Der nächste Angriff auf den Titel

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Der Pause ist vorüber: Der TV Wetzgau startet am Samstag vor heimischem Punblikum in die neue Saison. Das Team von Trainer Paul Schneider hat erneut ein großes Ziel: das Finale. Und vielleicht klappt's diesmal sogar mit dem Titel.

Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau startet am Samstag um 17 Uhr gegen den Mitfavoriten TuS Vinnhorst in die neue Saison.

Schwäbisch Gmünd

Erst wenige Wochen liegen die Olympischen Spiele in Tokyo zurück, sammelten die Athleten Medaille um Medaille. So auch die Kunstturner, wie zum Beispiel der Wetzgauer Olympiasieger Artur Dalaloyan. Er wird beim Auftakt in die neue Saison am 25. September in der Schwäbisch Gmünder Großsporthalle ebenso zu sehen sein wie der deutsche Silbermedaillengewinner am Barren, Lukas Dauser. Während Dalaloyan das Heimtrikot des TVW überstreift, wird Dauser beim gegnerischen Team aus Vinnhorst an den Start gehen. Der Wettkampf ist der Auftakt in eine Saison mit der stärksten Wetzgauer Mannschaft aller Zeiten.

Vor der Saison ist TVW-Cheftrainer Paul Schneider ein Mann des Understatements. Normalerweise. Dieses Mal aber spricht der Coach Tacheles: „Aus meiner persönlichen Sicht müssen wir mit dieser Mannschaft ins Finale der besten Vier im Dezember in Ulm einziehen. Noch nie zuvor war unser Team so gut besetzt. Und auch die Vorbereitung läuft herausragend – außer kleinen Wehwehchen gibt es keine Verletzungen. Wir sind bereit. Und wir freuen uns vor allem auf unser Publikum. Die Zeit ohne Fans geht zu Ende. Das ist das schönste Signal nach so langer Zeit ohne Zuschauerinnen und Zuschauer. Corona hat uns alle viel an Substanz gekostet.“ Selbstverständlich werde der TVW bei den Heimkämpfen alle Maßnahmen, wie vom Staat und Ordnungsamt gefordert (siehe separater Artikel), erfüllen.

Die Bundesliga selbst wird wie im letzten Jahr in zwei Staffeln ausgetragen. Das ist einerseits weiterhin der Pandemie, andererseits aber auch der Weltmeisterschaft (im Oktober) geschuldet. Die Spitzenathleten werden nach den ersten beiden Kämpfen eine Pause einlegen, um bei der WM an den Start gehen zu können. Danach geht es dann im November weiter mit den abschließenden Vorrundenvergleichen sowie den Halbfinals und den Finals im Dezember. Die beiden Besten jeder Staffel werden, konform zum Vorjahr, in die Endkämpfe einziehen. Die Sieger der Halbfinals messen sich in Ulm und kämpfen um Gold. Die beiden Unterlegenen bestreiten das kleine Finale um Bronze.

Paul Schneider kommt selbst ins Schwärmen, schaut er auf die 13 Athleten, die in diesem Jahr für den TVW an den Start gehen werden. „Da ist viel von der absoluten Weltelite dabei. Allen voran natürlich Artur Dalaloyan. Zum ersten Mal in unserer Geschichte haben wir einen Olympiasieger in unseren Reihen. Aber auch unser Andreas Toba mit Silber am Reck bei der Europameisterschaft oder unser Carlo Hörr als Deutscher Meister am Reck werden uns begeistern. Das Gleiche gilt für unsere Neuzugänge, die uns nochmals stärker werden lassen, als wir es eh schon waren. Ich glaube, die ganze Sportstadt Schwäbisch Gmünd kann sich auf die Saison freuen.“

Und diese startet für den TVW zunächst mit dem Kampf gegen den TuS Vinnhorst. Bislang musste einem nicht bange werden, wenn es gegen die Vinnhorster ging. Doch in der ganzen Bundesliga wurde in diesem Jahr extrem aufgerüstet. Und dabei war der TuS ganz vorne mit dabei. So sicherte sich der Verein die Dienste des kompletten deutschen Olympiakaders mit Ausnahme des Wetzgauers Toba. An allererster Stelle ist dabei natürlich Lukas Dauser zu nennen, der für Deutschland in Tokyo die Silbermedaille am Barren holte.

Beginn des Kampfes wird am Samstag, 25. September, um 17 Uhr in Großsporthalle sein.

Und nur eine Woche später kommt es für den TVW erneut zu einem Showdown in eigener Halle: Dann erwartet Wetzgau mit der TG Saar den (noch?) amtierenden deutschen Meister. Und auch mit dem gab es zuletzt weit mehr als nur eine sportliche Auseinandersetzung (siehe separater Kasten). Zum Abschluss der Vorrunde schließlich muss der TV dann in Singen antreten (13. November).

Noch nie zuvor war unser Team so gut besetzt.“

Paul Schneider,, Trainer TV Wetzgau
  • Keine Zuschauerbeschränkung zum Auftakt
  • Rund 1000 Plätze bietet die Großsporthalle. Im Jahr 2020 waren jedoch nur noch maximal 300 zugelassen. Schließlich wurden dann sogar die letzten Kämpfe vollkommen unter Ausschluss des Publikums geturnt. Kaum ein anderer Bundesligist in Deutschland kann auf eine solch treue und große Fangemeinde setzen wie die Wetzgauer.
  • Bei den ersten beiden Heimkämpfen der Gmünder (25. September und 2. Oktober) werrden die sogenannten 3-G-Regeln angewandt. Zudem gilt in der Halle Maskenpflicht. „So können wir eine maximale Sicherheit für alle Athleten und auch alle Zuschauer versprechen“, sagt Schneider.

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