Der VfR muss wieder mehr Leben zeigen

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Aalens Marcel Appiah (links) und Daniel Stanese (rec hts) nehmen den Elversberger Jean Koffi im Luftkampf in die Mangel. Den Führungstreffer Koffis am Mittwochabend indes konnten sie nicht verhindern. Am Sonntag gegen Koblenz soll wieder ein Sieg her.
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Nach der Niederlage in Elversberg will der VfR Aalen am Sonntag (14 Uhr) zum Abschluss der Englischen Woche gegen TuS RW Koblenz einen Sieg einfahren.

Aalen.

Nach vier Spielen ohne Niederlage musste sich Aalens neuer Cheftrainer Uwe Wolf am Mittwochabend in Elversberg erstmals mit seiner neuen Mannschaft geschlagen geben. „Eine Niederlage schmeckt keinem“, sagt er. Und hofft, dass er die Englische Woche am Sonntag (14 Uhr) beim Heimspiel gegen TuS RW Koblenz mit einem Sieg abschließen kann.

Insgesamt sechs Spiele in Folge war der VfR Aalen vor dem Spiel in Elversberg ungeschlagen. Doch die vier Unentschieden daraus brachten die Elf aus dem Aalener Rohrwang in der Tabelle nicht richtig vom Fleck. Lediglich vier Zähler beträgt der Vorsprung für den Tabellendreizehnten zur Abstiegszone. Der könnte bei einer neuerlichen Niederlage extrem schmelzen. Das weiß auch Wolf.

Auch die Motivation, mit der die Gäste vom Deutschen Eck am Sonntag bei ihrem Gastspiel in der Ostalb-Arena antreten werden, kann Wolf von der Tabelle ablesen. „Koblenz will gewinnen. Wenn die hier drei Punkte holen, sind sie durch.“ Sprich. Dann dürfte der derzeitige Tabellenzehnte genügend Abstand auf die sechs Abstiegsplätze haben, um die Saison in den dann noch acht verbleibenden Begegnungen gefahrlos zu Ende zu bringen.

Genau auf dieses Ziel arbeitet auch der VfR Aalen hin. „Wenn wir hier im Heimspiel drei Punkte holen, dann sind wir dran an den Koblenzern“, sagt Wolf. Was noch viel wichtiger ist: Der VfR könnte den Abstand zur Abstiegszone wieder vergrößern.

Dass seinen Spielern das Heimspiel des vergangenen Wochenendes gegen den FC Homburg noch schwer im Magen liegt, auch das weiß der Trainer. Der unnötige 1:1-Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit, die unberechtigte rote Karte für Tim Grupp. All dies sind Faktoren, „die musst du erst einmal wegstecken.“ Als Entschuldigung für das zu verhaltene Auftreten seiner Elf am Mittwochabend in Elversberg will Wolf das nicht gelten lassen. Auch nicht, dass die Mannschaft lange im Stau gestanden hat und quasi aus dem Bus direkt aufs Spielfeld musste.

„Uns passieren zu viele individuelle Fehler“, sagt er. Und obwohl er seine Jungs für ihre spielerische Klasse im Angriffsspiel lobt, kritisiert er den fehlenden Mumm, den es für eine ordentliche Durchschlagskraft braucht, um die zum Sieg nötigen Tore zu schießen. Wolf: „Uns fehlt die Gier, der Siegeswille. Ich will elf Drecksäcke auf dem Platz.“ Das sage er durchaus im positiven Sinne.

Am Sonntag gegen Koblenz setzt Wolf dabei auch wieder auf Tim Grupp. Der 26-Jährige hat seine Sperre abgesessen und wird wieder im Abwehrzentrum der Aalener Dreierkette stehen. „Tim bringt wieder Leben in die Mannschaft. Er ist mein verlängerter Arm auf dem Platz“, lobt der neue VfR-Cheftrainer den Gmünder, der vergangenen Samstag gegen Homburg diese Rolle sehr gut und lautstark zu interpretieren wusste.

Dass auch die anderen Spieler sich mehr trauen, sich gegenseitig zu coachen, das wünscht sich Uwe Wolf von seiner Mannschaft. Das habe er seinen Jungs bei der ausführlichen Nachbesprechung der „unnötigen Niederlage gegen Elversberg“ am Donnerstagvormittag eindringlich ans Herz gelegt.

Ohne Kienle und Vastic

Verzichten muss Wolf am Sonntag weiterhin auf Toni Vastic, der zwar wieder im Aufbautraining, aber noch nicht fit für einen Einsatz ist. Auch Steffen Kienle wird noch nicht wieder spielen können. Der Goalgetter des VfR Aalen, der gegen Homburg mit einer Aduktorenzerrung das Feld verlassen musste, ist noch in Reha.

So könnten sie spielen:

VfR Aalen: Bernhardt - Appiah, Grupp, Windmüller - Abruscia, Stanese - Ramaj, Volz, Hoffmann, M. Müller - Merk.

Ich will elf Drecksäcke auf dem Platz.“

Uwe Wolf, Cheftrainer des VfR Aalen

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