Aus im Viertelfinale: Der FC Bayern ist etwas zu stark

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Nach der 72:86-Heimniederlage gegen den FC Bayern München ist die Saison für die Merlins Crailsheim beendet. Trae Bell-Haynes (links) drehte nochmals auf und markierte 32 Punkte.

Im vierten Spiel der Playoffs verliert Crailsheim mit 72:86 gegen München.

Crailsheim. Stark gekämpft und dennoch verloren. Durch die 72:86-Heimniederlage gegen den FC Bayern München Basketball, haben die HAKRO Merlins Crailsheim keine Chance mehr auf das Halbfinale. Im Modus „Best-Of-Five“ benötigt man drei Siege um in das Halbfinale einzuziehen. Genau das hat der FC Bayern mit diesem Erfolg nun geschafft. Der Top-Scorer des Spiels war mit Trae Bell-Haynes allerdings ein Crailsheimer. Er kam auf insgesamt 32 Punkte. Für die Merlins endet nun eine überragende Saison – und für Coach Tuomas Iisalo war es die letzte Partie an der Seitenlinie.

In der Arena Hohenlohe war alles angerichtet für ein weiteres spektakuläres Spiel. Doch die Anfangsminuten waren weit weg von Spektakel, denn die Defensiv-Reihen standen stark. Es dauerte fast drei Minuten, bis beide Teams erstmals punkteten. In den darauffolgenden Minuten lief Crailsheims Kapitän Fabian Bleck dann so richtig heiß. Nach der Hälfte des ersten Viertels führten die Merlins mit 8:6 – alle Punkte gingen dabei auf das Konto von Bleck. Bayern zeigte sich von diesem Lauf aber unbeeindruckt und markierte im Gegenzug fünf Punkte in Serie. Crailsheim hielt dagegen und ließ nicht abreißen. Nach den ersten zehn Minuten lautete der Spielstand 16:16. Auch zu Beginn des zweiten Viertels stand die Defensive in beiden Reihen sicher. Doch je länger dieses zweite Viertel ging, desto mehr Stabilität bekam der FCB. Das spiegelte sich auch im Resultat wider: 29:22 für die Gäste aus der Bayerischen Landeshauptstadt. Vor allem Paul Zipser drehte nun auf. Aufseiten der Crailsheimer sah sich Coach Tuomas Iisalo gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Doch diese brachte nichts ein, im Gegenteil. Der FCB schraubte die Führung (35:24) unter anderem dank Wade Baldwin weiter nach oben. Nun liefen die Crailsheimer Gefahr, dass die Partie schnell zugunsten der Münchner laufen könnte. Deshalb trommelte Iisalo sein Team erneut mit einer weiteren Auszeit zusammen. Im Anschluss folgte der Auftritt von Maurice Stuckey. Innerhalb von gut 30 Sekunden erzielte er insgesamt sechs Punkte und sorgte für einen 6:0-Lauf für sein Team. Die Merlins waren wieder im Spiel und es stand nur noch 30:35. Doch der Fünf-Punkte-Rückstand konnte bis zur Halbzeit nicht ganz gehalten werden – und zur Pause stand es schließlich 32:40 aus Sicht der Zauberer.

Crailsheim hatte sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen. Fokussiert und hochkonzentriert kämpfte man sich Punkt um Punkt zurück. Bogdan „Boggy“ Radosavljevic verkürzte schließlich auf 38:42. Die Partie verlief gegenteilig zum Aufeinandertreffen am vergangenen Pfingstsonntag. Immer wenn man den Eindruck bekam, dass Crailsheim nun die große Aufholjagd startet, hatte Bayern München die passende Antwort parat und konnte sich wieder absetzen. Vor den letzten zehn Minuten führten die Münchner komfortabel mit 64:53.

Crailsheim holt auf

Die Merlins setzten nun alles auf eine Karte – und wurden erstmal belohnt. Nach einem technischen Foul von Bayerns Vladimir Lucic, kamen die Hohenloher zu insgesamt fünf Punkten. Bell-Haynes legte noch mit zwei Punkten nach. Acht Minuten vor dem Ende stand es nur noch 60:67 aus Sicht der Gastgeber und Bayerns Coach Andrea Trinchieri nahm die Auszeit. Diese hatte ihre Wirkung keineswegs verfehlt. Wade Baldwin, Jalen Reynolds und Vladimir Lucic bildeten nun ein starkes Dreieck, und der FC Bayern setzte zu einem 9:0-Lauf (76:60) an. Wenige Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. München gewann schließlich mit 86:72.

An diesem Donnerstagabend ab 19 Uhr können alle Merlins-Fans ihre Mannschaft für die sensationellen Leistungen in dieser Saison gebührend feiern. Auf dem Crailsheimer Volksfestplatz findet in Form eines Autokinos die Abschlussfeier statt.

Tim Abramowski

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