Bronze für Steeb und Köhnlein in der Mannschaft des STB

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Das Seitpferd als letztes Gerät verlangten dem jungen Kimi Köhnlein noch einmal alles ab.

Wetzgaus Nachwuchsbundeskaderturner Philipp Steeb und Kimi Köhnlein gewinnen in der Mannschaft des Schwäbischen Turnerbundes die Bronzemedaille beim Deutschland-Pokal 2022 in Cottbus.

Cottbus.

Was täte der Schwäbische Turnerbund ohne seine beiden Wetzgauer Erfolgsgaranten. Als bester und zweitbester Turner des Teams sichern Steeb und Köhnlein dem STB mit Bronze die einzige Medaille im Deutschland-Pokal im fernen Brandenburg.

Nach Trainerwechsel und damit verbundener Trainingsumstellung kam der im Nachwuchssport so wichtige Deutschland-Pokal eigentlich zu früh, um ein Optimum abrufen zu können. Für die Kadernominierung ist dieser bundesweite Vergleich allerdings ein Muss, und so machten sich Paul Schneiders Zukunftshoffnungen auf ins ferne Cottbus.

Philipp Steeb begann solide an den ungeliebten Ringen (10,95 Punkte). Der Kasamatsu gestreckt am Sprung gelang gut und brachte 12,55 Punkte. Auch das Barrenturnen hielten ihn mit 11,75 Punkten noch gut in der Spur. Das Reckkampfgericht zeigte sich rigoros und so gab es für eine schwierige Übung mit Tkatschew-Grätsche und Tsukahara-Abgang in den Stand lediglich 11,35 Punkte. Das Bodenturnen warf dann die satteste Punkteausbeute ab: 12,70 Punkte. Um sich einen Podestplatz in der Einzelwertung zu sichern, hätte Philipp nur noch eine normale Pferdübung durchturnen müssen. Er setzte alles auf eine Karte und präsentierte Jury und Bundestrainer eine Übung gespickt mit E- und D-Elementen. Leider brachte er diese nicht sauber durch und musste am Ende auf einen einfachen A-Abgang umstellen, um sturzfrei durch sein Programm zu kommen. So erzielte er nur schwache 10,90 Punkte. Mit 70,20 Punkten rangierte der HBG-Schüler damit auf dem fünften Platz in der Einzelwertung.

In drei Wochen geht es für Philipp schon weiter nach Kienbaum zur Qualifikation für den Jugendländerkampf Ende des Jahres in Großbritannien.

Vereinskollege Kimi Köhnlein kriegte die Ringe in Cottbus nicht so souverän in den Griff wie noch eine Woche zuvor: Die Riesenfelge ging nicht über den Handstand, so dass zu den technischen Abzügen zusätzlich 0,3 Punkte Penalty abgezogen wurden (10,35 Punkte). Am folgenden Sprung erzielte der Rehnenhöfer die höchste Ausführungsnote an diesem Gerät. Verrechnet mit der Schwierigkeit standen so 12,05 Punkte zu Buche. Das Barrenturnen gelang Kimi zwar gut, doch leider nicht mit der Brillanz, die noch vor einer Woche aufblitzte: 11,40 Punkte. Am Reck war alles gut bis zum Abgang: Dieser gelang nicht in den Stand und so reichte es nur zu 9,45 Punkten. Das Bodenturnen ist und bleibt Kimis Stärke. Um alle Anforderungen zu erfüllen und 0,3 Penalty zu tilgen, fehlt nun nur noch ein Doppelsalto in Kimis Programm. Dann sind noch deutlich mehr als 12,15 Punkte möglich. Am abschließenden Pauschenpferd bündelte der Youngster noch einmal alle seine Kräfte und kam mit einer durchgeturnten Übung auf 10,55 Punkte. Am Ende bedeuteten das 65,95 Punkte und Platz 9 im Einzelklassement.

Nun entscheidet der Lenkungsstab des Deutschen Turnerbundes in wenigen Wochen über die Bundeskaderzusammensetzung für das folgende Jahr. Nachwuchsbundestrainer Jens Milbradt wollte sich noch nicht in die Karten gucken lassen: „Ich kenne Philipp und Kimi mittlerweile nun auch schon fünf Jahre. Ihre Entwicklung geht in die richtige Richtung. Der neue Trainer kann sicherlich neue und wichtige Impulse setzen. Lassen wir ihm und ihnen dafür Zeit.“

Wetzgaus Chefcoach Paul Schneider resümiert: „Wenn der Bundestrainer zufrieden ist, bin ich es auch. Nächste Woche startet für uns die zweite Hälfte der Bundesligasaison gegen die KTV Straubenhardt. Dafür sind Philipp und Kimi leider noch zu jung. Aber in zwei Jahren, kann ich unsere Eigengewächse endlich einsetzen, und darauf freue ich mich schon sehr.“

Philipp Steeb (1.v.r.) und Kimi Köhnlein (2.v.r.) holen sich die Bronzemedaille mit der STB-Mannschaft im Ländervergleich des Deutschland-Pokal
Philipp Steeb legte an den ungeliebten Ringen einen soliden Grundstein.

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