Der Traum von der Meisterschaft lebt

+
Hart arbeiten mit dem Titel als Ziel: die Ringer des AC Röhlingen.

AC Röhlingen ist trotz der Niederlage in Fellbach noch vorne und hat so alle Trümpfe in der Hand. "Es warten noch starke Gegner", warnt Trainer Bernd Rettenmaier.

Das haben wir vor der Saison nicht erwartet", ist Bernd Rettenmaier, Trainer des AC Röhlingen, überrascht vom bisherigen Saisonverlauf. Nach zehn Kampftagen steht er mit seinem Team immer noch ganz vorne der Verbandsliga. In den letzten acht Kämpfen darf sich seine Mannschaft aber wohl keine Ausrutscher mehr erlauben, wenn sie sich den Traum von der Meisterschaft erfüllen will.

"Ich hatte mich eigentlich auf eine ruhige Saison im gesicherten Mittelfeld gefreut", gesteht Markus Kopp, Vorsitzender des AC Röhlingen. An diese Maßgabe hat sich das Team um Fabian Stock aber nicht gehalten, verloren sie in der Hinrunde doch nicht einen einzigen Kampf. "Es ist eine sehr positive Saison bisher, eigentlich so, wie wir es uns am Anfang ausgerechnet haben", ist Stock sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf.

"Wir wussten, dass wenn es gut läuft, wir vorne mit dabei sein können. Gerade durch die Verpflichtung der beiden Wolf-Brüder sind wir noch mal stärker geworden", erklärt Rettenmaier. Zudem sind die Röhlinger Ringer verletzungsfrei geblieben, was in der letzten Saison nicht der Fall war. Dort rutschte man aufgrund von zwei Verletzungen in die untere Tabellenhälfte und musste lange gegen den Abstieg kämpfen. "Die Liga ist sehr eng beieinander. Wenn einer aus dem Team fehlt, dann wird es schwer, zu gewinnen", erläutert Rettenmaier.

Die Siegesserie der Röhlinger ist am letzten Wochenende aber gerissen. Gegen den Oberliga-Absteiger SV Fellbach gab es eine 16:17-Niederlage. "Es war sehr knapp. Wenn wir technisch etwas besser gewesen wären, hätten wir gewonnen", hadert der ACR-Trainer. Auch Kopp war enttäuscht über die Niederlage. "Sie hat sehr wehgetan. Wenn wir dort gewonnen hätten, wären wir wahrscheinlich durch gewesen", meint er. So sieht es auch Stock. "Wir haben versucht alles auf der Matte zu geben, aber am Ende fehlt ein Punkt. Dann hätten wir jetzt drei Punkte Vorsprung gehabt", zeigt er sich enttäuscht.

Dennoch führen die Röhlinger weiterhin die Verbandsliga an, da sie den direkten Vergleich gegen Fellbach gewonnen haben. Zwar steht es nach Punkten 33:33, aber der ACR hat elf Kampfsiege gegen den SV gesammelt, während Fellbach lediglich neun gelangen. "Wir haben es weiterhin selbst in der Hand", erläutert Rettenmaier, warnt aber auch: "Fast alle restlichen Gegner sind starke Teams. Da brauchen wir eine gute Mannschaftsleistung."

Wenn wir gewonnen hätten, wären wir wohl durch gewesen.

Markus Kopp, Vorsitzender des ACR

Die erste schwere Aufgabe wartet am Freitag (Beginn: 20.30 Uhr) in der heimischen Sechtahalle mit dem Dritten KSV Unterelchingen. "Wir wollen jetzt noch mal alle Kräfte mobilisieren und voll auf Angriff gehen", gibt sich Stock kämpferisch. Auch Kopp weiß um die Stärke des Gasts: "Vom Papier ist Unterelchingen der stärkste Gegner, den wir noch haben."

Dabei können sich die Röhlinger auf die Fans verlassen, die der ACR-Vorsitzende lobt. "Wir müssen uns wirklich bei den Fans bedanken. In Fellbach waren knapp 100 Leute dabei. Das war schon eine Hausnummer", gibt Kopp ein Sonderlob.

Sechs Kämpfe stehen noch an und dann kann der Traum von der Meisterschaft wahr werden. "Wir haben seit knapp 20 Jahren keine Meisterschaft mehr mit der ersten Mannschaft gefeiert. Es wäre also was ganz besonderes", sagt Kopp. Auch im Team träumt man davon. "Ich glaube, es ist das Ziel jedes Sportlers, Meister zu werden. Wir werden alles dafür geben, damit dieser Traum wahr wird", will Stock am 14. Dezember nach dem Heimkampf gegen den AV Hardt den Meistertitel feiern.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

WEITERE ARTIKEL

Kommentare