Kunstturnen

Bundesliga-Endspurt ohne Träumereien

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Andreas Toba erwartet eine schwierige Rückrunde und denkt trotz guter Ausgangslage noch nicht an ein mögliches DTB-Finale.
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Als Tabellenführer steigt der TV Wetzgau in die Rückrunde ein. TVW-Turner Andreas Toba: „Es wird deutlich schwieriger.“

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Ein intensives Jahr steckt dem TVW- und DTB-Turner Andreas Toba nach der Bundesliga-Hinrunde, den European Championships in München sowie der Weltmeisterschaft in Liverpool in den Knochen - und das Saisonfinale in der Rückrunde wird den momentanen Tabellenführern aus Gmünd ebenfalls noch einiges abverlangen. Andreas Toba blickt auf die kürzlich stattgefundene WM zurück und mahnt für die anstehenden Liga-Kämpfe die Ruhe zu bewahren. Ein mögliches DTB-Finale würde für den derzeitigen Spitzenreiter am 3. Dezember in Neu-Ulm stattfinden.

Herr Toba, wie lautet Ihr persönliches Fazit der Turn-Weltmeisterschaft in Liverpool?

Andreas Toba: Ich habe einen ganz guten Wettkampf und nur einen kleinen Fehler gemacht. Aber es war kein Absteiger. So wie ich mich gefühlt habe und wie die Vorbereitung war, habe ich eigentlich einen ganz guten Job gemacht.

Acht Mannschaften qualifizieren sich für das Teamfinale. Am Ende stand Platz neun zu Buche. Wie bewerten Sie die Mannschaftsleistung?

Als Mannschaft haben wir eine Top-Leistung gebracht. Die Stimmung war super. Das Quäntchen Glück hat am Ende gefehlt. Wir hatten vier große Absteiger drinnen. Wir haben uns gut positioniert bei noch nicht hundertprozentiger Leistung. Ein neunter Platz würde auch die direkte Olympiaqualifikation im nächsten Jahr bedeuten.

Edelmetall gab es für den DTB trotzdem. Ihr DTB-Teamkollege Lukas Dauser sicherte Silber am Barren.

Seine Silbermedaille war die Krönung der ganzen WM.

Nun zum Liga-Alltag: Der TV Wetzgau startet am Samstag als Tabellenführer in die Rückrunde. Steht Ihr Team auch am Ende ganz oben?

Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir haben eine super Hinrunde geturnt. In der Rückrunde wird es nicht ganz so einfach. Nach der WM sind bei allen Mannschaften die Körner raus. Wir sollten nicht links und rechts gucken, sondern stabile, vernünftige Übungen präsentieren. Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber da darf man jetzt nicht von irgendetwas träumen.

Wie bewerten Sie die drei kommenden Gegner KTV Straubenhardt, Siegerländer KV und TuS Vinnhorst?

Es sind starke Gegner und es ist nicht selbstverständlich zu gewinnen. Straubenhardt will zeigen, dass sie turnen können und wollen sich nicht einfach geschlagen geben. Vinnhorst ist amtierender deutscher Meister. Wir werden wie im letzten Jahr im Finale gut turnen müssen und alles zeigen, was wir können. Die Rückrunde wird deutlich schwieriger.

Daher laufen die Vorbereitungen im Training vermutlich auf Hochtouren?

Es wird Vollgas trainiert. Mittwoch und Donnerstag zweimal. Am Freitag muss ich schauen, wie oft ich vor dem Wettkampf trainiere. Dann besprechen wir noch, wer welches Gerät turnt, aber die grobe Planung steht schon.

Die Rückrunde des TV Wetzgau

Sa., 12. NovemberKTV Straubenhardt - TV Wetzgau

Sa., 19. NovemberTV Wetzgau - Siegerländer KV18 Uhr in der Großsporthalle Gmünd

Sa., 26. NovemberTuS Vinnhorst -TV Wetzgau

Sa. 3. DezemberDTL-Finale in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm

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