Sportmosaik Alexander Haag über eine späte Einsicht und einen kuriosen Rücktritt

Als Zorniger gegen die Wand lief

+
Alexander Haag

Alexander Zorniger ist ein Trainer, der von sich überzeugt ist. Und auch einer, der aus Fehlern lernt. Das hat er jetzt in einem Interview gezeigt. „Die zwei Stationen - Bröndby und Apollon Limassol - davor hätten mich ein bisschen besser mit der Bundesliga umgehen lassen. Das muss ich leider zugeben“, sagt der Fußballlehrer rückblickend auf seine Zeit beim VfB Stuttgart im Jahr 2015.

Und warum? „Weil ich einfach in der Bundesliga damals gegen jede Wand gelaufen bin, die sich mir in den Wand gestellt hat.“ Er habe in Dänemark und auf Zypern gelernt, dass „du ab und zu einfach nicht mehr weiterkommst, wenn du immer nur versuchst, durch die geschlossenen Türen zu rennen ...“

Der nächste Vertrag ist unterschrieben: Jonas Arcalean hat sein Arbeitspapier beim Regionalligisten VfR Aalen vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 30. Juni 2023 verlängert. „Wir sind von seinem Potenzial absolut überzeugt“, sagt Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Das erste halbe Jahr war kein einfaches für Jonas Arcalean. Der Offensivspieler, der im Sommer vom FC Gießen auf die Ostalb gewechselt ist, stand lediglich in sechs Regionalligapartien auf dem Platz. Ausbeute: ein Tor und ein Assist. Davor und vor allem danach wurde Jonas Arcalean von langwierigen Verletzungen gestoppt. Giuseppe Lepore stellt klar, dass „wir den Weg bis zu seiner vollständigen Genesung gemeinsam mit Jonas gehen werden“.

Bleiben noch 15 Kandidaten, deren Verträge beim VfR Aalen im Sommer auslaufen. Einer davon: Tim Paterok. Der Torwart wurde im September nachverpflichtet und hat dann sofort Matthias Layer als Nummer eins verdrängt. Diese Rolle kann sich der 29-Jährige auch künftig beim VfR Aalen vorstellen. „Meine Familie fühlt sich auf der Ostalb sehr wohl, und wir haben uns super eingelebt.“ Auch mit dem Schwäbischen hat der gebürtige Paderborner kein Problem. „Ich war ja zuvor schon in Hoffenheim ...“

Es gab schon viele kuriose Trainerrücktritte. Ein weiterer ist beim TSV Ilshofen dazugekommen. Julian Metzger hat sein Engagement beim Oberligisten beendet, weil sich die Mannschaft gegen eine neue Sitzordnung in der Kabine aussprach. Der 28-Jährige wollte nach der enttäuschenden Hinrunde einiges hinterfragen. Und Grüppchenbildungen ausschließen. Deshalb die neue Sitzordnung. Diese kam nicht gut an. „Hier gibt es keine Profis, die Jungs wollen nach der Arbeit neben ihrem Kumpel sitzen“, sagt Kapitän Lukas Lienert. Mit Metzger ist übrigens das gesamte Trainerteam zurückgetreten, dazu gehört auch Silas Probst, der vor der Winterpause als Physiotherapeut beim VfR Aalen gearbeitet hat.

Giuseppe Lepore ist dieser Rücktritt nicht verborgen geblieben. Weshalb er Silas Probst als weitere Übergangslösung verpflichten wollte, bis der neue Physiotherapeut aus der Quarantäne kommt und seine Arbeit beim VfR Aalen aufnehmen kann. Dieser Neue heißt Stoyan Nedkov Aleksiev und kommt aus Bulgarien. Weil der aber positiv auf das Coronavirus getestet wurde, darf er derzeit nicht nach Deutschland einreisen. Und auch Probst kann nicht einspringen, auch er ist krank.

„Alter Hase für junge Truppe. #neueskapitel.“ So präsentiert sich Fabian Menig auf Instagram und gibt damit seinen Vereinswechsel bekannt. Der 27-jährige Verteidiger ist in der Winterpause vom Hallescher FC zum 1. FC Nürnberg II gewechselt, Menig war einst einer der Publikumslieblinge beim VfR Aalen. Er kam nach dem Zweitliga-Abstieg im Sommer 2015 auf Leihbasis vom Bundesligisten SC Freiburg, ehe er im Sommer 2017 zu Preußen Münster weiterzog.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare