Ali Odabas trifft in der Nachspielzeit

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Später Jubel beim Favoriten: Der VfR Aalen mit (von links) Gino Windmüller, Ali Odabas, Kristjan Arh Cesen und Alessandro Abruscia hat den Göppinger SV dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit 2:1 (1:0) besiegt und steht damit in der zweiten Runde im WFV-Pokal.
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Später Jubel im packenden WFV-Pokalkrimi: Der Regionalligist muss lange zittern und gewinnt durch einen Treffer in der 93. Minute mit 2:1 (1:0) beim Oberligisten Göppinger SV.

Göppingen

Die meisten der knapp 1200 Zuschauer hatten sich bereits auf eine Verlängerung eingestellt. Dann stand Neuzugang Ali Odabas goldrichtig und drückte den Ball zum 2:1 (1:0)-Sieg für den VfR Aalen über die Linie. Ausgelassener Jubel beim Regionalligisten, Frust beim Göppinger SV.

Na also, der VfR Aalen kann's doch im WFV-Pokal. Mit viel Leidenschaft und dem nötigen Glück ist der Regionalligist am Freitagabend in die zweite Runde eingezogen. Dort trifft die Elf von Trainer Uwe Wolf am Mittwochabend (Anpfiff: 18.30 Uhr) auf den Sieger der Partie SC Geislingen gegen den TSV Köngen.

In Göppingen war's ein hartes Stück Arbeit, ehe der knappe Erfolg eingefahren war. Entscheidend waren letztendlich eine frühe Führung und der sehr späte Siegtreffer.

Es ging gut los für den Favoriten. Die Stadionuhr zeigte 0:59 Minuten an, als die Pfeife von Zweitliga-Schiedsrichter Manuel Bergmann ertönte: Elfmeter! Alessandro Abruscia verwandelte sicher zum 1:0 (2.). Mit der Führung im Rücken setzten die Ostälbler den Gegner früh unter Druck und zwangen diesen zu Fehlern. Allerdings: Der Oberligist wurde immer mutiger, und der VfR Aalen verlor plötzlich seine Souveränität. Ärgerlich für Uwe Wolf: die vielen Standards, die seine Elf gegen die wuchtigen Göppinger zuließ. Und die sorgten für viel Gefahr vor dem Tor von Keeper Daniel Bernhardt. Filip Milisic köpfte nach einem Freistoß völlig freistehend am Tor vorbei (9.). Janick Schramm (22.) vergab die nächste Großchance. Solche hatte aber auch der VfR Aalen. Sean Seitz traf aus spitzem Winkel den Außenpfosten (26.), und Mark Müller hob den Ball völlig frei vor GSV-Keeper Marcel Schleicher übers Tor (34.). Das hätte das 2:0 sein müssen! „Wir haben es versäumt, den Sack zuzumachen“, sagt Wolf.

Nach der Halbzeitpause änderte sich wenig. Die vehement auf den Ausgleich drängenden Gastgeber kamen immer wieder zu guten Möglichkeiten - meist nach ruhenden Bällen. Und eine solche Standardsituation führte dann auch zum 1:1. Einen Eckball köpfte Tim Schraml ein, Bernhardt war chancenlos (65.).

Uwe Wolf wechselt offensiv

Wolf reagierte mutig, brachte mit Jonas Arcalean und Steffen Kienle zwei neue Offensivkräfte. Nun dominierte der Regionalligist das Geschehen, vor allem Arcalean brachte viel Schwung ins Angriffsspiel. Der Neuzugang war es auch, der per Kopf die nächste gute Möglichkeit hatte (76.). Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, fiel doch noch die Entscheidung. Einen Freistoß von Abruscia verlängerte Gino Windmüller mit dem Kopf, Odabas stand richtig - 2:1 (90.+3). Zum Schluss gab's noch Tumulte auf dem Platz - und danach jubelnde Aalener.

„Das war ein absolutes Mentalitätsspiel, die Mannschaft hat bis zum Schluss an sich geglaubt“, sagt Wolf. Es sei wichtig gewesen, eine Runde weiterzukommen. „Das haben wir getan, damit ist die Aufgabe erledigt.“

Göppingen - VfR Aalen 1:2 (0:1)

GSV: Schleichter - Clauß (90.+2 Renner), Ivezic, Milisic, Loser - Brück, Schraml - Schramm (64 Neziri), Hölzli (79. Ziesche), Piljek (75. Fennell) - Lekaj

VfR: Bernhardt - Windmüller, Stanese, Odabas - Volz, Abruscia, Elfadli, Heckmann (71. Kienle) - M. Müller, Seitz (60. Arcalean / 90.+2 Herrmann), Kindsvater (66. Cesen)

Tore: 0:1 Abruscia (2. / Foulelfmeter), 1:1 Schraml 65.), 1:2 Odabas (90.+3)

Gelbe Karten: Hölzli, Neziri, Schleicher, Ivezic / -

Schiedsrichter: Manuel Bergmann

Zuschauer: 1150

Wir haben es versäumt, den Sack zuzumachen.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

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