Aggressive Abwehr als Schlüssel zum Sieg

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Handball, Bezirksklasse Männer: HSG Oberkochen/Königsbronn bezwingt TSV Bartenbach 33:22

Königsbronn.

Mit einem unerwartet deutlichen 33:22-Sieg bezwang die HSG Oberkochen/Königsbronn am Samstag den Tabellenzweiten, den TSV Bartenbach. Der Grundstein für den auch in dieser Höhe verdienten Heimerfolg legte die Hoga-Truppe in der Defensive.

Von Beginn an agierten die Gastgeber aus einer aggressiven 5:1-Deckung und ließen den Bartenbacher Rückraum kaum zu nennenswerten Chancen kommen. Was dennoch aufs HSG-Gehäuse kam war zumeist kein Problem für den gut haltenden Gnatzig im Tor.

Im Angriff eröffnete Engel mit einem Rückraumkracher das Toreschießen. Da aber auch die HSG-Schützen ihr Visier noch nicht richtig eingestellt hatten, entwickelte sich in den ersten Minuten eine torarme Partie. Den Zuschauern in der Herwartsteinhalle bot sich eine eher zerfahrene erste Viertelstunde an deren Ende das Spiel beim 5:5 noch ausgeglichen war. In den kommenden Minuten sorgte dann vor allem Tim Siegels für frischen Wind im HSG-Angriff. Sowohl durch seine bekannt starken Würfe aus dem Rückraum als auch von der Außenposition sorgte Siegels für wichtige Treffer. Mit einem schönen Diagonalpass setzte er zudem Rückkehrer Timo Grohlser gekonnt in Szene, der nach knapp 22 Minuten beim 11:7 erstmals eine etwas deutlichere Führung für die Gastgeber herauswerfen konnte.

Danach leisteten sich die Blau-Gelben leider wieder einige zu unkonzentrierte Abschlüsse und versäumten es so, sich weiter absetzen zu können. Zum Glück für die HSG lief nun der eingewechselte Stanke hinter der weiterhin guten Abwehr zu Höchstform auf. Bezeichnender Weise fischte der HSG-Keeper in letzter Sekunde noch einen Rückraumkracher der Gäste aus dem Winkel und sicherte seinen Farben so die 15:11-Führung zur Halbzeit.

Nach der Pause knüpfte die Spielgemeinschaft nahtlos an die Leistung der ersten 30 Minuten an. Die HSG-Deckung in Person des bissigen Basti Wittek auf der vorgezogenen Abwehrposition ließ die Göppinger Vorstädter weiterhin nicht zur Entfaltung kommen. Im Angriff schafften es Hafner und Co. jetzt auch immer wieder, einfache Treffer aus dem Rückraum zu erzielen. Bis zur 40. Minute wuchs der Vorsprung der HSG so bis auf acht Tore an und der Gäste-Coach sah sich zu seiner nächsten Auszeit gezwungen.

Mehr als ein kurzes Aufbäumen der Gäste sollte aber nicht folgen, auch die Umstellung auf eine offensive Abwehrvariante mit enger Deckung für zwei HSGler sollte keinen Erfolg für den Tabellenzweiten bringen. Im Gegenteil: Nun waren es vor allem die quirligen Rückraumspieler sowie Schmid vom Kreis, die für die notwendigen Tore für die Gastgeber sorgten. Erneut war es Siegels, der mit einer kurzen starken Phase erstmals für einen 10-Tore-Vorsprung sorgte. Beim 26:16 in der 49. Minute war die Partie damit bereits so gut wie entschieden. In der Folge schaltete die HSG merklich einen Gang zurück, somit konnte nun auch der TSV einige leichte Treffer insbesondere vom Kreis erzielen. Näher als auf 29:22 kamen die Gäste aber nicht mehr ran, die letzten drei Minuten standen dann wieder stellvertretend für das gesamte Spiel. In der Defensive erzielten die Gastgeber Ballgewinne, die Lumpp und zweimal Wittek per Gegenstoß zum Endstand von 33:22 im TSV-Gehäuse unterbringen konnten.

Eine ähnliche Topleistung in der Abwehr wird es auch am kommenden Wochenende brauchen, dann ist die Hoga-Truppe zu Gast beim nächsten Spitzenteam der Bezirksliga, dem TSV Heiningen 2.

 HSG : Stanke, Gnatzig; Lumpp (2), Siegels (7), Eckardt (1), Wittek (5), Balle, Hafner (7/3), Ludwig (2), Schneider (3), Engel (1), Stehle (1), Schmied (2), Grohsler (2)

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