Aus der Traum: Zeidler-Elf verliert 1:3

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Der Böbinger Peter Zeidler musste sich mit seinem Team aus St. Gallen dem FC Luzern im Pokalfinale geschlagen geben. Aus der Traum, Pokalsieger zu werden.

Der FC St. Gallen kassiert im Finale des Schweizer Cups eine 1:3-Niederlage gegen den FC Luzern. Somit muss Trainer Peter Zeidler weiter auf einen Titel warten.

Bern

Es hat nicht sollen sein. Der Böbinger Trainer Peter Zeidler muss weiter auf seinen ersten Titel in der Schweiz warten. Im Finale des Schweizer Cups verlor der FC St. Gallen mit 1:3 gegen den FC Luzern. St. Gallen hat nun vier der fünf Pokalfinalspiele in der Vereinsgeschichte verloren. Zuletzt konnte man 1969 den Pokal gewinnen.

Alles war angerichtet für ein großes und packendes Pokalfinale im Berner Wankdorfstadion. Es trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich bestens kennen. Denn das Duell zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Luzern gab es in der Schweiz bereits 112 Mal. Das 113. Aufeinandertreffen war mit Sicherheit eines der Wichtigsten. Denn die Chance einen Pokal in die Höhe zu stemmen, bekommt man nicht oft. Zuletzt stand St. Gallen vor 23 Jahren im Finale. Die Luzerner zogen vor neun Jahren letztmals in das Finale des Schweizer Cups ein. Dabei setzte es eine unglückliche Niederlage im Elfmeterschießen gegen Basel.

Luzerner Doppelschlag

Es war eine intensive Partie zwischen beiden Mannschaften. Das erste Tor der Partie fiel nach einer knappen halben Stunde – und zwar für Luzern. Ein Musterangriff der Luzerner führte zum 1:0. Getroffen hatte Mittelfeldspieler N'Diaye. Die Zeidler-Truppe musste nun einen ersten Rückschlag hinnehmen – und nur drei Minuten später sollte es noch dicker kommen. Luzerns Jordy Wehrmann erzielte in der 30. Minute das 2:0. Vorbereitet hatte das Tor der frühere Kölner Louis Schaub. Er chippte den Ball über die St. Gallener Abwehr hinweg. Wehrmann nahm den Ball mit der Brust an, lupfte ihn über Gegenspieler Miro Muheim und erzielte schließlich das 2:0. Für St. Gallen lautete nun die Devise: Nur kein drittes Gegentor vor der Halbzeit bekommen oder am besten selbst noch eines schießen. Letzteres gelang der Elf von Peter Zeidler. In der 42. Minute war St. Gallen nämlich wieder im Spiel. Elie Youan marschierte über die linke Seite und schoss anschließend auf das Tor. Torhüter Marius Müller war noch mit den Fingerspitzen dran. Allerdings lenkte er das Leder genau zu Chikwubuike Adamu, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die Hoffnung war wieder da und das berühmte Momentum lag nun aufseiten der Zeidler-Truppe.

Die zweite Hälfte war lange Zeit ausgeglichen. 20 Minuten vor dem Ende fiel dann die Entscheidung für Luzern. Pascal Schürpf markierte das 3:1 für den FCL. Torhüter Lukas Watkowiak, der für den Verletzten Lawrence Ati-Zigi eingewechselt wurde, war chancenlos. Dennoch gab sich St. Gallen nicht auf und hatte in der 88. Minute auch noch Pech. Denn es hätte durchaus Elfmeter geben können. Nach einem Freistoß der Zeidler-Truppe traf Torhüter Müller Lukas Görtler mit beiden Fäusten am Kopf. Doch die Pfeife blieb stumm und nicht einmal der Video-Assistent meldete sich zu Wort. So blieb es beim 1:3 aus Sicht des FC St. Gallen und wieder durfte der Gegner in einem Finale jubeln.

Peter Zeidler war nach der Partie enttäuscht, zeigte sich aber als fairer Verlierer: „Mit der 3:1-Führung hatte Luzern in jedem Bereich Oberwasser. Wir haben nicht so gespielt, dass wir es verdient hätten, Cupsieger zu sein. Wir müssen neidlos anerkennen, dass Luzern technisch und taktisch besser war.“

Luzern war technisch und taktisch besser.“

Peter Zeidler, Trainer FC St. Gallen

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