Dem TSGV gehen die Spieler aus

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Der TSGV Waldstetten musste im Achtelfinale des WFV-Pokals mit 0:5 gegen den Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd die Segel streichen.

Keine guten Vorzeichen für Waldstetten gegen den SV Bonlanden am Mittwoch (19 Uhr)

Waldstetten. Zwei Wochen, drei Niederlagen (zweimal Liga, einmal Pokal) – die Zeiten beim Fußball-Landesligisten TSGV Waldstetten sind durchaus schon einmal rosiger gewesen. „Das kann man schon Krise nennen“, redet Trainer Mirko Doll nicht um den heißen Brei herum. An diesem Mittwoch (19 Uhr) aber bereits geht es weiter mit dem Duell gegen den SV Bonlanden, den man vor wenigen Wochen noch im Pokal mit 1:0 besiegt hatte. Die Vorzeichen vor dem neuerlichen Duell sind aber aktuell gänzlich andere und dringend benötigte Zeit bekommt man aktuell nicht.

Beim 2:4 beim TV Echterdingen am vergangenen Samstag hat Doll nicht nur die drei Punkte, sondern auch mit Simon Fröhlich (Zerrung) und Ralph Molner (Wadenprobleme) zwei Stammspieler verloren. Am Mittwoch zusätzlich fehlen werden Jannik Kurfess (Urlaub) sowie Julius Bäumel (Muskelbeschwerden). „So, wie sich die aktuelle personelle Lage gestaltet, stecken wir im Abstiegskampf, das hatte ich der Mannschaft schon vor dem Duell gegen Echterdingen gesagt. Stand jetzt haben wir gerade einmal zwölf bis 13 Spieler zur Verfügung“, so Doll achselzuckend. Temporärer Abstiegskampf, wenn man so will. Vor allem auf das „temporär“ hoffen sie beim TSGV. Dass er gegen Bonlanden vier Mal wechseln kann, daran verschwendet Doll aktuell keinen Gedanken. Teammanager Edgar Fischer, der seine Karriere bereits an den Nagel gehängt hatte, wird auf der Bank platznehmen. Dort, wo zuletzt auch schon Co-Trainer Peter Frömmel gesessen hatte. Die personelle Situation ist tatsächlich prekär beim TSGV. „Aktuell gehen wir in der Liga in kein Duell als Favorit, so viel steht schon einmal fest“, so Doll. „Wir sind uns der Situation durchaus bewusst und werden natürlich versuchen, das Beste daraus zu machen“, so Waldstettens Trainer.

Wenn man auch wenig Erfreuliches aus Echterdingen mitgenommen hatte, so doch zumindest die Tatsache, dass Serkan Özgür am Ende nach seiner Einwechslung getroffen hatte. Er fehlte über weite Strecken der Vorbereitung und scheint sich nun schneller ins Team einzufinden, als zunächst gedacht. Aber das muss er ob der angespannten Lage natürlich auch. Dazu hat Neuzugang Roberto Nicolosi einen wunderschönen Treffer erzielen können, der ihm persönlich Auftrieb geben könnte. Doll stellte per Vergleich noch einmal die Not dar: „Wir sind nicht der FC Bayern München, der fünf oder sechs Ausfälle einfach kompensieren kann. Wir sind eher der SC Freiburg, der bei so vielen Ausfällen auch Probleme bekommen würde.“ Doch der SC Freiburg hat auch schon für einige Überraschungen gesorgt, selbst wenn die personelle Situation nicht die beste gewesen ist. Auch das gehört dann wohl aktuell in die Kategorie Erfreuliches.

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