Corona-Soforthilfe für Sportvereine

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Manfred Pawlita.

15 Euro je Mitglied für Vereine mit finanziellen Engpässen - Anträge bis 30. November möglich.

Finanzielle Unterstützung für Sportvereine: Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat vor wenigen Tagen die "Soforthilfe Sport" beschlossen.

Damit stehen nun rund 11,6 Millionen Euro zur Verfügung, um Sportvereinen zu helfen, die aufgrund der Beschränkungen in der Corona-Pandemie bereits in finanziellen Engpässen sind oder diese 2020 noch erwarten. "Es ist dem organisierten Sport gelungen, zusammen mit dem Kultusministerium ein unbürokratisches Hilfsprogramm aufzusetzen, das zudem die Besonderheiten unseres gemeinnützigen Sportsystems berücksichtigt", erklärt Andreas Felchle, Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB). Vor allem der lange Antragszeitraum bis zum 30. November unterscheidet die "BW Soforthilfe Sport" von den Programmen anderer Bundesländer. "Dadurch können auch Vereine Anträge stellen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Liquiditätsproblem bekommen. Denn keiner kann vorhersagen, wie es etwa mit dem Spielbetrieb im Mannschaftssport nach den Sommerferien weitergeht", erklärt Manfred Pawlita, Vorsitzender des Sportkreises Ostalb und Vizepräsident Sportkreise und Mitgliedsvereine im WLSB.

"Anträge schlank gehalten"

Dabei ergänzt Manfred Pawlita noch: "Die Antrags- und Formularverfahren seien zudem sehr schlank gehalten, um den Ehrenamtlichen in den Vereinen den Weg zur Soforthilfe nicht unnötig zu erschweren." Pawlita ist sich zudem sicher, dass die Coronakrise die Sportvereine auch noch in den folgenden Jahren sehr intensiv beschäftigen wird. "Die schon jetzt absehbaren strukturellen Folgen werden unsere Sportvereine und Verbände mehr als uns lieb ist, beschäftigen", ist er überzeugt.

Die Richtlinien der "Soforthilfe Sport" sehen vor, dass Hilfsgelder zur Überbrückung von existenzgefährdenden Liquiditätsengpässen in diesem Jahr gewährt werden. Ein solcher Engpass liegt etwa vor, wenn die Vereinseinnahmen aus ideellem Bereich, Zweckbetrieb und Vermögensverwaltung voraussichtlich nicht ausreichen, um die laufenden Ausgaben bis Jahresende zu decken. Die Höhe der Soforthilfe beträgt dabei 15 Euro je Vereinsmitglied, maximal jedoch bis zur Höhe des Liquiditätsengpasses.

Bis 30.11. Anträge stellen

Die Soforthilfe kann bei der WLSB-Geschäftsstelle in Stuttgart ab sofort beantragt werden und wird vom WLSB nach einer formalen Prüfung zügig ausgezahlt. Anträge können dabei bis zum 30. November gestellt werden.

Das Antragsformular sowie einer Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) zum Antragsverfahren gibt es unter www.wlsb.de/corona/soforthilfe-sport.

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