Carina Vogt holt auf Anhieb Punkte

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Zurück im Weltcup: Carina Vogt ist am Sonntag in Ljubno ihren ersten Wettbewerb nach fast zweijähriger Verletzungspause gesprungen – und hat auf Anhieb Punkte gesammelt.
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Nach fast zweijähriger Pause springt die Olympiasiegerin beim Comeback in Ljubno auf Platz 22. Anna Rupprecht wird glänzende 13. und überzeugt auch im Teamwettbewerb.

Carina Vogt hat bei ihrem Comeback sofort Weltcup-Punkte gesammelt. Und Anna Rupprecht war sowohl im Einzel als auch zuvor im Teamwettbewerb zweitbeste Deutsche. Die beiden Skispringerinnen des SC Degenfeld haben beim Weltcup in Ljubno ihre Ambitionen auf einen Platz in der deutschen WM-Mannschaft untermauert. Und Bundestrainer Andreas Bauer sagt, dass "ich mit den beiden sehr zufrieden bin".

Es war der nächste Schritt in Richtung Weltmeisterschaft in Oberstdorf. "Das Ziel war Punkte sammeln, und das habe ich geschafft. Alles gut!", sagte Carina Vogt am Sonntag nach Platz 22 im Einzel. Auch Bauer freute sich, dass "unser Plan aufgegangen ist". Denn: Durch die ersten Punkte erhält die 28-Jährige am kommenden Wochenende beim Weltcup in Titisee-Neustadt wie erhofft eine höhere Startnummer. Der Bundestrainer ist sich sicher, dass Vogt in Ljubno viel Selbstvertrauen gesammelt hat. "Carina hat gesehen, was möglich ist. Sie gehört direkt nach ihrer Verletzungspause wieder zur erweiterten Weltspitze." Und: Aufgabe sei es nun, sich aus dieser Position weiter nach vorne arbeiten. Bauer: "Da traue ich ihr bis zur WM sehr viel zu", sagt der Bundestrainer und sieht eine Platzierung zwischen 6 und 8 durchaus im Bereich des Möglichen an. Zumal die Fünffach-Weltmeisterin weiter Fortschritte macht. So hat sie bei ihrem Weltcup-Comeback am Sonntag gleich wieder einen Telemark gesetzt – darauf hatte sie im Training noch verzichtet. Und: Auch beim Material soll es jetzt eine weitere Abstimmung geben. "Da haben wir noch einige Kleinigkeiten gesehen."

Ihre derzeit glänzende Form stellte auch die zweite Gmünderin unter Beweis. Anna Rupprecht belegte im Einzel einen hervorragenden 13. Platz. Nach dem ersten Durchgang lag die 24-Jährige sogar auf Rang 9, aber "meinen zweiten Sprung habe ich ‘verkackt'", sagte sie. Dennoch: "Nach dieser Sprungleistung ist es ein sehr gutes Ergebnis für mich, und ich bin ganz zufrieden mit mir", sagt die Gmünderin, die hinter Katharina Althaus zweitbeste Deutsche war.

Das sieht auch Andreas Bauer so: "Anna schafft es, im Wettkampf ihre besten Sprünge zu reißen. Sie hat sich sehr gut entwickelt." Und auch hier wagt der Bundestrainer einen Blick in Richtung WM: "Ihre Chancen, dabei zu sein, sind da. Und sie wäre in dieser Form absolut berechtigt bei der WM dabei."

Nicht in Bestbesetzung

Ich traue Carina bis zur WM sehr viel zu.

Andreas Bauer Bundestrainer

Slowenien, Norwegen und Österreich – diese drei Nationen waren beim Teamwettbewerb tags zuvor eine Nummer zu groß. Die deutschen Mädels mit Anna Rupprecht als Startspringerin belegten den fünften Platz – knapp hinter Japan.

Hinter Katharina Althaus folgte Rupprecht auch hier als zweitbeste Deutsche – mit zwei Versuchen auf jeweils 86,0 Metern. "Anna hat den Wettbewerb sehr stark eröffnet, und das ist sehr viel wert", sagt Bauer.

Was der Bundestrainer auch klarstellt: Ohne Olympiasiegerin Carina Vogt, die beim Teamwettbewerb geschont wurde, haben die Deutschen kaum eine Chance, um die Medaillenränge mitzuspringen.

Aber: "Wir haben ja noch starke Springerinnen in der Hinterhand, die anderen Konkurrenten dagegen sind in Ljubno alle in Bestbesetzung gesprungen", sagt Andreas Bauer.

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