„Alarmstufe bricht uns das Genick“

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Gegen die VSG Mannheim fehlt der DJK am Samstag die halbe Mannschaft.

Schwäbisch Gmünd. Endlich kann die DJK wieder in der heimischen Halle spielen. Die Römersporthalle in Straßdorf steht am Samstag um 19 Uhr wieder als Spielort zur Verfügung. Zu Gast wird die VSG Mannheim sein, die nach einem kleinen Lauf und zuletzt einer starken 2:3-Niederlage gegen Tabellenführer TV Villingen auf dem dritten Tabellenplatz steht. Die DJK steht hingegen nach der 0:3-Niederlage in Tübingen auf dem neunten Platz und muss dringend wieder Punkte holen. Ob dies gegen Mannheim möglich sein wird, wird man am Samstag sehen. Allerdings hat die DJK dabei mit großen Personalproblemen zu kämpfen, es fehlen mindestens fünf Spielerinnen und der Gast hat einen Lauf.

Die Mannheimerinnen spielten zuletzt stark und haben eine erfahrene Mannschaft. „Die behalten in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf, genau das was uns fehlt“, so DJK-Trainer Hannes Bosch. Dazu kommen beim Gegner noch zwei starke Außenangreiferinnen, die den Gmünder Einhörner am Samstag sicherlich immer wieder Probleme bereiten werden. Daher ist es klar, dass die DJK nur Außenseiter sein wird. „Diese Rolle steht uns aber gut. Wenn man nicht erwartet, dass wir etwas holen können, dann nutzen wir die Chancen öfters. Und grade vor heimischem Publikum haben wir bislang immer Punkte geholt“, blickt Hannes Bosch voraus. Der Tabellenstand ist dem Trainer dabei aber egal. „In dieser Liga haben schon einige Mannschaften eine vermeintliche Überraschung geschafft, auf die Tabelle schaue ich kurz vor Saisonende.“ Und so hat auch Mannheim in den vergangenen Spielen stark davon profitiert, dass andere Teams an der Tabellenspitze sich gegenseitig die Punkte gestohlen haben.

Schwieriger wird hingegen die personelle Situation. Denn in der Alarmstufe dürfen nur noch geimpfte oder genesene Spielerinnen antreten, frei testen geht nicht mehr. Und grade hier werden der DJK dann am Samstag zwei Leistungsträgerinnen fehlen, auf die beides nicht zutrifft. „Die Alarmstufe bricht uns dann das Genick, das muss man leider sagen“, so Bosch. Welche Spielerinnen deswegen am Samstag fehlen werden, will der Trainer nicht verraten, allerdings werde es sich auf dem Spielfeld deutlich bemerkbar machen. So werden in jeden Fall Svenja Baur, Stefanie Grün, Julia Stangl, Patricia Humboldt und Hanna Arnholdt fehlen. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter Stammspielerin Paloma-Rebecca Kraft. Damit tritt die DJK quasi mit nur der halben Mannschaft an.

Kann die DJK aufholen?

Und ob die junge DJK-Mannschaft wirklich gegen das erfahrene Mannheimer Team, mit Verstärkung einer ehemaligen Zweitliga-Spielerin im Angriff, bestehen kann, wird man am Samstag sehen. Die Gäste wollen auf jeden Fall siegen, um den Anschluss nach oben zu behalten oder sogar noch weiter nach vorne kommen zu können. Schließlich spielen mit Ludwigsburg gegen Tübingen und Heidelberg gegen Fellbach die anderen Topteams gegeneinander wovon mindestens zwei dann Punkte lassen werden. Und auch die DJK könnte mit einem Sieg aufholen, denn Verfolger Karlsruhe-Beiertheim II spielt gegen den Tabellensiebten Freiburg und der direkte Konkurrent TV Rottenburg (punktgleich mit fünf Punkten) darf sich beim Spitzenreiter Villingen sicherlich nicht zu große Hoffnungen machen.

Jan-Philipp Strobel

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