Das Wir-Gefühl stärken

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Seit vergangener Saison spielt das „Team Kocher Härtsfeld“ im Jugendbereich um Punkte.

Weshalb drei Jugendmannschaften nun als „Team Kocher Härtsfeld“ antreten.

Waldhausen. Seit der vergangenen kurzen Saison gehen die Jugendmannschaften des SV Waldhausen, FV 08 Unterkochen und SV Ebnat als „Spielgemeinschaft Team Kocher Härtsfeld“ auf Punktejagd. Die drei Vereine pflegen im Jugendbereich seit langer Zeit eine Gemeinschaft – die Ursprünge gehen bereits auf das Jahr 2005 zurück.

In den vergangenen Jahren wurde das ganze nun nochmals intensiviert. „Seit sechs Jahren haben wir von der D- bis zur A-Jugend nun konstant eine Spielgemeinschaft. Wie alle Vereine haben auch wir gemerkt, dass wir mehr tun müssen, um die Kinder und Jugendlichen für den Fußball zu begeistern“, erklärt Jugendtrainer und Koordinator Robin Offinger.

Bis Mitte vergangenen Jahres spielte man noch unter dem Namen „Spielgemeinschaft Ebnat/Waldhausen/Unterkochen“. Weshalb es nun zum Namens-Wechsel kam, erklärt Jürgen Fleischmann, SGM-Koordinator: „Ein einschneidendes Erlebnis gab es im Finale der D-Jugend-Hallenrunde. Unsere Unterstützer wussten nicht, wen sie denn nun anfeuern sollten: Ebnat, Waldhausen oder Unterkochen. Danach war klar, dass wir einen gemeinsamen Namen – eine gemeinsame Identität – benötigen würden.“ In diesem Zusammenhang ergänzte Koordinator Horst Knaus: „Die Namensfindung war keine einfache Sache – wie bringt man zwei Gemeinden auf dem Härtsfeld und einen Ortsteil im Kochertal namentlich zusammen? Nachdem wir für den Namen U-W-E, Anfangsbuchstaben der drei Gemeinden und in Reminiszenz an das Fußballidol Uwe Seeler, noch nicht reif waren, verblieb nur noch als Verbindung das Härtsfeld (Ebnat und Waldhausen) und der Kocher (Unterkochen).“

Dieser neue Name soll auch das Wir-Gefühl stärken, denn die Gemeinschaft und Einheit wird bei der Spielgemeinschaft großgeschrieben. Man wolle allen Spielern die Möglichkeit geben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und sich im Wettbewerb mit anderen zu messen. Falls in den verschiedenen Altersklassen mehr als eine Mannschaft gestellt werden kann, erfolgt die Einteilung nach sportlichen Maßgaben und der Trainingsbeteiligung. Doch alle Spieler sollen die gleiche Förderung und Aufmerksamkeit bekommen. „Unser Ziel ist es, ein Sportverein zu sein, der schon leistungsorientiert ist. Doch jedes Kind und jeder Jugendlicher soll in erster Linie bei uns spielen, um Spaß zu haben und Sport zu treiben. Bei uns wird definitiv keiner weggeschickt“, erklärt Robin Offinger.

Ein Ausbildungsverein für andere wolle man nicht sein, ganz im Gegenteil. Die jungen Nachwuchskicker sollen später selbst mal für die eigenen aktiven Mannschaften spielen. „Wir können unseren Jugendlichen einfach viel bieten: insgesamt drei Kunstrasen- und vier Rasenplätze. Das sind Bedingungen, von denen andere nur träumen“, sagt Robin Offinger selbstbewusst. Doch es gibt auch einen Punkt, der Kopfzerbrechen bereitet – nämlich die Trainerfindung. „Bei uns erhält ein Jugendtrainer eine Spendenbescheinigung. Das macht es praktisch überall, nicht nur bei uns, schwerer Ehrenamtliche zu finden“, so Robin Offinger. Deshalb ist man beim „Team Kocher Härtsfeld“ immer auf der Suche nach qualifizierten Ehrenamtlichen. Robin Offinger ist sich ziemlich sicher, dass „es Menschen gibt, die Lust haben sich zu engagieren, von uns aber nicht gesehen oder angesprochen werden. So etwas wäre schade.“

Kontakt zum „Team Kocher Härtsfeld“ kann man unter www.team-kocher-haertsfeld.de aufnehmen. Tim Abramowski

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