„Auch ich träume von Olympia“

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Carolin Morassi von der Aalener Sportallianz.
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Deutsche Vizemeisterin auf Kurz- und Langbahn über 200 m Schmetterling - Carolin Morassi ist im Jahr 2021 in der deutschen Spitze angekommen. Die 20-jährige Aalenerin im Interview.

Aalen

Carolin Morassi ist in diesem Jahr endgültig in der deutschen Spitze angekommen. Deutsche Vizemeisterin über 200 Meter Schmetterling sowohl über die Lang- als auch über die Kurzbahn wurde die junge Vorzeigeschwimmerin der Aalener Sportallianz in 2021. Im Interview spricht die 20-Jährige über den Alltag im Spitzensport, über ihr Leben, und sie gibt Tipps für junge Nachwuchssportler.

Frau Morassi, wie kamen Sie zum Schwimmsport, und wann haben Sie begonnen?

Dadurch, dass meine Eltern am Beckenrand tätig sind, haben sie mich sehr früh mit ins Hallenbad genommen. Mit dem Leistungssport habe ich mit etwa 14 Jahren begonnen.

Wie und wann haben Sie gemerkt, dass Sie vielleicht etwas erfolgreicher schwimmst als die anderen?

Nachdem ich bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in mehreren Strecken in den Finals war und meine Trainer und mein Umfeld mich bestärkt hatten, dass ich offensichtlich noch viel mehr Potenzial habe.

Wie oft trainieren Sie momentan?

Acht- bis neunmal die Woche mache ich Wassertraining und dreimal zusätzlich Krafttraining.

Wie sieht ein typischer Trainingstag aus?

Ich habe zwei- bis dreimal in der Woche Frühtraining, das beginnt um 6.30 Uhr und dauert rund 1,5 Stunden. Dann habe ich einen siebenstündigen Arbeitstag und gehe abends nochmal ins Wassertraining. Dreimal in der Woche mache ich auch noch abends zusätzlich reines Krafttraining und komme dann gegen 20 Uhr nach Hause.

Welche Unterstützung hat zu Ihren Erfolgen mit beigetragen?

Die Unterstützung meiner Eltern und meiner Trainer sicherlich.

Was würden Sie einem jungen Sportler am Beginn seiner sportlichen Entwicklung raten und mit auf den Weg geben?

Man sollte ein konkretes Ziel haben, dieses Ziel niemals aus den Augen verlieren und dabei aber den Spaß immer im Vordergrund behalten.

Was möchten Sie im Schwimmen noch erreichen und was könnte zum Erreichen dieser Ziele helfen?

Ich möchte auf internationalem Niveau schwimmen und dafür hilft mir jede finanzielle und materielle Unterstützung, über die ich mich immer sehr freue. Es erleichtert tatsächlich vieles.

Was machen Sie denn neben dem Training noch so, Schule, Beruf, Freizeit? Bleibt überhaupt noch Zeit für andere Interessen?

Letztes Jahr im September habe ich bei der Firma Geiger in Aalen eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau begonnen, und meine restliche Zeit nutze ich, um mich mit Freunden zu treffen.

Was interessiert Sie am meisten und was ist Ihr Traum?

Mein Traum ist es, solange es geht meinen Sport auszuüben und dabei Spaß zu haben. Und jeder Sportler träumt auch von Olympia, ich natürlich auch!

Mit dem Wissen von heute, was würden Sie rückblickend anders machen?

Gar nichts, weil es im Leben immer so kommt wie es kommen soll.

Was tun Sie als erstes, wenn morgens der Wecker klingelt?

Auf „Schlummern“ drücken und langsam aufwachen, bis der nächste Wecker klingelt.

Bitte ergänzen Sie den folgenden Satz: Schwimmen ist meine Leidenschaft, weil…

…ich im Wasser abschalten und mich ganz auf mich selbst konzentrieren kann.

Mit welchem Sportler würden Sie gerne einmal die Rollen tauschen, und gibt es ein Vorbild?

Ein direktes Vorbild habe ich nicht. Ich finde alle Sportler, die kürzlich bei Olympia oder bei der EM dabei waren, beeindruckend, da jeder für sich seine eigene Entwicklung und Geschichte hat.

Welchen anderen Sport beherrschen Sie gar nicht?

Alle Ballsportarten.

Gibt es noch andere Sportarten, die Sie interessieren?

Ich finde Turmspringen sehr interessant anzuschauen.

Disziplin steht für Topathleten an oberster Stelle. Wofür werfen Sie jede Disziplin über Bord?

Für gar nichts, weil ohne Disziplin und Selbstbeherrschung wäre ich sicher nicht da, wo ich heute bin.

Schlussfrage: Welche drei Dinge dürfen auf einer einsamen Insel nicht fehlen?

Ein Handy mit Endlosakku zum Telefonieren, eine Decke für den Fall, dass es doch kalt werden sollte und ein Kissen, damit ich es mir immer bequem machen kann.

Ballsportarten beherrsche ich gar nicht ...“

Carolin Morassi, Schwimmerin der Aalener Sportallianz

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