Der Derbykracher kommt gleich am Anfang

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Am Samstag stehen sich zum Auftakt die KG Dewangen/Fachsenfeld und Aufsteiger AC Röhlingen gegenüber.

Aalen-Fachsenfeld.

Wenn am Samstag, 9. Oktober, die Oberliga Württemberg in die neue Saison startet, geht eine fast zwei jährige Leidenszeit der Ringsportfans zu Ende. Dafür werden sie gleich mit einem Highlight belohnt, wenn zum Auftakt die KG Dewangen/Fachsenfeld und der AC Röhlingen in der Woellwarth-Halle ab 20 Uhr aufeinandertreffen.

Es ist nach zehn Jahren das erste Ostalb-Derby, das letzte endete klar mit 33:3 für die KG. Doch im Jahr eins nach einer abgesagten Corona-Saison sind die Karten ganz neu gemischt. Es kann also kein klarer Favorit ausgemacht werden. Der AC Röhlingen, der den Schwung vom Aufstieg und den dritten Platz bei der Jugend-DM 2019 mitnehmen will, gegen die mit sechs Neuzugängen neu formierte KG-Staffel.

Um die Bedeutung des Ostalbderbys etwas zu unterstreichen, will man den Fans etwas besonders bieten und kämpft an diesem Abend und zum Rückkampf am 3. Dezember in Röhlingen um den „Limespokal“. Das Ergebnis beider Kämpfe wird zusammengezählt und der Sieger erhält den Limeswanderpokal von Steinmetzmeister Fabian Felix.

Ringer sind voll motiviert

Deshalb sind die Athleten beider Mannschaften bis in die Haarspitzen motiviert und wollen nach dieser langen Pause endlich wieder zeigen, was sie können. Die Trainer Frank Winkler (KG DeFa) und Bernd Rettenmaier (ACR) verraten ihre Aufstellungen nicht und feilen an möglichen taktischen Finten. Eventuelle Paarungen sind aus den Gewichtsklassen vor zwei Jahren nur schwer vorher zu sehen. Jedoch welche Ringer stehen überhaupt zu Verfügung, wer ist noch verletzt oder verhindert… all´ diese Fragen werden am Samstag ab 19.30 Uhr beim öffentlichen Wiegen beantwortet.

Für zwei Ringer wird der Kampf ein besonderer sein. So ist es für den Ex-Röhlinger Ralf Pfisterer das erste Aufeinandertreffen mit seinem Jugendverein und für Ivan Nemeth ebenfalls ein Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein.

Für die KG stellt sich die Frage, wo die starken Röhlinger Ungarn zum Einsatz kommen? Zwei der vom vier ungarischen Ringer dürfen zum Einsatz kommen, um das Ausländerkontingent nicht zu überschreiten. Das Quartett mit Lukacs Botond (80/86 kg Freistil), Martin Szabo (80/86 Greco), Richard Vegh (98/120 Freistil) und Ivan Nemeth (98/120 Greco) dürfte für die KG nur schwer zu besiegen sein. Der Abgang von David Wolf in der Gewichtsklasse 76/80 Freistil ist für den ACRschwer zu kompensieren, jedoch haben sie mit den Gebrüdern Maierhöfer, mit Michael Wöhrle und Tim Wist vier Ringer aus den eigenen Reihen, die erst besiegt werden müssen.

Mit insgesamt sechs Neuzugängen und einem Rückkehrer hat die KG ebenfalls einiges zu bieten. In diesem Jahr will man nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Man darf gespannt sein, für welche Aufstellung sich Frank Winkler an diesem Abend entscheidet. Die Ringkampffans aus der ganzen Region dürfen sich nach 658 Tagen ohne Ringen wieder auf ein Sporthighlight im Ostalbkreis freuen.

KG DeFa Trainer Frank Winkler versichert: „Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Klassiker und erhoffe mir einen megaspannenden und fairen Ringkampf, der zu unseren Gunsten ausgeht. Wir sind auf alle Fälle gut vorbereitet und jedes Derby schreibt seine eigenen Gesetze. Wir werden alles versuchen, dass es für uns ein erfolgreicher Abend wird, den wir genießen können.“

Interessante Vorkämpfe

Eingestimmt auf die Derby-Atmosphäre werden die Besucher bereits um 18 Uhr, wenn die zweite Mannschaft des AB Aichhalden und die Oberliga-Reserve des AC Röhlingen in der Bezirksliga gegeneinander antreten.

Die Schülermannschaft zeigt ihr können schon um 16.30 Uhr gegen die Jugend der TSG Nattheim.

Dass die Kämpfe vor Publikum stattfinden können, wird als besonders gute Nachricht empfunden. Was allerdings die Organisation der Heimpartien betrifft, sind wegen der Corona-Lage Sicherheits- und Hygienevorschriften zwingend umzusetzen. So erhalten nur Personen Zugang zur Sporthalle 3G-Bestimmungen nachweisen können: geimpft, genesen oder getestet. Während der gesamten Veranstaltung ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen, frühester Einlass ist um 15.30 Uhr.

Unter all diesen Umständen hoffen die KG-Verantwortlichen dennoch auf zahlreichen Zuspruch von Zuschauern und Zuschauerinnen.

Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Klassiker.“

Frank Winkler, Trainer KG DeFA

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