Das Team ist nur gemeinsam stark

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Foto: Jan-Philipp Strobel

Gegen den Tabellenführer TSV Weinsberg setzt Trainer Dragos Oprea auf die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams.

Schwäbisch Gmünd.

Der TSB Gmünd möchte am Sonntag um 17 Uhr (Weibertreuhalle) dem TSV Weinsberg die erste Saisonniederlage beibringen. Beim Spitzenreiter ragt ein Brüderpaar heraus, die Jets setzen trotz Verletzungsmisere auf ihren Teamgeist.

Mit dem kommenden Gegnerverknüpft Dragos Oprea richtig gute Erinnerungen. Gegen den TSV Weinsberg feierte der Ex-Nationalspieler vor einem Jahr seine Premiere als TSB-Trainer, gekrönt durch einen überlegenen 34:27-Heimsieg. Diesen Erfolg zu wiederholen, dürfte sich am Sonntagabend allerdings weitaus schwerer gestalten. Nach dem siebten Spieltag der Saison herrscht in der Tabelle zwar ein dichtes Gedränge und der TSB Gmünd liegt als Achter mit 7:7 Punkten genau mittendrin. Weinsberg (13:1) hingegen marschiert mit einem kleinen Polster an der Spitze vorneweg.„Der TSV steht dort nicht umsonst“, sagt Oprea über die aktuellen Überflieger der Oberliga: „Die 13 Punkte haben sie sich hart erarbeitet.“

Seit 2016 ist der TSV fester Bestandteil der Oberliga, erreichte sogar gleich zweimal einen herausragenden fünften Rang in der Endabrechnung. Kurios verläuft die aktuelle Saison für den Tabellenführer ohnehin. Eine Lücke im Tornetz kostete den Auftaktsieg gegen Herrenberg (26:26), gegen Neuenbürg (36:33) hatte es von der Decke getropft und beim Kantersieg über Birkenau (33:21) fiel zwischenzeitlich die Beleuchtung in der Weibertreuhalle aus. „Die Quote, dass hier irgendetwas Außergewöhnliches passiert, liegt aktuell bei 75 Prozent“, witzelte der neue TSV-Trainer Michael Stettner.

Trotz dieser kleinen Malheure sind die Weinsberger derzeit das Nonplusultra in der Liga.Trotz der überragenden Bilanz sind Drittliga-Ambitionen zumindest öffentlich ein Tabuthema für Stettner: „Wir wollen einfach weiter im Flow bleiben, unsere kleine Serie noch ein bisschen ausbauen. Vom definitiven Ziel kann man zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt mal sprechen.“ Daran änderte auch der verblüffend souveräne 35:29-Sieg beim Verfolger SG Köndringen/Teningen nichts. Spielmacher Jan König fiel zwar krankheitsbedingt aus, stattdessen erzielte der zwei Jahre jüngere Bruder Sven herausragende 14 Tore.

Mit kühlem Kopf ins Spiel

Dass die Weinsberger nun sechs Siege in Serie feierten und im Schnitt 34 Treffer pro Partie erzielen, beeindruckt auch Oprea. Verstecken wollen sich die Gmünder vor dem Klassenprimus und dessen starken Rückraumschützen keinesfalls. „Sie haben zwei Könige, aber unser König ist das Team“, gibt der Trainer schmunzelnd zu Protokoll: „Ich brauche immer sieben Könige auf dem Spielfeld, die wie die Löwen kämpfen. Das sind wir, das ist der TSB.“

Diese Leidenschaft und Entschlossenheit, die der 39-Jährige verlangt, bekam er von seinen Mannen im Heimspiel gegen Neuenbürg allerdings erst im zweiten Durchgang zu sehen. Den 11:16-Pausenrückstand holte der TSB rasch auf und am Ende ein verdientes 27:27-Remis. „Entscheidend ist, dass wir unser volles Potenzial abrufen, von Anfang an präsent und heiß sind und dann mit einem kühlen Kopf in die Entscheidungen gehen“, fordert der Trainer deshalb. Positiv ist, dass die Gmünder aufgrund der Tabellensituation nicht den ganz großen Druck verspüren.Für die bisherige Leistung zollt Oprea seiner Mannschaft Respekt: „Keine Frage,bislang haben wir eine gute Saison gespielt. Doch wir fahren nicht Weinsberg, nur um ein schönes Spiel abzuliefern. Wir wollen die Ersten sein, die diesem Gegner beide Punkte anknöpfen.“

Oprea freut sich für seine Jungs, sich nun mit dem Tabellenführer messen zu dürfen. „Das wird schön sein für uns zu sehen, wie weit wir sind und wo wir tatsächlich stehen“, sagt er. Um den favorisierten Hausherren tatsächlich ein Bein zu stellen, braucht es eine Fortsetzung der starken zweiten Hälfte aus dem Neuenbürg-Spiel. Und sicherlicheinen ebenso gut aufgelegten Tormann Daniel Mühleisen, der mit 18 Paraden dasUnentschieden festhielt.

Sie haben zwei Könige, aber unser König ist das Team.“

Dragos Oprea,, Trainer TSB

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