Bestzeiten-Flut für SV Gmünd

+
Nach neun Wochen gezieltem Training hagelte es am vergangenen Wochenende beim Mugele-Cup nur so von neuen persönlichen Bestzeiten.

SVG-Athleten trumpfen beim Mugele-Cup im Gmünder Hallenbad auf.

Schwäbisch Gmünd.

Fulminanter hätte für den Schwimmverein Gmünd (SVG) der Start in die Wintersaison 2022/23 nicht sein können: Nach neun Wochen gezieltem Training hagelte es am vergangenen Wochenende beim Mugele-Cup nur so von neuen persönlichen Bestzeiten. Gleich 91 Mal verbesserten die Schwimmerinnen und Schwimmer der Leistungsgruppe 1 ihre Hausrekorde. Und dass, obwohl Topathletin Marie Fuchs sich im Sportunterricht eine Verletzung am Fuß zugezogen hatte und deshalb nicht teilnehmen konnte. Aber auch die Mädel und Jungs der Jahrgänge 2009 bis 2014 bewiesen ihr Talent mit vielen tollen Wettkämpfen. „Wir haben uns als Verein aber nicht nur sportlich von der besten Seite präsentiert“, stellte SVG-Vorsitzender Roland Wendel gleichermaßen stolz wie zufrieden fest, „sondern bekamen auch von den 20 teilnehmenden Vereinen viel Lob für die reibungslose Organisation durch die Wettkampfleitung, das Schieds- und Kampfrichtergericht und das Cateringteam. Dafür danke ich allen unseren als Helfer und Helferinnen engagierten Mitgliedern sowie Geschäftsführer Johannes Sippl unseres Hauptsponsors Mugele GmbH aus Brainkofen, der persönlich bei den Siegerehrungen die Sonderpreise und Plaketten überreichte“.

So herrschte im Hallenbad zwei Tage lang wieder echte „Mugele-Cup-Stimmung“, von der sich auch Björn Koch sofort anstecken ließ. Für den hauptamtlichen SVG-Trainer war es der erste Heimwettkampf seit seinem Amtsantritt im August 2021. „Mit den gezeigten Leistungen und den Wettkampfresultaten bin ich mehr als zufrieden“, urteilte der Coach, „zusammen mit meiner Trainerkollegin Dany Fuchs freue ich mich auf die anstehenden Herausforderungen“. Die nächste steht mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften vom 17. bis 20. November in Wuppertal statt. Dafür hat sich Marie Fuchs auf einigen Strecken bereits qualifiziert, „aktuell warten wir noch auf die offizielle Qualifikationsliste und hoffen, dass auch weitere Schwimmerinnen und Schwimmer sowie einige Staffeln dabei sein werden“, blickt Björn Koch voraus.

Dazu gehört auf jeden Fall Paula Fuchs (Jahrgang 2005), die bei 12 Starts sechs persönliche Bestzeiten, zwei Vereinsrekorde und vier Altersklassenrekorde aufstellte. Sie holte in der Jahrgangswertung vier Siege und gewann drei Finals in der Gesamtwertung: Die 100 Meter Schmetterling in 1.03,40 Minuten, die 50 Meter Schmetterling in 28,42 Sekunden, die 100 Meter Rücken in 1.03,35 Minuten und das Cut-Off-Finale über 100 Meter Lagen. Toll auch ihre 57,62 Sekunden über 100 Meter Freistil, wo sie vor ihren Vereinskolleginnen Ida Schneider, Kathrin Stotz, Flora Talgner und Marit Boomers als Zweite anschlug. Obwohl sie wegen einer Knieverletzung gehandicapt war, überzeugte die für den SVG startende Ukrainierin Dana Akhmedova (2002) bei fünf Starts mit fünf persönlichen Bestzeiten und drei Siegen, darunter das Cut-Off-Finale über 100 Meter Lagen. Über 50 Meter Brust stellte sie mit 33,26 Sekunden einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Sie ist auf jeden Fall eine Kandidatin für die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften (DKM).

