Daniel Rembold erlöst die TSG Hofherrnweiler nach 92 Minuten

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TSG Hofherrnweiler (blau) vs Türkspor Neu-Ulm
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Dank Last-Minute-Tor: Die TSG Hofherrnweiler schlägt Türkspor Neu-Ulm mit 2:1. Schiri zeigt falschem Spieler Rot und korrigiert sich.

Aalen-Hofherrnweiler

Das war nichts für schwache Nerven: Erst enttäuschte die TSG Hofherrnweiler im Heimspiel gegen Türkspor Neu-Ulm, dann drehte die Elf von Trainer Patrick Faber in Überzahl auf und belohnte sich in der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer zum 2:1 (0:1). Daniel Rembold war in der 92. Minute zur Stelle und sorgte für ausgelassenen Jubel. „Wir hatten wieder die richtige Moral“, sagt Faber.

Mittelfeldspieler Nicola Zahner fand deutliche Worte für das, was die TSG in den ersten 45 Minuten ablieferte. „Die erste Halbzeit war die schlechteste in dieser Saison.“ Tatsächlich fanden die Aalener Weststädter am Mittwochabend zunächst überhaupt nicht in die Partie. Türkspor Neu-Ulm war immer einen Schritt schneller und zwang die Gastgeber zu einfachen Fehlern. Als Burak Tastan dann völlig ungestört schießen durfte, stand's zurecht 0:1 (19.). Auch, weil TSG-Keeper Stylianos Tentonis bei dem 18-Meter-Schuss keine gute Figur machte. Auch danach wachte Hofherrnweiler nicht auf und kam bis zum Pausenpfiff zu keiner echten Torchance.

Knackpunkt des Spiels war die 55. Minute: Engin Karasoy foulte zuerst Julian Köhnlein direkt vor der TSG-Ersatzbank. Dann schoss der Übeltäter den am Boden liegenden Gefoulten noch an. Es folgten heftige Proteste und eine Rote Karte, die für weitere Diskussionen sorgte. Denn: Schiedsrichter Michael Zeiher zeigte dem falschen Neu-Ulmer den roten Karton - und korrigierte dann seine Fehlentscheidung. „Der Platzverweis hat uns in die Karten gespielt“, sagt Faber. In der letzten halben Stunde war's ein Spiel auf ein Tor - auf das der Gäste. Nachdem Nicola Zahner im Strafraum gefoult wurde, trat der Ex-Profi selbst an und verwandelte sicher - 1:1 (69.). Die TSG wollte nun mehr und warf alles nach vorne, Türkspor kam nicht einmal mehr über die Mittellinie. Was aber fehlten: klare Chancen. So mussten die Zuschauer bis zur Nachspielzeit zittern, ehe Daniel Rembold nach einer Ecke goldrichtig stand und zum 2:1 abstaubte (90.+2).

Nach dieser Erlösung war dann auch Zahner glücklich: „Wir haben uns gefunden und dann verdient gewonnen.“ Und Patrick Faber sprach von einem „ganz wichtigen Sieg.“

TSG - Türkspor Neu-Ulm 2:1 (0:1)

TSG: Tentonis - Horlacher, Rief, Schwarzer, Christlieb - Borst, Serejo (81. Rembold) - Christlieb, Zahner, Schiele (46. Haas) - Milojkovic (46. Blum)
Tore: 0:1 Tastan (16.), 1:1 Zahner (69./ Foulelfmeter), 2:1 Rembold (90.+2)
Rote Karte: Karasoy (55./ grobe Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Michael Zeiher
Bes. Vorkommnis: Schiedsrichter Zeiher zeigt fälschlicherweise Tastan Rot und korrigiert sich (55.)
Zuschauer: 201

TSG Hofherrnweiler (blau) vs Türkspor Neu-Ulm
TSG Hofherrnweiler (blau) vs Türkspor Neu-Ulm
TSG Hofherrnweiler (blau) vs Türkspor Neu-Ulm
Der Schiedsrichter zeigt Jonas Christlieb Gelb.
Der Schiedsrichter korrigiert seine Entscheidung und zeigt Engin Karasoy die Rote Karte - das ist der wahre Übeltäter.
Heftige Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann nach der falschen Roten Karte.
Der Schiedsrichter zeigt Burak Tastan die Rote Karte - und erwischt den Falschen.

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