„Da hält keiner auf der Welt mit“

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Roland Wendel

Vorsitzender Roland Wendel vom SV Gmünd spricht über das Rennen von Henning Mühlleitner bei Olympia.

Schwäbisch Gmünd. Sie haben sich alle den Wecker gestellt, die Verantwortlichen des SV Gmünd. Auch Roland Wendel drückte Henning Mühlleitner in der Nacht zum Sonntag die Daumen. Der Vorsitzende sagt: „Seine Leistung war sensationell.“

Herr Wendel, was sagen Sie zum Auftritt von Henning Mühlleitner?

Wendel: Das war ein sensationeller Auftritt - super-klasse. Zumal Henning ein Underdog war und erst im Nachrückverfahren zu Olympia durfte.

Am Ende fehlten nur 13 Hundertstel zur Medaille ...

Nachdem er im Vorlauf der Schnellste war, hat auch Henning sicherlich mit einer Medaille geliebäugelt. Aber nochmal: Seine Leistung war absolut sensationell.

Wie beurteilen Sie das Rennen?

Henning ist ein verrückter Typ. Er ist einer der ganz wenigen, die ein Rennen von hinten gewinnen können. Die anderen haben anfangs Gas gegeben, Henning hatte die volle Kontrolle auf den ersten 200 Metern. Er hat versucht, dran zu bleiben.

Nach der Hälfte hat Mühlleitner dann richtig Gas gegeben.

Genau. Er ist auf den zweiten 200 Metern wieder eine Sekunde schneller geschwommen. Und das, obwohl er da keinen Startsprung mehr hatte. Der bringt in der Regel zwischen 1,0 und 1,5 Sekunden. Henning hat die absolute Weltspitze gejagt, er ist für mich der Olympiasieger der zweiten 200 Metern. Da hält keiner auf der Welt mit ihm mit.

Haben Sie auf Ihren ehemaligen Schwimmer angestoßen?

Ja, wir haben am Sonntag Hennings Eltern Karin und Oliver in Gmünd besucht und mit ihnen auf den Erfolg angestoßen.

Und was macht der Schwimmverein, wenn Henning Mühlleitner nach Gmünd kommt?

Es wird natürlich einen Empfang geben. Ich denke, dass da auch die Stadt Gmünd mitziehen wird.

Alexander Haag

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