Andreas Wolpert sucht das Extreme für guten Zweck

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Andreas Wolpert (rechts) bestreitet den Swissman in Ellwangen.

Der Ausdauersportler will in Ellwangen einen Triathlon mit über 5500 Höhenmetern absolvieren.

Ellwangen. Andreas Wolpert liebt die bergige Langdistanz: Als Triathlet hat er in den vergangenen Jahren viele Erfolge bei den sogenannten „XTreme Triathlons“ gesammelt, war bei prestigeträchtigen Großveranstaltungen wie dem Norseman in Norwegen sowie dem Inferno Triathlon und dem Swissman in der Schweiz am Start. 2014 gewann er den Swissman sogar, bei dem er 2020 wieder starten wollte – doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung.

„Meine Frau hatte mir zum 40. Geburtstag noch einmal die Teilnahme geschenkt, obwohl ich eigentlich mit den großen Rennen aufhören wollte“, blickt Wolpert zurück. Der Karriereschlusspunkt fiel 2020 wegen der Corona-Pandemie aus und auch für das Jahr 2021 wurde das Rennen abgesagt. „Ich war schon ins Training eingestiegen und dachte mir, wohin mit der Form?“, schildert Wolpert, bei dem der Gedanke reifte, in seiner Heimatstadt Ellwangen an der ersatzweise ausgerufenen virtuellen Swissman Challenge teilzunehmen. „Um dem Ganzen mehr Sinn zu verleihen, will ich mit der Aktion Spenden für den guten Zweck sammeln,“ sagt er.

Wolperts Tagesprogramm am Samstag, 10. Juli: 3,8 Kilometer Schwimmen im Kressbachsee, 180 Kilometer Radfahren mit 3770 Höhenmetern und 42 Kilometer Laufen mit 1980 Höhenmetern – das gleiche Programm wie es die Originalstrecke des Swissman vorsieht.

Für „Unterwegs gegen Krebs“

Schon 2014 hatte Wolpert der Spendenhintergrund zugunsten der Organisation „Unterwegs gegen Krebs“ zur Höchstleistung getrieben, als er das Rennen in der Schweiz sensationell gewann. Nun soll wieder über „Unterwegs gegen Krebs“ für einen guten Zweck gesammelt werden: Für die Malteser Dienste für Kinder aus Aalen, einem Kinderhospizdienst. „Ich werde einen Tag lang kämpfen – andere Kämpfe dauern viel länger“, sagt Wolpert über die wichtige Hilfsleistung, die Familien bei der Pflege schwerstkranker Kinder unterstützt.

Schwimmen im Kressbachsee

Wolperts Mammutprogramm soll für Aufmerksamkeit sorgen, schließlich wird er am Wettkampftag auf den Ellwanger Straßen regelmäßig zu sehen sein. Um die geforderten Höhenmeter zu schaffen, hat er sich sehr spezielle Strecken vorgenommen: Nach dem Schwimmen im Kressbachsee (Start: 6 Uhr) geht es auf eine Pendelstrecke mit dem Rad über Holbach und Eigenzell nach Ellenberg und zurück. Rund 15 Mal wird er die Distanz absolvieren. Dann geht es den steilen Kappellenweg hinauf auf den Schönenberg und anschließend hoch aufs Schloss, insgesamt rund 20 Mal: „Nur so kann ich die geforderten 1980 Höhenmeter auf 42 Kilometer schaffen“, sagt Wolpert, der mit einer Renndauer von 12 oder 13 Stunden rechnet.

Von einer größeren Rahmenorganisation habe man aufgrund der nach wie vor herrschenden Corona-Regeln verzichtet, sagt Wolpert, der dennoch hofft, viele Unterstützer zu motivieren. „Ich will nicht nur alleine vor mich hinrennen, sondern dem Ganzen als lokale Aktion einen Sinn geben.“

Wer die Aktion unterstützen will kann ab sofort Spenden an: Unterwegs gegen Krebs e.V., IBAN: DE07 6145 0050 1000 6891 07

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