Lesermeinung

Argumente nur Alibi-Charakter

Thema:   Insolvenz des VfR Aalen (Vgl. Schwäpo vom 27.10: Der Verein hat kein Gesicht)

„Es kam, wie es kommen musste: Der VfR Aalen ist erneut insolvent. In einem Anflug von Fatalismus haben die Vereinsverantwortlichen in ihrer Presseerklärung nur schwer nachvollziehbare Gründe dafür angeführt. Argumente wie Corona, Ukraine-Krieg und Inflation haben Alibi-Charakter und sind einfach lächerlich. Kollektives Versagen und Missmanagement seitens der Vereinsführung werden mit keiner Silbe erwähnt. Jedenfalls mutet es seltsam an, dass der VfR bis jetzt der einzige Verein ist, den das schwere Los der Insolvenz traf, wo doch Vereine mit kleinerem Etat und geringeren Zuschauerzahlen in derselben Liga spielen. Die wahre Ursache liegt allerdings woanders. Geballte Inkompetenz unprofessionell agierender Dilettanten, die noch nie einen Kickstiefel geschnürt haben, ist für den Niedergang primär verantwortlich. So machte sich beispielsweise das langjährige Fan-Idol  Daniel Bernhardt vom Acker, weil ihm keine ausreichende berufliche Perspektive in Aussicht gestellt wurde. Und ein engagierter Trainer mit visionären Zielen, der den Fußball vorlebte und bei den Fans beliebt war, wurde wegen Majestätsbeleidigung geschasst (...). Noch-Geschäftsführer Lepore, der von Anfang an wie ein Fremdkörper, um nicht zu sagen wie Falschgeld, im Vereinsgefüge wirkte, konnte, wenngleich im operativen Geschäft heillos überfordert, nach Gutdünken schalten und walten, wobei er nie den richtigen Draht zum Vereinsumfeld fand.“

Dr. Kurt-Helmut Scheidle,

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