Arthur Abele feiert seinen Abschied

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Arthur Abele aus Hüttlingen beendet seine Karriere.

Der amtierende Europameister und Zehnkämpfer aus Hüttlingen wird zum letzten Mal bei einem Großereignis an den Start gehen.

Ulm / Hüttlingen

Ja, es wird mein letzter Zehnkampf werden“, sagte Arthur Abele wenige Tage vor Beginn der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den European Championships in München. Entsprechend emotional werden die Wettkampftage am Montag und Dienstag für den Athleten des SSV Ulm 1846: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zehnkampf hat mich unglaublich lange geprägt und bleibt immer Teil meines Lebens.“

Als Titelverteidiger reist Abele zu den Europameisterschaften. Vor vier Jahren gewann der Ulmer im Berliner Olympiastadion überraschend die Goldmedaille. Seitdem plagten den 36-Jährigen zahlreiche Verletzungen, zuletzt war die Schulter lädiert. Sein letzter beendeter Zehnkampf ist inzwischen fast vier Jahre her.

Abele will unter die Top Acht

Eine Medaille bei den diesjährigen Titelkämpfen wird für den erfahrenen Athleten schwierig, trotzdem hat Abele Ambitionen: „Ich möchte unter die Top Acht, mit dem Anspruch gehe ich am Montag auch ins Stadion.“

Die Schulter, die ihm zuletzt Probleme bereitete und die mit Schrauben fixiert ist, hält. Mit dem Diskuswerfen und Kugelstoßen ist Abele zufrieden, lediglich im Speerwurf werde er ein paar Punkte liegen lassen. „Alles andere läuft im Training echt gut“, zeigt sich der Zehnkämpfer optimistisch und freut sich auf die Heim-EM: „Es ist etwas ganz besonderes. Man erlebt den besonderen Hype und schwebt auf einer Wolke.“

Gleiches gilt auch für Abeles Teamkollegen Tim Nowak: „Das Münchener Olympiastadion ist etwas ganz besonderes mit einer tollen Atmosphäre.“ Der 26-Jährige möchte nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft in Eugene (Oregon) vor wenigen Wochen Wiedergutmachung leisten. Wegen eines „Salto Nullo“ belegte er am Ende nur Rang 18 . „Bei der WM ist vieles schiefgegangen. Muskulär und mit dem Magen hatte ich Probleme.“

Kämpferisch zeigt sich der Athlet des SSV Ulm 1846, der zwei Tage vor Beginn der Wettbewerbe seinen 27. Geburtstag feiert, in den letzten Trainingseinheiten vor dem Saisonhighlight. „Wir haben uns nach der Rückreise vor? allem auf die Regeneration fokussiert und konnten alle Probleme ausmerzen.“

Eine konkrete Platzierung schwebt Nowak bei der EM nicht vor, „ich möchte mich eher auf mich selbst konzentrieren und eine Bestleistung, also über 8300 Punkte, erreichen.“

Startschuss ist am Montag um 10.05 Uhr (ZDF) mit dem 100-Meter-Lauf.

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