Derby-Kracher in Waldhausen

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In der Vorsaison konnte der SV Waldhausen (weiß) beide Derbys gegen den SV Neresheim für sich entscheiden. Welches Team kann sich kommenden Samstag durchsetzen?
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Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt Ligaprimus SV Waldhausen den SV Neresheim, Platz vier der Tabelle, zum Duell auf dem Härtsfeld.

Waldhausen / Neresheim

Wenn der noch ungeschlagene SV Waldhausen als Spitzenreiter die ambitionierten Klosterstädter aus Neresheim empfängt, sind kochende Emotionen vorprogrammiert.

„Es gibt keinen Favoriten für mich“, sagt Waldhausens Trainer Jens Rohsgoderer trotz des besseren Tabellenplatzes und den neun Punkten Vorsprung zu Neresheim. „In einem Derby ist alles möglich. Beide Mannschaften kennen sich sehr gut und können sich gut aufeinander einstellen. Ich erwarte ein tolles, spannendes Spiel auf Augenhöhe.“

Rollenverteilung für Mayer klar

Bezüglich der Favoritenrolle hat Neresheim-Trainer Andreas „Bobo“ Mayer eine etwas andere Ansicht. „Wenn man bis auf ein Unentschieden alles gewinnt und auch in der Tabelle führt, dann spricht diese die Favoritenrolle aus.“ Ungeachtet dessen erwartet der SVN-Coach ein „hochinteressantes Spiel. Meine Mannschaft muss sich nicht verstecken. Wir fahren nicht nach Waldhausen, um dort Punkte zu lassen“.

Gerade aber der Heimvorteil könnte für das Team von SVW-Trainer Rohsgoderer „in den entscheidenden Momenten den letzten Prozentpunkt herauskitzeln“. Die Generalprobe vor dem Derby konnte der SV Waldhausen mit einem 4:1-Sieg bei der SSG Ulm erfolgreich gestalten. Neresheim hingegen musste im letzten Spiel gegen den TSGV Waldstetten trotz des 2:1-Führungstreffers in Minute 86 doch noch einen späten Ausgleichstreffer hinnehmen. „Es war ein Abstimmungsproblem“, analysiert Mayer den Last-Minute-Gegentreffer. „Aber davon geht die Welt auch nicht unter. Es ist ein Lern- und Reifeprozess.“

Ausfälle auf beiden Seiten

Hinsichtlich der Kadersituation haben beide Trainer Ausfälle zu beklagen. Während Jens Rohsgoderer sein SVW-Team voraussichtlich ohne Wesley Wicker und Michael Schiele aufstellen muss, fehlen bei „Bobo“ Mayer auf Neresheim-Seite - neben dem Langzeitverletzten Ousman Bojang - die Akteure Mike Marianek und Marcel Klenk, die beide angeschlagen sind. Einen Rückkehrer hat Mayer mit Fatih Yildiz, der übrigens vier Jahre zwischen 2015 und 2019 für den SV Waldhausen kickte. Nach seinem Kreuzbandriss trainiert er wieder voll mit. „Er ist allerdings noch nicht bei 100 Prozent, aber eine gute Alternative“, so Mayer. „Den kann man immer reinschmeißen.“

Beide Trainer sind heiß auf das Derby und freuen sich auf die Begegnung. Dabei will sich besonders der SV Waldhausen von der tollen Serie in der Liga nicht unter Druck setzen lassen. „Wir gehen von Spiel zu Spiel“, sagt Rohsgoderer. „Unsere Zielsetzung war klar: Wir wollen die tolle Runde vom letzten Jahr bestätigen und früh Punkte sammeln. Das haben wir gemacht, von daher haben wir überhaupt keinen Druck.“

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