Das Podium bleibt eine Konstante

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Marion Fromberger vom MTB-Racingteram ist in Frankreich erneut aufs Podium gefahren.

Das Racingteam Aalen glänzt auch in Frankreich: Simon Gegenheimer fährt im vorletzten Saisonrennen auf Platz zwei, Marion Fromberger wird Dritte. Beide liegen in der Gesamtwertung auf Platz zwei.

Seine-et-Marne

Beim vorletzten Weltcup in Frankreich sind Marion Fromberger (20) und Weltmeister Simon Gegenheimer erneut auf das Podium gefahren. Die beiden Fahrer des in Aalen ansässigen Mountainbike-Racingteams zeigen mit dieser erneuten Leistung große internationale Beständigkeit. In der Gesamtwertung liegen beide vor dem Saisonfinale in Barcelona am 2. Oktober auf dem zweiten Platz.

Es geht Schlag auf Schlag im Weltcupzirkus 2021, nahezu jedes Wochenende fahren die Profis nicht nur einen Wettkampf, sondern einen der höchsten Kategorie. Nach dem Weltcup in Winterberg in der vergangenen Woche ging es nun weiter nach Seine-et-Marne in Frankreich. Die Strecke in der Region Ile-de-France war erneut mit vielen Wiesenanteilen, diesmal jedoch ohne nennenswerte Steigungen.

„Schnelle Kurven und ein ganz schönes Geholper“, so kommentierte Marion Fromberger am Tag vor dem Rennen noch den Kurs in Frankreich und ergänzte: „Das ist nicht gerade mein Lieblingsterrain. Aber es ist für alle dasselbe Strecke, und wer schnelle Beine hat, der wird auch hier auf das Siegerpodest fahren.“ Schnelle Beine hatte die Bayerin anscheinend, denn nur fünf Tage nach ihrem Erfolg in Winterberg fuhr sie ein erneut aggressives und mutiges Rennen. Fromberger dominierte die Startphasen und positionierte sich auch im Anschluss immer an der Spitze des Feldes. Im Finale fehlte genau eine Sekunde auf die französische Siegerin Noémie Garnier, und Fromberger wurde Dritte. Dieser dritte Platz sicherte der Deutschen ihre Position im Gesamtweltcup, wo sie vor dem letzten Lauf in Barcelona auf der zweiten Position geführt wird.

Dreikampf an der Spitze

Bei den Herren gab es einen Showdown der besten Sprinter im Mountainbike-Weltcup. Von außen betrachtet scheint keine Weg vorbei zu führen am dreimaligen Weltmeister Titouan Perrin-Ganier aus Frankreich, dem Gesamtweltcup-Führenden Jeroen Van Eck (Niederlande) und dem amtierenden Weltmeister Simon Gegenheimer aus Aalen. Der 33-Jährige selbst schildert diese Überlegenheit jedoch wie folgt: „Im Rennen ist es schweinehart. Du machst kleine Fehler, die anderen aber auch. Es gibt Stürze, Gerangel, deine Beine und Arme tun verdammt weh. Man durchlebt viele Höhen und Tiefen in solch einem Weltcup, aber es stimmt, am Ende sind immer wieder dieselben Athleten vorne, welche diese drei Prozent mehr Power haben, um den Weltcup Gewinn zu können.“

So war es auch in Frankreich, obwohl hier die Franzosen nahe ihrer Hauptstadt einen sehr dominanten Auftritt hinlegen konnten. Die Qualifikation ging an Lorenzo Serres (Frankreich), der Sieg im Sprintfinale an Titouan Perrin-Ganier (Frankreich). Doch Simon Gegenheimer blieb lange am Rad des Franzosen und ergatterte mit Position zwei wichtige Punkte für den Gesamtweltcup. Hier könnte die Ausgangslage für das große Saisonfinale in Barcelona nicht spannender sein. In zwei Wochen werden die schnellsten Mountainbiker erneut aufeinander treffen und für die drei Benannten ist die Nummer 1 der Saison 2021 hier immer noch erreichbar. Simon Gegenheimer liegt vor diesem Finale im Gesamtweltcup auf Platz zwei - mit gerad einmal zwei Punkten Rückstand auf den Führenden Van Eck. „In Barcelona geht's um alles“, sagt der Aalener, der sich nach dem WM-Gewinn nun auch die Krone im Gesamtweltcup aufsetzen möchte.

Im Rennen ist es schweinehart.“

Simon Gegenheimer, Mountainbike-Weltmeister aus Aalen

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