An der Stätte des Triumphs

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In der Fußball Oberliga hatten die Sportfreunde Dorfmerkingen (rot) die Neckarsulmer SU (blau) zu Gast.

Dorfmerkingen tritt am Samstag beim Meisterschaftsfavoriten Stuttgarter Kickers an - und erinnert sich an Erfolge.

Neresheim-Dorfmerkingen.

Das Spiel beim Tabellenzweiten und Mitaufstiegsfavoriten Stuttgarter Kickers am Samstag um 14 Uhr ist natürlich ein spezielles Spiel für die Sportfreunde Dorfmerkingen. 2017 war es, als die Sportfreunde mit der Landesligamannschaft den damaligen Regionalligisten in dessen Stadion mit 3:1 schlugen, sensationell den Pokal gewannen und damit den Einzug in die DFB-Pokalrunde gegen RB Leipzig schafften. Mit Zech, Janik, Schiele, Scherer, Nietzer und Weiß stehen immer noch sechs Spieler der damaligen Mannschaft im Oberligakader. Bei den Kickers ist kein einziger Spieler von damals mehr dabei, aber die Niederlage nagt immer noch am Selbstverständnis der Stuttgarter Kickers.

Diesmal sind die Voraussetzungen noch klarer auf Seiten der Kickers. Von den erwähnten Spielern der Sportfreunde stand nur Fabian Janik im letzten Spiel in der Anfangsformation gegen Neckarsulm. Alle anderen kämpfen sich momentan nach Rückschlägen wieder zurück ins Team. Zech, Scherer und Weiß stehen wieder zur Verfügung, bei Michael Schiele und Daniel Nietzer ist ein Einsatz ausgeschlossen. Auch die Zielsetzungen sind klar verteilt. Während die Sportfreunde sich längst auf Abstiegskampf eingestellt haben, wollen die Kickers endlich den Aufstieg schaffen und in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga aufspielen.

Viele Widrigkeiten und auch etliches Pech verhinderten, dass vor Beginn des letzten Vorrundenspiels mehr als 16 Punkte auf der Habenseite der Sportfreunde stehen. Trainer Dietterle erinnerte die Mannschaft an die Art und Weise wie das Pokalendspiel 2017 ablief. Es war sensationell, wie die Mannschaft nicht nur miteinander, sondern füreinander spielte, zusammen mit einem Dorf, das zu 1000 Prozent hinter dem Team stand, Degerlochs Höhen eroberte.

Nun weiß man selbstverständlich bei den Sportfreunden, dass nostalgische positive Erinnerungen keine Punkte bringen, aktuell ist die Mannschaft der Kickers auf jeder Position regionalligareif besetzt und der neue Trainer Mustafa Ünal hat praktisch die Qual der Wahl, vor allem in der Offensive. Dickelhuber, Obernosterer, Baroudi, Hoxha, Riehle drängen auf ihren Einsatz und auch der langjährige Torjäger Tunjic hat seine Verletzung überwunden und steht wieder zur Verfügung.

Im zentralen Mittelfeld zieht der mit allen Wassern gewaschene Campagna die Fäden und setzt die überaus offensiven Außenverteidiger Moos und Kammerbauer in Szene. Viel Arbeit kommt also auf die Defensive der Sportfreunde zu. Trainer Dietterle hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass im Fußball vieles möglich ist, dass man nicht in Ehrfurcht erstarren darf und vor lauter Bewunderung vergisst, selbst zu agieren. Er bestätigte der Mannschaft außerdem, dass sie in den Dingen, in denen man niemanden enttäuschen darf, nämlich bei Einstellung und Aufopferung, jederzeit überzeugt hat. Dies forderte er auch für die Begegnung mit den Kickers in Stuttgart.

Spielbeginn im Gazi Stadion: 14 Uhr, Abfahrt des Mannschaftsbusses: 10.30 Uhr, Abfahrt des Fan Busses: 11.30 Uhr an der Röser Arena.

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