M´Bengues Kindheitstraum wird wahr

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Handball Kattowitz 17.01.2023 Weltmeisterschaft Handball WM Männer Vorrunde Algerien ALG - Deutschland GER Djibril M Bengue Deutschland, No.19 MBengue Jubel Christoph Steinert Deutschland, No.44 re. *** Handball Katowice 17 01 2023 World Cup Handball World Cup Men Preliminary Round Algeria ALG Germany GER Djibril M Bengue Germany, No 19 MBengue cheering Christoph Steinert Germany, No 44 re

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das WM-Viertelfinale im Blick, Djibril M´Bengue ist mit vier Toren gegen Algerien nun im Turnier angekommen.

Kattowitz

Argentinien (Donnerstag, 18 Uhr / live in der ARD), die Niederlande (Samstag, 20:30 Uhr) und Norwegen (Montag, 20:30 Uhr) – das sind die deutschen Gegner in der Hauptrunde bei der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden. 4:0 Punkte hat das Team von Bundestrainer Alfred Gislason bereits auf der Habenseite und damit den Viertelfinal-Einzug dicht vor Augen. Auch innerhalb der Mannschaft stimmt es. „Wir haben einfach eine tolle Truppe mit extrem motivierten und engagierten Leuten zusammen. Wir lachen sehr viel und geben gleichzeitig im Training Gas – daher passt das alles“, freut sich Djibril M´Bengue.

Sein Hotelzimmer teilt sich der ehemalige Spieler des TSB Gmünd übrigens mit Christoph Steinert vom HC Erlangen – ebenso wie der gebürtige Gmünder Kai Häfner ein Positionskollege im rechten Rückraum. „Er ist ein sehr angenehmer, ruhiger Zeitgenosse. Wir verstehen uns gut und quatschen viel“, so M´Bengue über Steinert. Von Konkurrenzdenken in den vier Wänden ist nichts zu spüren. Alle Spieler ziehen am gleichen Strang für das große Ziel.

M´Bengue selbst liefert das Paradebeispiel für den entfachten Teamgeist, der das deutsche Team möglicherweise bis zu den Finalspielen in Stockholm tragen kann. Lediglich 36 Sekunden lang stand der 30-Jährige in den ersten beiden Partien auf dem Feld, nahm seine Reservistenrolle aber klaglos an. Als ich auf der Bank saß, habe ich meinen Teil beitragen und die Jungs die ganze Zeit über motiviert“, betont er selbst. Im bedeutungslosen letzten Vorrundenspiel wurde diese Geduld endlich belohnt. Bundestrainer Gislason gab der zweiten Reihe eine Chance – und M´Bengue trumpfte mit vier Toren aus sechs Würfen kräftig auf. „Es war eine Riesenfreude und ein Kindheitstraum für mich, dass ich da auf der Platte stehen durfte“, sagt M´Bengue: „Wenn man dann positive Aktionen setzen kann, dann macht Handball spielen natürlich auch nochmal mehr Spaß. Daher bin ich einfach sehr glücklich über mein WM-Debüt.“

Längst hat sich das deutsche Team nun in den erhofften Flow gespielt. „Die Ausgangslage ist jetzt nicht ganz schlecht“, meint M´Bengue zurückhaltend, warnt aber vor den keinesfalls ungefährlichen Argentiniern. Die Südamerikaner sind längst keine Handballexoten mehr, am Dienstag zerlegten sie Nordmazedonien mit 35:26 und feierten damit ihren bislang deutlichsten Sieg überhaupt gegen eine europäische Mannschaft. Vorsicht ist also geboten: „Die Argentinier haben international erfahrene Spieler in ihren Reihen. Deswegen müssen wir einfach wieder mit dem gleichen Engagement und dem gleichen Fokus hineingehen.“ M´Bengue könnte dabei vom Back-Up zur Wunderwaffe des deutschen Teams aufsteigen. 

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