Den Albschäferweg in zwei Tagen gelaufen

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Alb-Schäfer-Weg, Ralf Eberhardt

Ralf Eberhardt, Angela Wegele und Manfred Wicht haben die 158 Kilometer als Lauf genossen.

Aalen/Königsbronn. In der Läuferszene hat sich Ralf Eberhardt als Mister Ostalb-Laufcup einen Namen gemacht. Der 58-Jährige aus Wasseralfingen hat alle bisherigen 58 Läufe der Ostalb-Laufcup-Serie der vergangenen zehn Jahre bestritten. Längst wagt er sich auf längere Strecken. Nach dem Motto: Vom Ostalb-Laufcup zum Utrail-Trail-Run.

Der Rennsteiglauf in Thüringen und die 100 Kilometer des „Taubertal 100“ hatte er schon im vergangenen Jahr in seinem Terminkalender stehen. Wegen der Corona-Pandemie ist daraus nichts geworden. Beide Läufe wurden abgesagt. „Mal sehen, was in diesem Jahr geht“, sagt Eberhardt. „Wenn es blöd läuft, dann sind beide Läufe in diesem Jahr am selben Termin“, befürchtet er. Oder eben wieder nicht. Ganz wie sich die Pandemiesituation in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt.

Zusammen mit dem ehemaligen Zeiss-Betriebsratsvorsitzenden Manfred Wicht und dessen Lebensgefährtin Angela Wegele hat sich Ralf Eberhardt einen ganz besonderen Lauf selbst initiiert. Die drei sind den Albschäferweg gelaufen. Die kompletten 158 Kilometer in nur zwei Tagen. „Das war echt super, ein ganz besonderes Erlebnis“, freut sich der passionierte Extrem- und Landschaftsläufer.

Die drei Läufer starteten um 7.30 Uhr in Königsbronn und liefen über Nattheim, Neresheim, Giengen bis zu ihrem ersten Etappenziel Sontheim, welches sie nach 80 km erreicht hatten. Am nächsten Tag setzten sie wieder in Sontheim ein und liefen die restlichen 77 Kilometer über Gerstetten, Steinheim und Zang zurück nach Königsbronn. Eberhardt: „Es war traumhaft schön.“

Als nächstes Highlight steht für Ralf Eberhardt, so Corona es zulässt, am 19. September der Towerrun in Rottweil an. Über 1390 Stufen geht es 232 Höhenmeter senkrecht nach oben. Und wenn es klappt, freut sich Eberhardt dann am 2. Oktober auf die 100 Kilometer des Taubertallaufs.

Natürlich vergisst er seine Ostalb-Laufcup-Läufe dabei nicht. Den virtuellen Ipf-Ries-Halbmarathon, der noch bis 6. Juni absolviert werden kann, will er demnächst in Angriff nehmen. Und dann hofft er, dass der Hüttlinger Muffigellauf wie bisher noch geplant, am 19. Juni „in echt“ stattfinden kann. Denn, sagt er: „Wenn es nicht anders möglich ist, ist es schon eine Gelegenheit, die Läufe virtuell zu machen. Aber das Feeling ist lange nicht so, wie bei einem Lauf, an dem alle gleichzeitig an den Start gehen können.“

Werner Röhrich

Der Albschäferweg mit seinen Zeitspuren

Der Albschäferweg ist ein Fernwanderweg durch die Heidenheimer Brenzregion im Nordsten der Schwäbischen Alb.

Der 158 Kilometer lange Rundweg ist in zehn Tagesetappen eingeteilt und führt durchs Lonetal, Eselsburger Tal, Wental, den Meteorkrater Steinheim, den Albuch und das Härtsfeld.

Die Albschäferweg-Zeitspuren sind Tagesrundwanderwege am Albschäferweg mit 6 bis 20 km Länge. Sie bieten die perfekte Möglichkeit, die abwechslungsreiche Landschaft der Schwäbischen Alb abschnittsweise zu erkunden. Jede Zeitspur hat ihren ganz besonderen Reiz und erzählt Geschichten aus Urzeit, Eiszeit und Kultur.

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