Britta Steffen im Goldenen Buch der Stadt Neresheim

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Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen trug sich im Freibad Kösingen ins Goldene Buch der Stadt Neresheim ein. Links Bürgermeister Thomas Häfele.
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Die zweifache Olympiasiegerin zu Besuch im Kösinger Freibad.

Neresheim-Kösingen.  Eigentlich hatte Ex-Schwimmstar Britta Steffen zur Neueröffnung des Kösinger Freibades an Pfingsten 2021 kommen wollen, wegen Corona und Terminschwierigkeiten schaute sie gestern zum Saisonabschluss vorbei. Und trug sich dort ins Goldene Buch der Stadt Neresheim ein. 

Bürgermeister Thomas Häfele freute sich, dass die zweifache Olympiasiegerin sowie mehrfache Welt- und Europameisterin ihre damals gemachte Zusage jetzt einlöste.

Eine Ehre für die Stadt

Es sei eine Ehre für die Stadt, dass Britta Steffen jetzt aus Berlin gekommen sei. Er blickte kurz zurück auf die zwei Jahre dauernde umfassende Sanierung des Bades. Die Entscheidung sei richtig gewesen, denn das Bad sei für das gesamte Härtsfeld eine Möglichkeit zum Schwimmen. Man wolle auch das Hallenbad im Winter möglichst offen halten, „damit nicht wieder die Kinder leiden müssen und nicht schwimmen lernen können“.

Ortsvorsteher Dirk Hoesch verglich den Weg zur Sanierung des Bades mit dem weg von Steffen zur Olympiasiegerin, wenn auch mit einem Schmunzeln. Man habe die richtige Entscheidung gefällt, auch wenn es einiges gekostet habe. Die Besucherin bezeichnete das Bad als Kleinod, und die „mutige Entscheidung der Stadt als richtig“. Denn  Frei- und Hallenbäder seien nicht nur aus touristischen Gründen wichtig, sondern vor allem, um Menschen regelmäßig schwimmen lassen  zu können, angesichts der Zahl der Ertrunkenen jedes Jahr. Wie sie sich überhaupt von Härtsfeld und Neresheim angetan zeigte. Danach waren ihre Autogramme bei den wegen des durchwachsenen Wetters wenigen Besuchern gefragt. So fiel auch die vorgesehene Wassergymnastik mit Steffen aus.

Am Vormittag hatte die Olympiasiegerin, die erfolgreich eine Coaching Firma betreibt, vor den Mitarbeitern der Verwaltung einen Vortrag zur besseren Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag gehalten. Ihr Tipp: Man müsse ausmerzen, was einen schwächt, beispielsweise schlechte Beziehungen, aufräumen im Leben und vor allem im Kopf.

Gymnastik mit Olympiasiegerin

Anschließend machte sie mit den Mitarbeitern noch alltags- und bürotaugliche Gymnastik.

Selbst schwimmt heute Steffen eher seltener, wie sie im Gespräch erzählt. Dafür betreibt sie noch andere Sportarten wie Laufen oder Gymnastik. Von ihren 23 Medaillen hat sie nicht mehr alle. So habe sie eine an einen Jugendlichen verschenkt, der sie bei einem Weltcup  zu einer Dopingprobe begleitete, eine Silbermedaille bei einer EM an den Stadionsprecher. „Der hatte sie als Talisman immer in seinem Rucksack, erst nach seinem Tod wurde sie Gefunden. Da hat mich sehr berührt“, ergänzt sie.

⋌Jürgen Eschenhorn

Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen trug sich ins Goldene Buch der Stadt Neresheim, zur Freude von v.li. Badleiter Johannes Hauber, Bürgermeister Thomas Häfele und Ortsvorsteher Dirk Hoesch (rechts).
Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen (links) gab gestern im Freibad Kösingen Autogramme.

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