Baierls Kampfgeist und Spieler mit großem Einsatz

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Die Winterpause ist vorbei. Essingens Trainer Stephan Baierl (rechts) bereitet sein Team auf die Rückrunde vor.

Der TSV Essingen ist in die Vorbereitung gestartet. 

Essingen. Am vergangenen Donnerstag bereits ist Fußball-Verbandsligist TSV Essingen in die Vorbereitung auf die Restrunde gestartet. Nach aktuellem Stand beginnt diese bereits am 19. Februar mit dem Duell beim 13. 1.FC Heiningen.Am Samstagmorgen hat TSV-Trainer Stephan Baierl seine Mannschaft dann an die Leistungsgrenzen gebracht – mit Fußball-Biathlon. Immer zwei Spieler agierten in einem Team. 400 Meter mussten mit Tempo gelaufen werden. Danach musste jeder Spieler auf fünf Pylonen zielen. Pro Fehlversuch gab es, wie beim Biathlon, eine 100-Meter-Strafrunde obendrauf. Acht Durchgänge mussten die Duos absolvieren. „Die Jungs haben gut mitgemacht, waren aber am Limit. So hat jeder Spieler einige Kilometer abspulen müssen, alles mit Tempo. Da sind die meisten danach sicher nur noch auf die Couch gefallen“, sagt Baierl schmunzelnd zu dieser schweißtreibenden Prozedur. Alle Akteure seines Kaders hatten für die freie Zeit einen Laufplan, den etwa 80 bis 85 Prozent sehr gut erfüllt hätten, so der TSV-Trainer. Die individuellen Einheiten liefen über eine App, die Baierl einsehen konnte. „Wer sein Soll nicht erfüllt hat, der muss jetzt nach den Trainings sein Pensum nachholen“, sagt Baierl pragmatisch. Bestes Duo war übrigens Felix Nierichlo und Patrick Auracher. Diese beiden Spieler sowie vier weitere Duos durften sich über einen freien Sonntag freuen, die anderen vier Teams mussten auch Sonntag ranklotzen. „Wer das war, verraten wir aber nicht“, so Baierl lachend. Grundsätzlich sei er aber zufrieden mit den Daten und dem aktuellen Leistungsvermögen seiner Spieler. Am Freitag sind die Akteure gewogen worden. Bis auf zwei Akteure hatten alle ihr Gewicht gehalten oder es sogar reduziert, ebenfalls ein gutes Zeichen für Baierl. Er freut sich über die Rückkehr der Spieler Dean Melo und Yamoussa Camara, die lange Zeit mit Verletzungen ausgefallen waren. Und auch bei Janik Wiedmann darf man sich leise Hoffnungen machen, dass er noch in dieser Saison zum Einsatz kommen wird. „Es wird wichtig für uns werden, dass wir mit möglichst vielen fitten Spielern an den Start gehen und in der Rückrunde dann wenige Verletzungen haben werden“, hofft Baierl auf mehr Glück bei seinem Personal als noch in der Hinrunde. Deswegen müsse man in der zweiten Hälfte auch mit den Kräften haushalten. Die Verletztenmisere in der Hinrunde war teilweise verheerend, dennoch hat man den Kampf um die Meisterschaft längst noch nicht aufgegeben. Als Tabellenvierter liegt man fünf Punkte hinter dem Ersten Holzhausen, dazu steht man im Halbfinale des Verbandspokals – es ist schon Vieles gut gelaufen in der ersten Hälfte der Saison. Und das wissen auch Baierl und seine Jungs. Der SV-Trainer hofft auf die Gier seiner Mannschaft: „Wir müssen das Feld nun von hinten aufrollen. Mit dem vierten Platz geben wir uns nicht zufrieden. Ich wünsche mir die Geilheit der Spieler, wieder nach vorne kommen zu wollen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann können sich die anderen Teams warm anziehen“, ist bei Essingens Trainer bereits eine Menge Kampfgeist zu verspüren.Bereits an diesem Mittwoch ist ein Testspiel gegen den Oberligisten Stuttgarter Kickers geplant. Ursprünglich sollte die Partie im Schönbrunnenstadion stattfinden, jedoch war der Boden zuletzt immer schon am frühen Abend gefroren. „Wir gehen natürlich kein Risiko ein und schauen, ob wir vielleicht Richtung Remstal einen Platz finden werden, auf dem wir spielen können. Wenn nicht, dann lassen wir das Duell schweren Herzens ausfallen“, erklärt Baierl.

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