Der beste Tipp-Kicker spielt für Wasseralfingen

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Jakob Weber freut sich gemeinsam mit seinem Vater und Vorsitzenden des PWR '78 Wasseralfingen, Bernd Weber, über die Trophäen im Tipp-Kick.

Jakob Weber vom PWR ’78 Wasseralfingen sichert sich mit seinem zweiten Grand Slam Titel die Spitze der deutschen Rangliste im Tipp-Kick.

Aalen-Wasseralfingen.
Vom zeitlosen  Klassiker Tipp-Kick findet sich in den meisten Haushalten Deutschlands ein Spiel. Für ein paar Hundert Enthusiasten ist die Tischfußballvariante jedoch viel mehr als das: Der Sport bietet eine Deutsche Meisterschaft, Grand Slams, Regionalturniere, einen Pokalwettbewerb sowie eine vierstufige Ligenstruktur von der 1. Bundesliga bis zur mehrgleisigen Verbandsliga. Wenn man so will ist die Deutsche Meisterschaft die Weltmeisterschaft, und die Rangliste die Weltrangliste, da die überschaubare Anzahl internationaler Spieler eigentlich in Deutschland mitspielt. Eine Mannschaft in der 1. Bundesliga stellt Deutschlands zweitältester aktiver Verein, der PWR ‘78 Wasseralfingen.

Der Weg zu Platz 1

Jakob Weber, Spieler des PWR, gewann vergangenes Wochenende die 61. Norddeutsche Meisterschaft: Einer der vier offenen Grand Slams, sogenannte Sektionsturniere, an denen die Spitzenspieler aus ganz Deutschland und der Nachbarländer teilnehmen. Zunächst musste eine Vorrunde im Turniermodus Schweizer System mit 10 Partien überstanden werden, ehe sich die besten Spieler für ein Playoff (ab Sechzehntelfinale) im Modus Best-of-3 qualifizierten. Hier setze sich Weber jeweils ohne Niederlage in zwei Spielen durch. Im Finale gewann er 5:4 gegen Aimé Lungela, der für Drispenstedt aus der Nähe von Hildesheim startet. Mit diesem Erfolg sichert sich der Wasseralfinger Platz 1 der Turnierrangliste im Tipp-Kick. „Tipp-Kick liegt bei uns in der Familie. An meinem ersten Turnier habe ich mit 6 Jahren noch wenig erfolgreich teilgenommen, und fast auf den Tag  18 Jahre später bin ich jetzt Ranglistenerster. Genau zum richtigen Zeitpunkt habe ich meine Tipp-Kick Volljährigkeit erreicht“, schmunzelt Weber.

Und wie es die Volljährigkeit so mit sich bringt, hat der beste Tipp-Kicker im Land einiges vor. Natürlich möchte der Wasseralfinger nicht nur Ranglistenerster werden, sondern es auch bleiben. Mit der Deutschen Meisterschaft habe er noch eine Rechnung offen. Und mit dem PWR die Play-offs (Top-4 Mannschaften einer Saison der 1. Bundesliga) erreichen wäre klasse. Aber mit den sportlichen Zielen sei es wie generell im Leben: Ziele sind gut und wichtig, und sie geben eine Richtung vor. Entscheidend sind aber die Systeme, was man tut und wie man agiert. Erfolg, wie auch immer man den definieren würde, sei dann zwangsläufig ein Bei-Produkt. Daher ist es für den 24-jährigen am wichtigsten, sein Bestes zu geben, denn das könne er beeinflussen, und unglaublich viel Spaß dabei zu haben. Als nächstes stehen Spieltage der 1. Bundesliga und ein Regionalturnier in Kaiserslautern statt. Im September dann das nächste Highlight: Die Deutsche Meisterschaft im niedersächsischen Bockenem, wo Weber 2017 bereits deutscher Vizemeister wurde.

Der Reiz an Tipp-Kick

Auf die Frage, was ihn so sehr an Tipp-Kick reizt, nennt Jakob Weber einige Punkte. Zunächst könne man sowohl im Einzel bei Turnieren als auch im Team in der Liga antreten. Er freue sich sehr, dass er hier mit seinem Bruder Jonathan, ebenfalls vierfacher Grand Slam Sieger, und einem weiteren Brüderpaar, Uli und Kilian Weishaupt, seinen Heimatverein vertreten kann. Zusätzlich vereine Tipp-Kick viele verschiedene Fertigkeiten wie Konzentration, Disziplin, Ausdauer, Geschick. Die meisten dürften sich an die entscheidende Spielphase des WM-Finales zwischen Deutschland und Argentinien erinnern. Und so sei es auch mit entscheidenden Spielen und Situationen im Tipp-Kick. Die Spannung und Stimmung in solchen Phasen sei nicht zu überbieten. Man ist Spieler, Trainer, aber auch Psychologe, Zeugwart und Fitnesscoach zugleich. Zudem verbindet Tipp-Kick, es gibt eine starke Community, viele kennen Tipp-Kick und jeder kann mitmachen.

Professionelles Tipp-Kick

Eine Partie dauert 2x5 Minuten, bei einem Grand Slam kommen gut einmal 25 Partien zusammen. Gespielt wird auf einem mit Filz überzogenen Spieltisch in der Größe 120x80cm, die Tore sind aus Messing. Das professionelle Spielmaterial ist im Gegensatz zum im Spielwarenhandel erhältlichen Tipp-Kick strapazierfähiger und ermöglicht präzisere Aktionen, es ist unter anderem mit Edelstahlbeinen, Gleitlagern und Federstahlstangen ausgestattet.

Eine Kontaktaufnahme zum Verein über den Vorstand ist per Mail über abjjjweber@t-online.de möglich.

Jakob Weber, Spieler des PWR Wasseralfingen, gewann die 61. Norddeutsche Meisterschaft und führt die deutsche Rangliste im Tipp Kick an.

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