Auf dem Weg zum besten Kreisverein der Liga

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Handball, Symbolbild

Die HSG Oberkochen/Königsbronn besiegt den Heidenheimer SB 26:25 und zieht in der Tabelle vorbei.

Heidenheim.

Die HSG Oberkochen/Königsbronn ermöglicht dank einer schwachen zweiten Halbzeit dem Heidenheimer SB ein nicht für möglich gehaltenes Comeback. Am Ende behalten Siegels und Schmied die Nerven und sichern den Gästen einen hauchdünnen 26:25-Auswärtserfolg.

HSG-Coach Hoga hatte vor dem Spiel die Marschroute ausgegeben, mit schnellem Tempospiel den HSB überrollen zu wollen. Von Beginn an schien diese Taktik aufzugehen, den Gastgebern merkte man die beiden Spiele vom Wochenende noch deutlich an.

Den einzigen Vorwurf, den sich die Gäste gefallen lassen mussten, war, dass sie ihre herausgespielten Chancen zu häufig fahrlässig vergaben. Bezeichnend hierfür die ersten zehn Minuten. Richardon, Stehle und Hafner vergaben klarste Chancen und scheiterten unter anderem mit einem Strafwurf am überragenden HSB-Keeper Bosch. Da die Gäste im ersten Durchgang aber eine enorm starke Defensive stellen konnten, lag die HSG zu diesem Zeitpunkt mit 4:1 in Führung.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die insgesamt ordentlich leitenden Unparteiischen den bis dato einzigen Torschützen des HSB, Stegmaier, nach einem unnötigen Griff in den Wurfarm bereits zum Duschen geschickt.

Die nächsten zehn Minuten änderte sich nicht viel am Spielverlauf: Dem HSB fiel gegen die gut stehende HSG-Deckung nicht viel ein, auf der anderen Seite vergaben die Gästespieler haufenweise Topchancen. Dabei ging die Taktik von Coach Hoga durchaus auf, schnell von Abwehr in den Angriff umzuschalten, bezeichnend der Treffer von Lumpp zum 8:5 für die Gäste als er nach einem schnellen Anspiel allein aufs HSB-Gehäuse zulaufen konnte, während die komplette HSB-Abwehr noch auf Höhe der Mittellinie stand.

Ab Minute 20 packe die HSG noch einmal eine Schippe drauf und vernagelte zusammen mit Torhüter Gnatzig das HSG-Gehäuse. Dem HSB gelang lediglich ein Treffer, während die Spielgemeinschaft zumindest einen Teil ihrer Ballgewinne in Tore ummünzen konnte.

Mit einem beruhigenden und souveränen 16:9 für die Blau-Gelben ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst einmal ein unverändertes Bild: Der HSB fand wenig Lösungen gegen die weiterhin agile HSG-Defensive, die HSG versäumte es in dieser Phase vorzeitig den Deckel drauf zu machen. Nach weitern torarmen Anfangsminuten betrug der Vorsprung der Gäste in der 40. Minuten bei 14:21 weiterhin sieben Tore.

Im Anschluss riss der Faden im HSG-Angriff komplett, die Abschlussschwäche steigerte sich nochmals hinzu kamen zudem technische Fehler. Sinnbildlich hierfür Youngster Schneider, der in dieser Phase zwar zwei wichtige Treffer erzielte, sich aber viel zu häufig in der HSB-Abwehr verrannte.

Gleichzeitig baute die Hoga-Truppe auch in der Abwehr deutlich ab und die Männer um Abwehrchef Schmied ließen die letzte Konsequenz in der Abwehr vermissen. Angeführt von Routinier und Ex-HSGler Benjamin Hug aus dem Rückraum und als souveräner Siebenmeterschütze sowie seinem Bruder am Kreis, arbeiteten sich die Gastgeber Tor um Tor an die verunsicherte HSG heran. Über 18:22 eine Viertelstunde vor Schluss und 22:24 in der 53. Minute, gelang dem Sportbund gut vier Minuten vor Schluss der 24:24-Ausgleich. Dank einiger Paraden der HSG-Keeper und einem beherzten Schlagwurf von Siegels konnte die HSG noch einmal zum 24:25 vorlegen. Im Gegenzug passte die Abstimmung am Kreis in der HSG-Abwehr wieder einmal nicht, die Folge waren ein Strafwurf für die Gastgeber und eine Zeitstrafe für Balle. Benjamin Hug verwandelte den Siebenmeter 30 Sekunden vor Schluss nervenstark zum 25:25-Ausgleich.

Coach Hoga nahm für die letzten Sekunden den Torhüter raus und brachte einen sechsten Feldspieler. In Gleichzahl trat wieder Siegels zu einem seiner gefährlichen Schlagwürfe an, fand aber in letzter Sekunde den besser postierten Schmied am Kreis. Dieser bewies Nervenstärke und netzte wuchtig unten im HSB-Tor ein und ließ HSB-Torwart Bosch dieses Mal keine Chance. Dem HSB gelang anschließend kein Torwurf mehr und so fielen unzählige Steine von den Schultern der HSGler und der zahlreichen Gästefans ab.

Mit diesem Sieg zieht die Spielgemeinschaft am Heidenheimer SB in der Tabelle vorbei und ist als Tabellenvierter nun auf dem Weg das selbstgesteckte Ziel, bester Kreisverein zu werden, zu erreichen.

HSG : Gnatzig, Stanke; Lumpp (2), Richardon (1), Siegels (5), Eckardt (1), Wittek (3), Balle, Hafner (1), Ludwig (2), Schneider (4), Engel (1), Stehle (5/1), Schmied (1)

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