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Das Reitturnier als Urlaub

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Peter?Zeidler

Bernd Müller über viele Schaffer, WM-Ziele und Auswahl-Bürgermeister

Die Ehrung hat er erfreut angenommen, aber jetzt gilt es auf neue Ziele hinzuarbeiten: Freistil-Ringer Benjamin Sezgin ist drei Tage nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Aalen schon wieder im Trainingslager – von Montag bis Sonntag ist er im Saarland. Als nächstes folgt ein Trainingslager in Polen, dann wird Sezgin Ende September bei einem Turnier in Russland die Chance haben, sich für die Weltmeisterschaften (ab 22. Oktober) zu qualifizieren.

Peter Zeidler, der frühere VfR-Trainer, ist mit seinem aktuellen Team FC St. Gallen mit gemischter Bilanz in die Saison gestartet. In der Europa-League-Qualifikation ist der FC gescheitert – am norwegischen Club Sarpsborg 08. Im Liga-Betrieb steht die Zeidler-Truppe nach zwei Siegen aus drei Spielen auf Rang drei der schweizerischen Ersten Liga. Am Sonntag muss Zeidlers Team beim punktgleichen FC Zürich antreten.

In Killingen wird schon seit Wochen auf Großes hingearbeitet: 1215 Starts stehen schon fest beim großen Reitturnier "Horse Classics", das in einer Woche beginnt. Rund 400 Reiter und 900 Pferde werden erwartet, als Preisgeld werden in 26 Prüfungen knapp 50 000 Euro ausgeschüttet. Das Turnier wird organisiert von ehrenamtlichen Helfern der RSG (Reitsportgemeinschaft) Ostalb, einem kleinen Verein mit knapp 100 Mitgliedern mit Sitz in Lippach und der Familie Walter aus Ellwangen-Killingen. Mario Walter, Vorsitzender der RSG Ostalb und Organisator des Turniers, ist froh um seine engagierte Truppe: "Viele unserer Helfer nehmen ihren Sommerurlaub vor und während der Horse Classics, sonst könnten wir die mittlerweile fünf Turniertage nur schwer stemmen."

Viele Engagierte sorgten auch beim Kappelbergturnier der Hofener Handballer für einen guten Ablauf. Darunter der 83-jährige Lothar Starz, der im Handball schon viel erlebt hat als ehemaliger Schiedsrichter im In- und Ausland. "Diesmal war es Spitz auf Knopf nach einer Kniegelenk-Operation, aber die Vision Kappelberg trug zur Gesundung bei", sagte Starz lachend.

Geschafft wird auch in Adelmannsfelden, und zwar schon seit vielen Monaten. In 16 Tagen wird's ernst, da beginnt dort die Faustball-EM. Es wird eine Rekord EM, zum ersten Mal in der Geschichte dieser Meisterschaften nehmen insgesamt zehn Nationen teil. Ulrich Meiners, Präsident der Deutschen Faustball-Liga, ist sich sicher, dass in auf dem Sportgelände des TSV Adelmannsfelden "Emotionen, Spannung, Dynamik und Athletik auf hohem Niveau" geboten werden. Weshalb er empfiehlt: "Jeder Sportbegeisterte sollte sich davon ein eigenes Bild machen."

"Das Ende des Ballbesitzfußballs" – die Überschrift gab's etwa in der Süddeutschen Zeitung anlässlich der Fußball-WM. Weil Spanien, Deutschland und Argentinien, Teams, die sehr viel Ballbesitz hatten, so früh ausgeschieden sind bei der WM. Holger Traub, der Trainer von Normannia Gmünd, verwendet den Begriff trotzdem weiter: "Wir wollen Ballbesitzfußball", sagt er. Zumal man sich nicht mit Spanien vergleich könne. "In den Ligen, wo wir spielen, verstehe ich darunter einen vernünftig strukturierten Spielaufbau, einen Matchplan – und nicht keinen Fußball zu spielen."

Jürgen Stempfle, der Bürgermeister von Böbingen, ist nominiert worden: für die "Deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Bürgermeister". Deren Auswahl-Trainer Joachim Schuster hat ihn zu den Länderspielen der beim Alpencup Ende September eingeladen, der im italienischen Longarone ausgetragen wird.

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