Beniamino Molinari wechselt zu Schalke 04 

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Vor kurzem wurde er mit Alexander Zorniger (rechts) Meister auf Zypern, jetzt wechselt Beniamino Molinari zum FC Schalke 04.
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Der 42-jährige Gmünder geht als Co-Trainer zum Bundesliga-Aufsteiger.

Schwäbisch Gmünd

Vom FC Normannia Gmünd über den TSV Essingen und Apollon Limassol in die 1. Bundesliga: Beniamino Molinari wechselt zum FC Schalke 04 und wird dort Co-Trainer von Frank Kramer. „Die Verantwortlichen haben mir vom ersten Moment an ein gutes Gefühl gegeben. Ich weiß, was in den vergangenen Monaten auf Schalke geleistet wurde und vor welchen Herausforderungen das Team in der neuen Saison steht. Ich möchte dazu beitragen, die Mannschaft gemeinsam bestmöglich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten“, sagt Molinari.

Beim Aufsteiger schwärmen sie schon über den 42-Jährigen aus Schwäbisch Gmünd: „Wir sind sehr zufrieden, dass Beniamino uns ab sofort unterstützen wird. Er hat nicht nur ein ausgeprägtes Fußballsachverständnis, sondern ist auch ein Menschenfänger und Teamplayer! Dazu spricht er insgesamt fünf Sprachen. Er wird den bestehenden Trainerstab perfekt ergänzen, sodass wir auch rund um die Spieler ein noch stärkeres Team haben werden“, sagt Sportdirektor Rouven Schröder.

Beim Bundesliga-Aufsteiger ist Beniamino Molinari der vierte Assistent von Cheftrainer Frank Kramer - nach Mike Büskens, Matthias Kreutzer und Simon Henzler. Und auch Kramer freut sich auf den Gmünder: „Wir wollen mit Beniamino die Möglichkeit nutzen, uns im Trainerteam noch etwas breiter aufzustellen und durch ihn eine bestmögliche Unterstützung der Mannschaft in allen Bereichen zu gewährleisten. Beniamino hat zuletzt in einem internationalen Umfeld erfolgreich in dieser Funktion als Co-Trainer gearbeitet. Er wird Buyo, Matthias, Simon und mich in der täglichen Arbeit ideal ergänzen, davon bin ich überzeugt.“

Durchweg positiv sind auch die Reaktionen in Molinaris Gmünder Umfeld und im Freundeskreis. „Congrats und drück Dir die Daumen“, schreibt sein bisheriger Cheftrainer Alexander Zorniger. „Proud“ postet sein ehemaliger Normannia-Mitspieler und Schwager Patrick Krätschmer.

Für den 42-Jährigen ist der Wechsel in die Bundesliga der nächste große Schritt in seiner Trainerlaufbahn. Bis vor einem Monat assistierte er Alexander Zorniger beim zypriotischen Erstligisten Apollon Limassol - und das überaus erfolgreich: das Gmünder Duo gewann mit Apollon die letztendlich souverän Meisterschaft. Es ist der erste Titelgewinn des Traditionsvereins seit 16 Jahren.

Molinari wollte sich Zeit lassen

Dementsprechend wurde tagelang dieser historischer Triumph gefeiert. Hunderttausende Menschen zogen mit Bengalos durch die Innenstadt. Nicht nur wegen des großen Erfolgs hat er sich auf der Mittelmeerinsel pudelwohl gefühlt. Dass er den Verein nach nur einem Jahr wieder verlassen hat, sei ihm sehr schwer gefallen. Aber: „Meine Familie steht über allem. Und deshalb komme ich zurück“, so der gebürtige Italiener. Und: „Ich wäre nur auf Zypern geblieben, wenn meine Familie dauerhaft gekommen wäre. Aber das ist wegen Schule und Ausbildung meiner Kinder nicht möglich.“ Deshalb habe er beschlossen, das Kapitel Zypern zu beenden.

Und nach nur vier Wochen hat er bereits ein neues aufgeschlagen. Eines, mit dem die wenigsten zu diesem Zeitpunkt gerechnet haben. Zumal er im Mai noch selbst gesagt hat, dass „ich mir Zeit lassen werde. Ich muss jetzt erst einmal dieses intensive Jahr beim Apollon Limassol sacken lassen.“ Spekuliert wurde trotzdem, zu welchem Verein es den Gmünder als nächstes zieht. Immer wieder war von einer Rückkehr zum Verbandsligisten TSV Essingen zu hören.

Nun aber zieht es Beniamino Molinari fünf Ligen höher - zum namhaften Traditionsverein FC Schalke 04.

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