesen Wettkampf zudem als Vorbereitung für die in gut zwei Wochen anstehenden Deutschen Berglaufmeisterschaften.

Die Schlickeralmstrecke ist nach den Angaben der Veranstalter eine der schönsten der Welt, aber auch sehr anspruchsvoll. Und in der Tat zeigte dieser Berglauf alle Facetten, was die Steigungen und die Wegbeschaffung angeht.

Bei bestem Laufwetter begann die Laufstrecke im idyllischen Ort Telfes zunächst mit sanften Steigungen. Doch außerhalb des Ortes waren Steigungen hinauf auf die Almwiesen der Schlick von durchschnittlich 10% zu bewältigen. Die wechselnde Wegbeschaffenheit sorgte für eine zusätzliche Herausforderung: Immer wieder gab es steinige Trails und verblockte Wurzelpfade, so dass hohe Konzentration erforderlich war. Etwas Erholung war nach gut der Hälfte der Strecke bei der Umrundung des Speichersees möglich. Doch dann wurden die Bergläufer auf den letzten 4,5 Kilometern noch einmal richtig gefordert: 10% und auf dem letzten Kilometer 15% bis 20% Steigung sorgten für insgesamt 1157 Höhenmetern auf der 11,5km-langen Strecke.

Erschöpft, aber sehr zufrieden erreichten die Essinger Bergläufer in 2109 Meter Höhe das Ziel auf dem Kreuzjoch. In dem 81-köpfigen Teilnehmerfeld konnten sich die Essinger im guten Mittelfeld platzieren.

Der am 18.09.2021 als Deutsche Meisterschaften anstehende Berglauf mit 639 Höhenmetern auf der gut sieben Kilometer langen Strecke mutet im Vergleich dieser großartigen Leistungen eher einfach an…

Helmut Gentner

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