Gleiches gilt für Ida Schneider (2005), die ihre sechs Starts mit sechs persönlichen Bestzeiten und drei ersten Plätzen beendete. Sehr stark präsentierte sie sich mit

2.04,86 Minuten über 200 Meter Freistil (neuer Vereinsrekord) und über die 200 Meter Schmetterling; hier steigerte sie ihre Bestzeit 2:30,13 auf 2:21,31 Minuten.

Heike Stotz (2007) startete zu neun Rennen und schwamm jedesmal eine neue persönliche Bestzeit, dabei gewann sie in ihrer Altersklasse fünf Einzelrennen und schwamm im Finale über 100 Meter Brust in 34,85 Sekunden auf Rang 3. Ihre Schwester Kathrin Stotz (2005) stand ihr nicht viel nach: Fünf Einzelsiege, acht persönliche Bestzeiten bei acht Starts. Überragend ihre 1.06,84 Minuten über 100 Meter Lagen und die 5.05,32 Minuten über 400 Meter Lagen. Im Cut-Off-Finale über 100 Meter Lagen wurde sie Dritte.

Nach einer Corona-Erkrankung konnte Flora Talgner (2002) schnell wieder an ihre alten Leitungen anknüpfen und überraschte positiv mit acht persönlichen Bestzeiten bei acht Starts. Sie gewann fünf Einzelrennen und stand über 100 Meter Rücken als Zweite und über 50 Meter Freistil als Dritte im Gesamtfinale.

Marit Boomers (2007) verbesserte bei zehn Stars gleich einmal ihre persönlichen Bestzeiten und sicherte sich in der Jahrganswertung sechs erste Plätze. Toll ihre Steigerungen in den Disziplinen Freistil und Schmetterling, sie schaffte viermal den Sprung ins Finale.

Leni Frank (2006) verbrachte das letzte Schuljahr in Kanada und schaffte nun bei acht Starts schnell wieder die Anpassung an das Schwimm-Leistungs-Team 1. Sie schwamm bei drei Einzelsiegen zwei neue Hausrekorde und qualifizierte sich für die Finals über 50 Meter und 100 Meter Rücken.

Eine starke Vorstellung bot beim Mugele-Cup Chiara Vetter (2002) von der TSG Backnang mit Siegen über 50 Meter und 100 Meter Brust. Sie trainiert seit Sommer 2022 beim SVG. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ als Gastschwimmerin Vittoria Everini (2007). Die junge Italienerin befindet sich noch bis Mitte Dezember als Austauschschülerin in Gmünd. Sie gewann zweimal in der Jahrgangswertung schaffte es über 100 Meter Schmetterling ins Finale.

Bei den Jungs ernannte Björn Koch Johannes Beyer (2005), der bei allen seinen neun Starts seine persönliche Bestzeiten erheblich steigerte zum „Schwimmer der Veranstaltung“. Enorm sein Leistungssprünge über 200 Meter Freistil von 2:21,77 auf 1:56,68 Minuten und über 100 Meter Freistil von 56,68 auf 53,20 Sekunden, womit er im Finale Zweiter wurde – und sich Hoffnungen auf die Wuppertal-Quali machen darf. Sieger wurde er in der Jahrgangswertung über 50 Meter Freistil und Schmetterling. „Da merkt man eben das Brazel-Gen“, bemerkte SVG-Altmeister Manfred Bihr am Beckenrand. Der SVG-Altmeister (87) war noch zusammen mit Otto Barzel, dem Großvater von Johannes, in der Mannschaft geschwommen.

