„Außer Präsident war er bei der Normannia fast alles“

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Feiert an diesem Freitag seinen 70. Geburtstag: Claus-Jörg Krischke, Spielleiter und Pressewart des FC Normannia Gmünd.

Claus-Jörg Krischke feiert an diesem Freitag seinen 70. Geburtstag. Die Party mit den Kickern soll folgen.

Schwäbisch Gmünd. „Die vergangenen Jahrzehnte in der Geschichte des FC Normannia sind ohne Claus nicht denkbar.“ Das sagt Alexander Stütz, und der FCN-Präsident schickt damit eine Grußbotschaft an Claus-Jörg Krischke, der an diesem Freitag seinen 70. Geburtstag feiert.

Den gebürtigen Stuttgarter zog es 1979 beruflich nach Schwäbisch Gmünd. Er war Leiter der Güterabfertigung bei der Deutschen Bahn und stellvertretender Bahnhofsvorstand. Später wurde er zum Diplom Verwaltungs-Betriebswirt ausgebildet, und bis zu seiner Rente war er als IT-Projektmanager tätig. Der Job war es, der früh eine aktive Laufbahn als Fußballer verhinderte. Krischke stand bis zur A-Jugend im Tor des SKV Egolsheim, ehe er seine Kickschuhe an den Nagel hängen musste.

Dem Fußball blieb es aber eng verbunden. Im Jahr 1982 stieg sein älterer Sohn Thorsten als Fünfjähriger beim FC Normannia ein - und mit ihm sein Vater. An der Seite von Gerhard Schurr war Krischke viele Jahre Betreuer und Jugendleiter des FCN. 1990 nahm er zudem das Amt des Jugend-Staffelleiters im damaligen Bezirk Kocher-Rems an. Weitere Ehrenämter kamen hinzu: 1993 das des Stadionsprechers beim FC Normannia, das er inzwischen an seinen jüngeren Sohn Henning abgegeben hat. Und 1995 das des Pressewarts. Bis heute schreibt er unter dem Kürzel „cjk“ für diese Zeitung. „Wobei ich wegen Corona gerade fast arbeitslos bin ...“, sagt er. Damit nicht genug: Seit 2009 ist der Jubilar auch Spielleiter des FCN. Als „Mädchen für alles“ könne man ihn durchaus bezeichnen. Und Stütz fügt hinzu: „Außer Präsident war Claus bei der Normannia fast alles ...“

Stets an seiner Seite: seine Ehefrau Renate, die er 1974 heiratete und die ihn bei allem tatkräftig unterstützt. Klar, dass bei so viel Engagement die Auszeichnungen nicht fehlen. Krischke ist Träger der Ehrenplakette des Gmünder Stadtverbandes Sport, und er ist seit 2019 Ehrenmitglied der Normannia. „Er ist Normanne durch und durch, und dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Aufsichtsrat Albert Klammer.

Und was war sein schönstes Erlebnis? Da muss Krischke nicht lange überlegen: „Als wir 2018 mit Trainer Holger Traub in einem Herzschlagfinale in Essingen Meister wurden und in die Oberliga aufgestiegen sind.“

Gesundheit, das wünscht sich Kirschke zu seinem 70. „Und dass wir mit der Normannia noch einmal in der Oberliga spielen ...“ Er selber wolle aber künftig kürzer treten und mehr Zeit mit seiner Renate verbringen. „Das hat sie verdient.“

An diesem Freitag ist der Fußball ausnahmsweise Nebensache. Claus-Jörg Krischke feiert seinen 70. Geburtstag coronabedingt im „ganz kleinen Kreis“. Aber er verspricht jetzt schon, dass er mit den Kickern des FC Normannia noch auf seinen Ehrentag anstoßen wird.

Alexander Haag und Uwe Beck

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