Sportmosaik

Champions-League-Teilnahme auf der Kippe

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Nicola Rascher und seine "Otternasen" bangen um die Teilnahme der Champions League im Beachhandball.
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Alessandro Gleich über eine Reise nach Madeira, Sambia und Gmünd.

Für Nicola Rascher, Daniel und Stephan Mühleisen vom TSB Gmünd geht es nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der Beachhandball-Mannschaft der „Otternasen“ nun auf die portugiesische Insel Madeira um zwischen dem 20. und 23. Oktober dort die Champions League auszutragen - oder doch nicht? Die hohen Reise- und Hotelkosten strapazieren das Budget, außerdem fordert der europäische Handballverband vier verschiedenfarbige Trikotsätze, die ebenfalls finanziert werden müssen. Mit etwa 8000 Euro rechnen „die Otternasen“ - bislang steht die Hälfte der angepeilten Kosten auf dem Konto.

Tolle Aktion der Handballerinnen der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf: Das Team spendete im Rahmen von Missionsarbeiten einen Trikotsatz aus der vergangenen Saison nach Sambia. Die Kinder vor Ort freuten sich sehr, streiften sich das HSG-Dress drüber und schnappten sich sofort einen Ball - allerdings einen Fußball ...

Geballte Erfahrung hat sich TSK Türkgücü Gmünd vom TV Straßdorf geholt. Mit dem 39-Jährigen Ertac Seskir, der auch schon für den FC Heidenheim und die Normannia kickte, kommt ein Mann für die Offensive. Seit der Saison 2015/2016 stand Seskir als Co-Spielertrainer für die Straßdorfer auf und neben dem Platz. Nun will er für Türkgücü auf Torejagd gehen.

Wie die Hasen vor der Schlange verhielten sich die VfR-Akteure im letzten Spiel beim 0:2 gegen die zweite Mannschaft aus Mainz - ohne Biss und Leidenschaft. Mit der Leistung in dieser Partie war VfR-Trainer Tobias Cramer daher extrem unzufrieden, und die Spieler können froh sein, dass ihr Cheftrainer eine entsprechende Ausbildung für solche Fälle hat, die ihn erdet. „Grundsätzlich ist es so, dass ich mit meinem sportpädagogischen Background nicht jetzt sofort die Axt raushole und alle Zweiteile.“ Da haben seine Profis aber noch mal Glück gehabt. Doch Spaß beiseite: Cramer fordert, dass sein Team wegen der aktuellen Schwächephase wieder den „Fokus auf elementare Dinge“ legt.

Dass das nötige Spielglück zuletzt ebenfalls fehlt, kommt beim VfR Aalen noch neben der Formkrise erschwerend hinzu. Insbesondere, was kritische Situationen auf dem Platz angeht, zieht der VfR zuletzt immer den Kürzeren. So auch gegen Mainz 05 II als Vico Meien in der 11. Minute im gegnerischen Sechzehner zu Fall gebracht wurde und die Pfeife von Schiedsrichter Jonas Brombacher stumm blieb. „Ich muss mir das noch mal in den Videoaufnahmen anschauen, aber rein vom Gefühl her kann das auch einen Elfmeterpfiff bedeuten“, so Tobias Cramer, der nach dem Spiel auch mit dem Unparteiischen darüber sprach, dass „so ein bisschen der rote Faden in unser Spiel geht und dass Schiedsrichterentscheidungen auch mürbe machen können.“ Am Ende gab es keinen Pfiff und der VfR-Trainer sagt klar und deutlich: „Grundsätzlich ist das eine verdiente Niederlage.“

Einen blitzsauberen Start legte der SV Jagstzell in der Kreisliga B III hin. Sieben Spiele, sieben Siege bedeuten den ersten Tabellenplatz sowie vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten TSG Abtsgmünd. Nur fünf Gegentore hat der SV Jagstzell bis dato kassiert - Ligabestwert - und konnte dabei schon 26 eigene Treffer bejubeln. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist Angreifer Timo Ziegler, der für Jagstzell 16 Treffer beisteuerte. Zur Erinnerung: sieben Spiele sind erst gespielt. Auch am vergangenen Wochenende beim 4:1-Sieg gegen die Sportfreunde Eggenrot verbuchte Ziegler einen Dreierpack.

Alessandro Gleich

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