Fabian Blessing (2000) hat das Ticket für die deutschen Meisterschaften über 200 Meter Brust schon so gut wie sicher gebucht. Er schwamm bei sieben Starts sehr stabil und zeigte gute Leistungen in den Staffeln. Die 50 Meter Brust und 100 Meter Brust ließ er sich in der Jahrgangswertung nicht nehmen, im Gesamtfinale wurde er zweimal Zweiter. Auch Jan Klein (2005) ist ein Kandidat für Wuppertal. Neunmal sprang er ins Wasser, neunmal erzielte er Hausrekorde. Bei seinen fünf Einzelsiegen überzeugte er besonders mit tollen 2.06,20 Minuten über 200 Meter Rücken, mit 53,04 Sekunden über 100 Meter Freistil, mit 58,73 Sekunden über 100 Meter Rücken und mit dem Sieg im Cut-Off-Finale über 100 Meter Lagen

Dominik Abele (2007) verbesserte achtmal seine persönlichen Bestzeiten und holte sich in der Jahrgangswertung sechsmal Gold.. Er stellte nicht nur über die kurzen, sondern auch über die mittleren Distanzen sein Talent unter Beweis. Besonders beachtlich sein dritter Rang im Cut-Off-Finale über 100 Lagen.

Lenny Kientz (2007) war gesundheitlich angeschlagen und ging deshalb nur zweimal an den Start. Beides mal schwamm er persönliche Bestzeiten, die 50 Meter Freistil gewann er in guten 25,67 Sekunden. Felix Strampfer (2008) erzielte bei sechs Starts fünf neue persönliche Bestzeiten. Er belegte über 400 Meter Lagen und über 400 Meter Freistil jeweils Platz 1 und empfahl sich damit für die Mannschaftswettbewerbe der 1. Mannschaft.

Borys Chernetskyi (2004) aus der Ukraine trainiert seit Sommer beim SVG. Er bewies sich bei fünf Stars mit fünf Bestzeiten vor allem als starker Sprinter. Über 100 Meter Schmetterling schaffte er es sogar ins Finale.

Zu den zahlreichen Siegen in der Einzelrennen holte sich das Gmünder Team in den Jahrgängen 2008 und älter erste Plätze in den Staffeln über 4 x 50 Meter Lagen und Freistil.

Erfreuliche Leistungssteigerungen zeigten auch die Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 2009 bis 2014. Bei den Achtjährigen gewann Ben Grahn vier Rennen, Leni Aubele holte einen Sieg, wurde dreimal Zweite und einmal Dritte. Charlotte Opris sicherte sich drei Bronzemedaillen. Beim Jahrgang 2013 wurde Oscar Maillet zweimal Zweiter, Ella Irtenkauf und Isabella Zhou wurden Dritte. Erik Stotz (2012) schlug einmal als Sieger und einmal als Dritter an. Beim Jahrgang 2011 überzeugten Michelle Mikulic mit vier Siegen und einer Silbermedaille, Johannes Lillich mit drei Goldmedaillen und zwei zweiten Plätzen. Mia Marie Grahn siegte über 50 Meter Rücken, kam dreimal auf Rang zwei und einmal auf Rang drei. Raffaele siegte über 100 Meter Rücken und wurde zweimal Dritte. Patrick Schweizer gewann über 100 Meter Brust Silber und Daniel Akhmedov stand dreimal als Dritter auf dem Podest.

Seriensiege gab es für den SVG beim Jahrgang 2010: Emil Lieby fischte gleich fünf Goldmedaillen aus dem Becken, Timo Elias Scherer überzeugte mit drei Siegen und drei zweiten Plätzen. Beim Jahrgang 2009 wurde Jakob Lillich einmal Zweiter und zweimal Dritter, Lenny Fritz gewann eine Bronzemedaille.

Alle Einzelzeiten im Detail unter www.schwimmverein-gmuend.de

Nach neun Wochen gezieltem Training hagelte es am vergangenen Wochenende beim Mugele-Cup nur so von neuen persönlichen Bestzeiten. Hier der Start zum 100-m-Freistil-Rennen der Frauen.
Nach neun Wochen gezieltem Training hagelte es am vergangenen Wochenende beim Mugele-Cup nur so von neuen persönlichen Bestzeiten.
Nach neun Wochen gezieltem Training hagelte es am vergangenen Wochenende beim Mugele-Cup nur so von neuen persönlichen Bestzeiten.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare