All-Stars des TSB Gmünd drehen nach der Pause auf

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Zum letzten Mal für den TSB Gmünd am Ball: Aaron Fröhlich (13) hat sich im „Legendenspiel“ verabschiedet. Die Partie zwischen dem TSB 2022 und den All-Stars begeisterte 300 Zuschauer.

Der TSB Gmünd feiert ein Handballfest mit vielen Bekannten. Eine verjüngte TSB-Mannschaft glänzt zuerst, dann schlägt die Aufstiegsmannschaft von 2014 zurück und gewinnt mit 22:16 (7:9). 

Handball-Bundesligaspieler genießen Zeit mit Ex-Kameraden und Fans

Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB © HOJ
Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Djibril M‘Bengue und Max Häfner zurück beim TSB
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Schwäbisch Gmünd. Direkt nach Spielende kam Michael Stettner auf seinen Trainerkollegen Michael Hieber zu und fragte schelmisch: „Wie viel hast du dem Schiri eigentlich für diese Leistung zugesteckt?“ Sein Gegenüber konnte darüber nur lachen: „Wenn einer Mannschaft die Luft ausgeht, ist das die erste Ausrede.“ Tatsächlich hatte TSB-Schiedsrichter Holger Sohnle vieles laufen lassen. Das Wichtigste war aber, dass die rund 300 Zuschauer beim All-Star-Game voll auf ihre Kosten gekommen waren.
Viele ehemalige Spieler, altbekannte Spielzüge und fein herausgespielte Tore – von allem war etwas dabei. Und der neue Coach des Oberligisten stellte fest: „Es war nie das Ziel, aus diesem Spiel einen sportlichen Wert herauszuziehen.“

Wobei seine extrem junge Mannschaft ihr Potenzial durchaus aufblitzen ließ. Zu Beginn sah es ganz danach aus, als würde die Stettner-Sieben dem Aufstiegsteam von 2014 das Fell über die Ohren ziehen. Als Neuzugang Moritz Werner erstmals für die „Jets“ einnetzte, stand es bereits 5:0. Trotz des hohen Rückstandes blieb Hieber auf der Bank ganz gelassen: „Ich kenne ja meine Mannschaft.“ Stolze achteinhalb Minuten brauchte es, bis Wolfgang Bächle den ersten Treffer für die „Legenden in Blau“ erzielte. „Die Nervosität war hoch, vielleicht weil wir uns so lange schon nicht mehr gesehen haben“, fand Bächle: „Doch mit der Zeit haben wir immer besser ins Spiel gefunden.“ Sebastian Göth, avancierte sich mit vier Treffern zum besten Schützen seines Teams. Aaron Fröhlich glänzte währenddessen mit einem gewohnt souveränen Kempa-Treffer, auf der Gegenseite entzückte Jonas Waldenmaier die Fans mit einem Dreher vom Kreis und Rückkehrer Andreas Maier war gleich einmal mit einem kräftigen Schlagwurf erfolgreich. Bis zur Pause tasteten sich die All-Stars immer weiter heran. Beim Halbzeitpfiff stand‘s 7:9. „Zur Halbzeit hat sich der Sportliche Leiter schon über uns lustig gemacht, doch damit hat er einen Fehler gemacht“, konnte sich Hieber einen kleinen Seitenhieb auf seinen Freund Jürgen Rilli nicht verkneifen. Zur Motivationsspritze taugte das „Missverständnis“ aber allemal. Ebenso wie die Aussage von Teambetreuer Oliver Gaiser, einer der Architekten des Aufstiegs von 2014: „Die Jungs sollten sich vorstellen, es ist das Endspiel gegen den Abstieg ...“

Die Grenzen aufgezeigt

Und genauso kam es. Nach Wiederanpfiff wurden die „Oldies“ immer mehr zu „Goldies“. Zunächst erhöhte die junge Generation ihrerseits auf 11:8, doch immer mehr gewannen die All-Stars die Oberhand. „Es war ein hartes Stück Arbeit, doch wir haben an den richtigen Stellschrauben gedreht, um den Jungen die Grenzen aufzuzeigen“, bilanzierte Hieber. Beim 12:13 stellte Göth den Anschluss her, nach einer halben Stunde gelang der Ausgleich. Der Torschütze: Ein 17-Jähriger. TSB A-Junior Manuel Menz war kurzfristig ins Team berufen worden. Die erstmalige Führung für die All-Stars erzielt dann ausgerechnet Kreisläufer Jonas Waldenmaier.

Die Hauptrolle nahm schließlich der Spieler ein, der den weitesten Weg nach Gmünd zurückgelegt hatte. Torwart Christoph Engler, der mit seiner Frau Emily seit einigen Jahren in Michigan (USA) lebt, musste zunächst seinen kleinen Sohn einfangen, der zu ihm aufs Spielfeld gerannt war. Direkt danach brachte Engler sein Team mit zwei Paraden auf die Siegerstraße. Das Ensemble der TSB-Legenden spielte sich förmlich in einen Rausch und zeigten ihre gesamte Klasse. Torjäger Fröhlich machte den 22:16-Endstand perfekt. „Es ist immer schwierig, spektakuläre Szenen vorzuplanen, doch in der zweiten Halbzeit waren viele schöne Aktionen dabei“, brachte es Hieber auf den Punkt.

Rilli gratulierte fair. Auch Tom Abt, der als Spielmacher die Nachfolge von Fröhlich antritt, konnte die Niederlage gut verschmerzen. „Die Erfahrung hat eine Rolle gespielt, die All-Stars waren einfach kühler im Kopf“, sagte der 19-Jährige.

TSB 2022 – TSB All-Stars 16:22
TSB 2022: D. Mühleisen, Füchtner – Zimmermann (7), Werner (3), S. Mühleisen (2), Rascher (1), Waldenmaier (1), A. Maier (1), Schwenk (1/1), Abt, Valentin Pick, Vincent Pick, Pleißner, Kiesel, Krazer – Trainer: Michael Stettner, Volker Haiser⋌
TSB All-Stars: Fabian, Engler, Neukamm – S. Göth (4), Bächle (3), A. Fröhlich (3), Jonas Waldenmaier (3), Frey (2), Negwer (2), Boizesan (2/2), F. Häfner (1), Waibel (1), Menz (1), Czypull, J. Häfner, Schamberger, Steiner – Trainer: Michael Hieber, Manuel Zaksek

Nico Schoch

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