Bis Zwickau und wieder zurück

+
Gmünds Sportsegelflieger mit Medaillen und Urkunden. Von links: Lisa Schulz, Joachim Koch, Bastian Hörber, Freddy Hein, Günter Kölle, Frank Rodewald.

Gmünder Fliegergruppe steigt wieder in die Bundesligasaison ein. Ehrungen bei der Mitgliederversammlung.

Schwäbisch Gmünd.

Mit schnellen Streckenflügen in Richtung Nordosten stiegen die Sportpiloten der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd am vergangenen Wochenende in die Wettkämpfe der ersten Segelflugbundesliga ein. Mit Rundenrang 7 in dieser 2. Runde landeten sie in der Tabelle auf Rang 15.

Das Wetter war vielversprechend. Der beste Streifen sollte von der Schwäbischen Alb in Richtung Nürnberg stehen, potenzielle Strecken von 600 km Länge waren angekündigt. Bastian Hörber startete somit direkt in Richtung Nordosten, es ging an Rothenburg o.d.T. vorbei und über die Nordgrenze des Nürnberger Luftraumes bis nach Hof. Dort wendete er und konnte auf dem Rückweg auf der gleichen Strecke die aufgereihten Aufwinde genießen und weiter richtig Tempo machen. Nur bei Schwäbisch Hall wurde es etwas schwieriger, da die dichter werdende Bewölkung den Boden zu stark von der Sonne abgeschirmt hatte und so die Entstehung neuer thermischer Aufwinde behinderte. 16:30 war er wieder auf dem Hornberg mit der besten Gmünder Bundesliga-Schnittgeschwindigkeit im Gepäck. Tobias Ladenburger mit Copilot Yann-Kolja Krüger und Benjamin Schüle hatten denselben Flugweg gewählt, zogen aber ihre Flüge noch weiter nach Thüringen hinein, um zusätzlich mehr Langstreckenpunkte zu sammeln. Schüle wendete erst südöstlich von Zwickau und kam so mit 660 km auf die längste Strecke.

Nur wenige Tage zuvor fand die Mitgliederhauptversammlung - erstmals seit 2019 wieder wie gewohnt im Frühjahr im Hangar 3 auf dem Hornberg - statt. Fast der gesamte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Außerdem wurden Piloten für ihr herausragenden Erfolge des vergangenen Jahres geehrt. Die dezentrale Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug DMSt führte Günter Kölle an, der in der 15 m den Titel holte. Für einen Gmünder Doppelsieg sorgte Bastian Hörber, der den Vizemeistertitel holte. In der Standardklasse war Joachim Koch einmal mehr erfolgreich, diesmal mit dem Bronzerang. In der klassenübergreifenden Mannschaftswertung konnten Frank Rodewald, Freddy Hein und Joachim Koch den Silbermedaillenrang holen.

Bei der Junioren-Mannschaftswertung gelang Lisa Schulz, Tobias Treschl und Felix Rössler ein hervorragender 5. Rang unter insgesamt 420 deutschen Vereinen. Und nicht zuletzt war es den Gmünder Sportfliegern auch gelungen, in der neu aufgestellten Segelflugbundesliga gleich wieder in die erste Liga einzusteigen.

Segelfliegen, Bundesliga, Gmünder Fliegergruppe. Flugbild aus dem Cockpit von Bastian Hörber.
Segelfliegen, Bundesliga, Gmünder Fliegergruppe. Bamberg aus der Sicht von Yann-Kolja Krüger, Co-Pilot von Tobias Ladenburger.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

Kommentare