Kommentar:

Der Unbelehrbare

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Alexander Haag

Alexander Haag über die Abmahnung für Trainer Uwe Wolf vom VfR Aalen

Uwe Wolf steht wieder einmal negativ in den Schlagzeilen. Diesmal hat er bewusst dafür gesorgt: indem er Internes öffentlich gemacht hat. Dass der 54-Jährige ausgerechnet seine eigene Abmahnung ausplaudert, ist unverständlich.

Denn: Der anfangs umstrittene Trainer, der mit fünf Niederlagen aus sieben Spielen gestartet ist, hat mit seiner Siegesserie und dem Klettern auf einen einstelligen Tabellenplatz untermauert, wie wertvoll er für den VfR Aalen ist. Er hat seinen Kritikern gezeigt, dass sein ambitioniertes Saisonziel Platz sieben nicht größenwahnsinnig, sondern dank seines leidenschaftlichen und mutigen Spielstils möglich ist. Uwe Wolf ist ein akribischer und harter Arbeiter, der seinen Beruf mit aller Emotionalität lebt.

Diese Emotionalität hat bei ihm aber eine Schattenseite: Der Fußballlehrer hat sich nicht im Griff. Dass ausgerechnet sein Freund Giuseppe Lepore die Abmahnung mitträgt, zeigt, dass der Vorfall keine Lappalie war. Bedenklich: Der 54-Jährige ist uneinsichtig. Und damit unbelehrbar. Es ist zu befürchten, dass es nicht der letzte Vorfall war. Daran ändert bei Uwe Wolf auch die Tatsache nichts, dass das nächste Fehlverhalten das vorzeitige Ende seiner Amtszeit bedeuten kann. Und wohl auch das Ende des attraktiven Fußballs.

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